Die Gemeinschaft
- Journal
- Die Gemeinschaft
- Volume
- 1926
- Issue
- 3 (25.3.1926)
- Date
- 1926-03-25
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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'* die er mitbringt. Jedes Fest hat seire bestimmte traditionelle Melodie, die der Stimmung unseres Gemütes-Ausdruck verleiht wie sie das Fest weckt. So kommt Jeder Gottesdienst der Stimmung ii s Besucheis entgegen und tritit sich mit ihm au[ einer GeJa'nkenlinie, die er im G rbct, Gesang und Piehgt fortzuspmneri sucht, zu erweitern und zu erläutern .Des Menschen Stimmung kommt aus seinem Herzen, und Gut es Wort gibt dieser Stimmung Antwort" (Sprüche 16'). Dieser Stimmung stellen wir eine Idee zur Verfügung, die im Qebet, Gei-ang und Predigt ihren mannigialügen sprach ichen Ausdruck findet, um« indringlich durch „dreifach festgeschlungenen Faden" zu sicherer Tat anzultiterr, Gleich im EingangSgebet nach der Begrüßung des Biters deutet der Rabbirer das Thema dei Stunde an, das dann auch ungewollt in den Worten der iuunerwiederkehrenden Gebete zur Betonung sich durchringt. In der Bib Iverlesung, die wir durch Wiederbelebung ura ter S tte auch dem Abendgottesdienste cinfügi n, fmdet das Thema ursprünglichsten Ausdruck und Urform in unnachahmlichem, dem Gedächtnis sich aufzwingenden Spruche. In den erläuternden Worten des R ibbiners bei der Predigt wird die Uee des Themas anschaulich im Leben der j idis hen Gemeinde in ihrer Geschichte, ihrer Gegenwart oder ihrer Zukun't aufgezeigt und der Weg zu ihrer Verwirklichung gewiesen. Im Schlußgcbet, im Schlußwort des Predigers und im Ausklang des gemeinsamen Gesanges spricht zu uns die zuversichtliche Hoffnung auf messianische Erfüllung und Betätigung unserer Idee in Gemeinschalt mit ganz Israel und der Menschheit. So glauben wir, Israels Andacht die Lebenskraft zu erneuern für kommende Zeiten. So hoffen wir, einen neuen Grundstein zu legen zu einem starken religiösen Judentum. Der „Laie". B I I des Laien im Gottesdienst: Er kann ein paar Brocken Hebräisch-und zeigt diese seine Kenntnisse dadurch, daß er immer „auf der richtigen Seite" Lt. Wenn sein Nachbar, wenn auch nicht mit s höns'er Stimme, mitsingt« wird er laut / sehen. Fr ist A-thet l:r wdl sich nk'hl den Kunstgenuß, den der Chor ihm bietet, durch das ..Gegröhle" der Gemeinde verderben lassen. Der Vorbeter wird emer kritischen Prüfung unterzogen ..Fr hat sich doch reichlich abgesungen und an seinen Vorganger, den Bangesgewaltigen Soundso reicht ei nicht entfernt hcrart/MVenh das Amen der Predigt kaum verklungen ist, raunt er seinem Nachbar ein „ausgezeichnet" oder „maß g" zu. Neigt sich der Gottes lienst S'inem F'-ide zu, so sieht er in immer kürzeren Absiänden nach der Uhr, um dann schließlich kurz vor dem . . I