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Die Gemeinschaft · 1926-11-28 · 6 (28.11.1926) · p. Seite 7

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Journal
Die Gemeinschaft
Volume
1926
Issue
6 (28.11.1926)
Date
1926-11-28
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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welche Form ist dieser Gedanke heute gekleidet? Morgens um sieben l'hr vor einigen wenigen zum Gottesdienstbesuch verpflichteten Männern spielt sich das ab. Was also nütz! der so köstliche S'lichaus-dedankc. wenn die Oeffentlie hkcit keinen Gebrauch von ihm macht und nicht einmal Kenntnis von' ihm hat? Ks ist ein-! Tat der ..Liberalen Synagoge Norden", den ersten S*lichaus*Tag der obendrein -i<;^ auf den bürgerlichen Ruhetag fällt und also für die festliche Ausgestaltung wie geschaffen erscheint •—, es ist eine Tat, daß man diesen Vorbereitungltag seinem Aschenbrödeldasein entriß. Der Gottesdienst wurde —■ statt, wie herkömmlich, in der Krähe um 10 I hr begonnen; infolgedessen hatte sich eine stattliche Schar von Besuchern eingefunden, die mit Begeisterung und Kmpfänglichkeit gekommen waren. :./u tun und zu boren". Und wie waren sjtalle gefangen, als zu Beginn die cr^ butternden^ Klänge des ..grcilicn KaddiscTl" an ihr < >hr schlugen*; wie lauschten sie all den festlichen Sangesweisch!.. auch der Gedanke der S'lichaus-Tage kam zu seinem Recht.: Rabbiner Dr. Sälomonski wüßte in ergreifenden Worten davon zu sprechen, daß der Mensch selber die Tafeln anfertigen muß, wenn er will, daß Gött seine Gebote darauf sc hreibe. An den Augen und dem tief andächtigen Schweigen der Versammelten sah man. wie diese Gedanken der Predigt" zündeten und Wurzel faßten —..... Das war eine köstliche 'Vier, von persönlicher, individuellreligiöser Erhebung und gleichzeitig von starkem Gemeinschaftsgeist durchweht; ich bin dankbar, daß ich sie miterleben durfte. Mochten viele liberale Gemeinden diese positive Reform einführen! Dies war nicht, wie dem Liberalismus stets nachgeredet wird. Bruch mit der Tradition, Negation, sondern W iederherstellung und Fruchtbarmachung des Traditionellen in würdiger neuer Korttl, Position. Glücklich alle, die dabei waren.und die in kömmenden Jahren in allen Wahrhaft liberalen Gemeinden dabei sein werden! Die heutige Julenheit sprec he zu dieser Tat. zu diesen) Vorbild, das alte Wort : naasseh wnischma lasset sie erst dieses. Selbe tun. s(. werden sie dann auch den wunderbaren Vorbercitungsgcdanken hören. Und werden Erfolg sc bauen bei all den jungen, durstigen Herzen, in denen unzerstörbar die Sehnsucht und ein Wille nach Betätigung ihres Judeseins lebt. Diesen Wollenden ilu Rec ht zu schaffen, ist unser aller Khrenpflic ht. (ieorge < iOctZ, 2. Einsegnung. Am zweiten Tag des |.auhhüttenfestes wurden /um erstenmal sec hs Mädchen im Gottesdienst eingesegnet, nie lu loselost vom Haupt gottesdienst, sondern als festlicher Höhepunkt eingefugt in ihn unter lebendiger Teilnahme alle r Gemeindemitglieder. Die- Synagoge war vollständig uberlullt Ks zeigtesjeh. womöglich noc h starker als au den Hobe n Keter« 7

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