Mannheim
Compact Memory

Die Gemeinschaft · 1927-06-01 · 8 (1.6.1927) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Gemeinschaft
Volume
1927
Issue
8 (1.6.1927)
Date
1927-06-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/4889559-5436034-5436061-5436059--160-4889689
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Stätte verkörpert ist, mag ihnen «Iii- Stimme der (legenwart erklingen und der Zukunft. Kommt! K s i s t j eti t der F r ii Ii 1 In g ausgebreitet über die grauen Gräbermale. In idyllischer Ruhe liegt der alte Friedhof da und doch nicht abgeschieden \ <»n der Welt. Sie klingt zu Dir herein, und was l>u um Dich schaust, wird zum Gleichnis; \ n z W e i e n Seit e n pu I s I u m M e n de I söh n s < '• r a l> das .Wirtschaftsleben der Großstadt; Hammer schlag und Räderschnurren aus den nahen Fabriken klingt von draußen herein und gedämpft der Lärm des Verkehrs, Da drüben, an der andern Seite ist das Leben Überwunden; im Altersheim wohnen sie. die, müde und zermürbt vom Kampf, vom Leben der Gegenwart, von aller Zukunftshoffnung Abschied genommen und ein stilles Fleck< hen zum Ausruhen gefunden haben. Von der letzten Seile her ah er klingt an Mendel soh ns Grab freudiger / u k u n f t s t o n, das |au hz n und Singen der Jugend der benachbarten Knabenschule, d.-r.-n Grund ja dur. h seinen Gei<t gelegt wurde. Vergangenheit,- G e -g e n wart u n d /. u k u n 11 klingt um Mendel soh ns Ruhestatte zusammen. \V en n d i e J u nend an seinem Gra he steht, dnnn lernt und fühlt sie. da Ii d i e V er gang e n h e i t k e i u Totes gewissen ist. daß sie kein mystisches Versenken in leere l n w i r k 1 i t h k e i I c n fordert. sondein freudiges Vorwärts«« breiten in die Zukunft.., Schowuaus i>t das Fesi der Gesetzgebung, die alte Offenbarung vom Sinaj soll sieh an ihm in uns erneuern. Wird *ic uns wirklich offenbar, und stimmen wir ihr von Herzen und überzeugt zu. dann bleibt si.' kein Diktat, dann wird sie unser KigentUni und gehört uns. So nahern wir uns dem lie^rill der Gesetzestreue, der freilich innerhalb des Judentums keinen einheitlichen Klang gewonnen hat und oft genui; nicht als Akkord. sondern als Disharmonie laut wird. Wer eleu (leist der Tora hoher wertet a|s den Ruchstaben, dem sei das Präludium des < >ffcnburüngskapiu-ls zur stillen und beschaulichen Lektüre empfohlen, und er stellt ohne Weiteres fest, dall die Verkündung unserer Leh/e keine Zwangsverfassung, sondern ein Bürgerrecht bedeutet. Freie Fntschließüng: Wir «ollen es tun. wir wollen gehorchenI, das ist Sinn und < .«■ danke des Hundes zwischen Himmel und Knie Israel holt diu I ora vom Himmel und bffes'tigt das Gotteswerk auf der Knie. Von Rabbiner Dr. M. Salomoniki. „F.i \ri die Un 1.1 drt Ewigen, iinierei Oottei mit um; dei Werk unterer Hinde Uue er gelingen1"

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.