Die Gemeinschaft
- Journal
- Die Gemeinschaft
- Volume
- 1926
- Issue
- 3 (25.3.1926)
- Date
- 1926-03-25
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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liches gemeinsam zu bewahrendes Gut ist. Vorher waren sie Nachbarn wie in jedem Konzert und in jeder Volksversammlung. Aber jetzt schaffen sie alle an einem gemeinsamen Werk. Und wahrlich an einem Werk, das das Tiefste des Menschen zu Tage fördert. Solche Aktivität wollen junge jüdische Menschen. Sie wissen, daß der Weg dahin beschwerlich und noch weit ist. Beschwerlich: denn es gilt, erst ernsthaft wieder Jüdisches zu lernen und jüdisch zu leben. Weit: denn wir fahlen uns noch unvollkommen, erst am Anfange. Aber wo die Zeichen eines solchen Anfanges, wie hier im Norden sind, da wollen wir freudig mittun. Ernst Heinrich Seligiohn Iii-Berlin. Arbeiten und Sorgen. Bericht Ober die Tätigkeit des Liberalen Synagogen Vereins Norden. Die Arbeit unseres Vereins und unserer Synagoge nahm ihren weiteren regelmäßigen Verlauf. Außer den Gottesdiensten am Freitag und Sabbath wurden Predigtgottesdienste an den Vorabenden des Chanukka- und Purimfestes abgehalten, bei denen aus dem Makkabäer- und dem Estherbuche vorgelesen wurde. Besonders eindrucksvoll gestaltete s ch in der Qbertullten Synagoge die Gedenkfeier für die Gefallenen am Freitagabend vor dem Volkstrauertage, bei der ehemalige Frontsoldaten des Nordbezirks in großer Zahl anwesend waren. Neben den Gottesdiensten trugen zur religiösen Interessierung des Nordens die standigen Gemeindeabende bei. Allmonatlich versammelt ein Gemeindeabend Mitglieder und Freunde in großer Zahl und regt auch Außenstehende zu tätiger Mitwirkung an. Den Auftakt zur Winterarbeit bildete ein geistliches Konzert in unserer Synagoge mit Chor- und Sologesängen, Gtigen- und Orgelspiel sowie Rezitationen religiösen Inhalts. Am zweiten Gemeindeabcnd, in der Chanukkawochc behandelte Herr Prof. Elbogen die Frage: Wie lebten die Makkabäer in der des h chte fori? Ein künstlerischer Teil schloß diesen Abend. Der diiite Gcmeindiabend war freier Aussprache gewidm t, die sich an zwei enkitende Vorträge: »Wasleistet die Gemeinde?' von H.rrn Robert Hirschleid und „Was leistet unser Norden?" von Frau B. Falkenberg anschloß. Der vierte Gemeindeab.nd. Ende Mär/, als Einführung für das Pessachftst gedacht, bringt nach einem Vortrag von Herrn Dr. Salomonski einen religiös gestimmten künstlerischen Teil. So sucht unser Synagogenverein, allmählich religiöses Interesse und religiöse Betätigung im Norden zu wecken. Bei diesem Streben sind ihm Mßleutungen und Hindi rnis-e auch von außerher nicht erspart geblieben. Obwohl wir stets betonen, daß wir uns an religiös Liberale wenden und nur deren Ii