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Die Gemeinschaft · 1927-04-15 · 7 (15.4.1927) · p. Seite 9

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Journal
Die Gemeinschaft
Volume
1927
Issue
7 (15.4.1927)
Date
1927-04-15
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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priesen sei, der Israel sein Versprechen hält." Schon der Beginn .des schweren Duldens ist für den zuversichtlich hoffenden Menschen die Gewähr für die eint-t kommende Errettung Wie damals, so zu allen Zeiten. ..Diese zuversichtliche Hoffnung hat unsern Vätern wieder und wieder beigestanden"; denn Unheil kam Uber sie zu allen ZHten, als sollte es vorbildlich sein, dieses Tragen und Beten und Hüffen und Erlöstwerden. Die alte Hoffnung und ihre Erfüllung: Deut. 26,8: »Ein umherziehender Aramäer war mein Vater. Er zog nach Aegypten und hielt sich dort auf mit wenigen und ward zum großen mächtigen und zahlreichen Volke. Da taten uns die Ae^ypicr Böses und quälten uns und legten uns schweren Dienst auf. Da beteten wir zu dem Ewigen, dem Gotte unserer Väter. Gott erhörte unsere Stimme, sah unsere Not, unser Mühsal und unseren Druck — unsere Not — um die Zukunft unserer Familien —, unser Mühsal — um die Erziehung unserer Kinder, unseren Druck — die Sklavenarbeit. — Da führte uns Gott aus Aegypten mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm in großer Offenbarung, in Zeichen und Wundern. Er brachte uns hierher und gab uns Feld und Weinberg zum Besitz, und nun opfere ich die Erstlinge des Bodens, den Du mir gegeben hast." Dies war der Spruch der Wallfahrer, wenn sie am Frühlings-Erntefest, Schowuaus, ihre ersten reifen Früchte zum Tempel brachten, eine kurze Skizze der Geschichte, wie sie einfacher nicht gegeben werden kann. Die Freude Uber die glückliche Erreichung des Zieles macht die Darstellung der schweren Arbeits¬ und Wanderjahre leicht und beschwingt. Not, Mühsal und Druck kann nur der überstehen, der innerlich fest durchdrungen ist von dem Glauben an den endlichen Sieg seines Strebens. Es wird sicherlich besser und besser. Es geht vorwärts und aufwärts, wenn wir wollen und wenn wir arbeiten an der Klärung dessen, was wir als wahr erkannt haben, und an der Betätigung unserer Ueberzeugung in unserem Wirken. .Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen." So kommen wir zur neuen Hoffnung von Pessach Mizrajim zum Pessach Leossid, zur ewigen Zukunftshoffnung: Neue Feste, neue Freude im Dienste Gottes nach immer neuer Erlösung! Nun geht und lernt. Wege und Ziele. Bericht Ober die Tätigkeit det Liberalen Synagogrnvereini Norden. Das Winterhalbjahr 1020 27 war eine Zeit angestrengter, aber auch erfolgreicher Arbeit. Wohl hat die wirtschaftliche Depression, die sich bei der wenig bemittelten jüdischen Bevölkerung des Nordens besonders stark bemerkbar macht, manches gehindert, was zur weiteren Ausbreitung unseres Wirkens hätte führen können; es fehlten und fehlen uns auch die Mittel, irgendwelche namhafte Propaganda zu treiben. Trotzdem ist es uns möglich gewesen, nicht bloß den Gottesdienst ungeschmälert v

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