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Die Gemeinschaft · 1926-11-28 · 6 (28.11.1926) · p. Seite 3

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Journal
Die Gemeinschaft
Volume
1926
Issue
6 (28.11.1926)
Date
1926-11-28
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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im eigenen Kreise zu finden sind, und das Bespötteln und \ crächtlichmachen der anderen, das im Leben so hart auf uns zurückfällt, weicht dem Verständnis. Denn das Judentum ist ein eminenter Wert für alle Lehen alter. Stehen wir ihm nahe, su sind wir ihm noch nicht dauernd verbunden, und haben wir uns längst von ihm entfernt, dann überrascht uns immer noch ein Seelensignal: Im kehr. — Zurück zu deinem besten Selbst! Wie der Lebende sich fortpflanzt in seinen Kindem, wic> der Prophet Anhänger oder Verächter braucht, wie die Sonnenstrahlen auffallen müssen, um zu warmen, so brau« ht die Seele andere Seelen, um sich zu weihen, und dafür sollten wir > dankbar sein! " Darum dankt.- auch der Jude früher demjenigen, der seine Wohltätigkeit nachsuchte; darum ist Ghanucka durch die vorbildliche Hingabe der Makkabäer ein Fest der Liebe geworden: Sein Ziel muß sein, dali die Nut der Leiber und Seelen abnimmt in Israel. Mögen viele unter uns sich diesem Streben weilten, dann bleibt eine hohe, sich mehrende Arbeit inmitten der Gegcnwartsleidcn- Wenn wir abends in che kleinen Lichte hineinschauen und ihr Geheimnis beobachten: Die kleine Klamme jjlüht und strahlt und verrät Leben, dann soll das ein Symbol unseres Lebens sein. Brennen wollen wir und verbrennen, wenn nur die anderen dadurch erleuchtet, erwärmt, geweiht und geheiligt werden. Das ist wert unserer Hingabe, dafür setzen wir uns ein! Vom Träger des Gottesdienstes im AnschluO * an die Riten der Engländer und Amerikaner von Prof. |. FrirdUndrr Wer bei Gelegenheit der Weltkonferenz der liberalen Juden in London einem Gottesdienst in der Synagoge'der Jewish Kc li^ions-l nion beigewohnt hat oder auch jenem andern der West London Synagogue in Upper Berkeley Street, oder wer Bich das Gebetbuch der Amerikaner (Mebrew Union I'rayer Hook i oder das neue Londoner der Jewish Religious Union angesehen hat. der wird sich die Lraj;e vorlegen : Sind W i r atif dem richtigen Wege?, Dff 1 lauptunters« hied zwischen dem Ritus der Engländer bzw. Amerikaner und uns besteht darin, dali der Träger des Gottesdienstes bei ihnen nicht ein Vorbeter ist., sondern der Prediger oder Rabbiner. Lr liest alle Gebete, ob hebräisc h oder in der Landes prache, er trä^t den Toraabsclmitt vor und ubersetz: ihn. er sprüht der Gemeinde vor, was sie nachsprec hen soll und gibt auc h an, was ^esun^en werden soll. Den K''saiinli< hen Teil besorgt der Chor allein, wenn nicht die Gemeinde ihr bekannte Hymnen singt. Im übrigen ist die aktive Beteiligung von Gemeindemitgliedern ausgeschlossen. Man ruft also nicht mehr e inzelne zur Tora auf usw. Wie war es in ältester Zeit? Der Beauftragte der Gemeinde — der Sch'liach-Zibbur — trug die Gebete vor. die er zum t *

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