Die Gemeinschaft
- Journal
- Die Gemeinschaft
- Volume
- 1925
- Issue
- 2 (11.12.1925)
- Date
- 1925-12-11
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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einmal zu einem Versuch, eine Verbindung mit der Gemeinde herzustellen. Auf ihre konzilianten Vorschläge antwortete der Vorstand mit solch weitgehenden Forderungen und unter so völliger Ignorierung des Gründers, daß die Verhandlungen sogleich seitens des Kuratoriums endgültig abgebrochen wurden. Wenn man heute nach vielen Jahrzehnten Entwicklung und Leistungen unserer Anstalten überblickt, kann man den tapferen MSnnern nur Dank wissen, daß sie ihre eigenen Wege_gingen und. losgelöst von behördlicher Einengung, ihr Ideafzu verwirklichen suchten. (Formung folgt ) Ausbau und Fortschritt. Neuer Bericht über den Oottevdiemt der Liberalen Synagoge Norden. Von H. Palkenberg. Die hohen Feiertage ließen den Fortschritt im Ausbau unserer Arbeit deutlich erkennen. Um alle Wünsche nach Plätzen befriedigen zu können, wäre eine doppelt so große Synagoge nötig gewesen. Die Vorurteile gegen unsere Andacht waren allmählich übrrwunden. Diesmal gab es kein bedenkliches Kopfschütteln mehr über die Eigenart unserer Liturgie, Ober das Beieinandersitzen von Männern und Frauen. Die Erziehung zur andächtigen Teilnahme, zur aktiven Mitwirkung, am Gottesdienste trug ihre Früchte. Es gab nur ein* Stimme, bei denen, die bereits dauernd zu unserer Gemeinschaft gehörten, wie bei denen, die erst hinzukamen. Haben doch Frauen erklärt, hier hätte sie zum ersten Male eine wahrhafte Jaumtauwstimmung erfaßt, da sie an der Seite von Mann und Kind das Gotteswort vernommen hätten Welchen Eindruck der Gottesdienst auf einen unbefangenen Fremden gemacht hat, zeigt der Aufsatz von Professor Wolff in Nr. 46 der Jüdisch-Liberalen Zeitung. Die hohen Feiertage haben uns viele neue Freunde gewonnen. Nicht weniger wirkungsvoll war auch der zum ersten Mal durchgeführte volle Gottesdienst am Sukkausfeste mit seinen Sukkausf' lern. Die Abend- und Vorinittagsfeiern in unserer Sukkoli, die besonders weihevoll ausgestaltete Feier für die reifere Jugend in der Sukkoh der neuen Synagoge (siehe Bericht in Nr. 43 der JUdisch-Liberalen Zeitung), der Sukkausfeiern der deutsch-jüdischen Wendgemeinschaft des Nordens, die ebenfalls von unserm Rabbiner Dr. Salomonski geleitet wurden, sie alle waren überwiegend für die lugend berechnet. Sie sollten dazu beitragen, aus der verjüngten und vertieften Form einer alten sinnigen Sitte in der Seele der Jugend lebendige religiöse. Kräfte zu wecken und den Anstoß zu neuer Betätigung zu geben. Darum wurde auch die gesamte Feier (mit Ausnahme der Ansprache) von der Jugend getragen; darum wird im Oottesdlenät