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Die Gemeinschaft · 1928-05-20 · 12 (20.5.1928) · p. Seite 5

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Journal
Die Gemeinschaft
Volume
1928
Issue
12 (20.5.1928)
Date
1928-05-20
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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in der Steppe schweifende Hirten, zum Volk erwachsen, eben dieser Stammescinheit und Blutsgemeinschaft sich bewußt bleibend in der Verehrung des nur noch dunkel geahnten Gottes, der Muse, den Propheten, zu ihrem Befreier entsandt. 80 tut sich jetzt dieser Erlöser-Gott als der Gesetzgeber kund. (I. (icb.t Er ist der Eine, der unsichtbare Gott, den keine phantastische Gestalt, kein Gußwerk abbildet, der eifersüchtig darüber wacht, daß nur ihm göttliche Verehrung geweiht wird; der seine Freunde, die Freunde des Guten, liebt und seine Feinde, die. Hasser des Hechten, verdammt: der eine geistige sittliche Gott. (2. Geb.) Er ist allein die Wahrheil; darum darf nur in Wahrheit und zur Offenbarung der Wahrheit, sein Name, angerufen werden, und wer ihn mißbraucht macht sich schweren Frevels schuldig. (3. Geb. 1 Er, der Schöpfer und Erhalter der Welt, legt dem Menschen zum Zeichen des ewigen Hundes, der Schöpfer mit Geschöpf verknüpft, die lleiligbaltung des siebenten Tages, des Sabbats, auf, weil er in sechsen das Schöpfungswerk vollbracht. Lieber freilich tönn wir die Begründung des vierten Gebots, welche ».die Wiederholung des Gesetzes", das fünfte Buch Mosis, darbietet: Du sollst einen Sabbat halten, damit an ihm auch ruhen können Knecht und Magd und fremden Fröner, Ochse und Esel, die. sich sechs Tage, laug geplagt. In dieser klareren Fassung ist das Gebot das älteste, soziale Gesetz, das die Geschichte der Menschen kennt. (4. Geb.) Nun vollends von Gott herüber zu den Menschen! Denn blind und stumpf bleibt der Gedanke von jenem, wenn er uns nicht den Weg zum rechten Leben in der Mens. In n\\ elt erleuchtet. Der e i ne Gott, den unser Glaube lehrt, hat seinen höchsten Sinn darin, daß er, der der eine und selbe, für die vielen seiner Kinder ist, sie zu einem wahrhaft gemeinsamen Dasein und Wirken heiligt. Die l'rforni aller sittlichen Gemeinschaft aber" und den Ausgang für alle übrigen bildet die Familie. Sie berühl auf der Ehrfurcht vor Vater und Mutter. Wir beachten an diesem Worte (5. Geb.), daJJ die Ehrung der Mutter schon ebenso verlangt wird wie die de.s Vaters, eine Kulturstufe, der eineaußerordentliche sittliche Entwicklung vorangegangen sein muß. Soweit die erste Tafel. Die zweite legt, den zuletzt anged* Itetcn Gedanken erweiternd, mit den Urgesetzen des natürlichen Rechts die Grundlagen für jedwedes Gemciuschaft>lel>e.n. Wa^ in die Form von Verboten geprügt erscheint, enthüllt sich leicht als die positiven Fundamente für den Aufbau der Gesellschaft: Leben, eheliche Ehre. Eigentum des anderen mögen dir als heilig gelten (6. Geb.). Nur mit wahrhaftigen Zeugnis begegne deinem Nächsten it). Geb.). l ud da die Wurzel jeder echten dem Mensch 11 zuzurechnenden Tat die. Gesinnung ist. warnt das letzte Gebot, in diesci Auffassung sie alle umfangend, vor dem schic hten Gelüst, w »nach immci esich kehre. Auch hier beachten wir den charafctei «tischen Fortschritt vom zweiten zum fünften Buch Mosis. in u I Ii letzterem das Weib, 1

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