Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- II (1836)
- Issue
- 52 (23.12.1836)
- Date
- 1836-12-23
- Page
- Spalte 413-414 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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^Lischer chra- ,,tzche»m Gründe sind folgende: -Ws Gefehrftnvereln verfaßten hebräie^Gebrte, obschon zu ihrer Zeit die hebräische Eßküche beinahe vergessen, und die chaldäische als Umgangssprache an ihre Stelle getreten war. Ein sprechender Beweis, meint der Ober-Rabbiner, daß sie eS für schuldig erachteten, in derstnigen Sprache Hz« beten, welche Gott selbst vorgezogen hatte, in ihr '! mit seinen heiligen Propheten zu reden. 2) bei den! Israeliten finden zwischen Kultus und hebräischer Sprache so enge Verbindungen und wechselseitige Bezieh»»» j gen Statt, daß nur der Eine durch die Andere mnd > so umgekehrt sich erhalten könne. Weiter wird in der erwähnten Vorrede gründlich erwiesen, daß die Israeliten zu allen Zeiten für das Wohl aller Menschen geopfert und gebetet haben, und noch beten. *) ») Philo von Alexandrien, in seiner Abhandlung über die Opfer schreibt: „Die täglichen Morgenunb Abend- Ganzopfer sind eine Dankbezeugung -für die Wohlthaten, welche der Schöpfte bei Tag und bei Nacht, der ganzen Menschheit angedrihen läßt." d) Josephus wider Appion erklärt: „Wir opfern und beten viel, zunächst im Allgemeinen für alle Bewohner der Erde, daß sie glücklich -in mögen, und dann im Besonder», für äüsere Wohlfahrt. Wir glauben,-daß es so dem Allmächtigen wohlgefällig sei. c) In unser« jetzige» Neujahrs-Gebeten flehen wir: „Ewiger! erscheine Glanze Deiner glorreichen Siege allen Gewöhnen der Erde." Auch beten wir täglich zweimal „für^ie Vervollkommnung und . Beglückung der ganzen Wo durch das Reich des Allmächtigen." ießlich heißt in derselben Vorrede: „Wenn die Js Wen um die An^nft des Messias bitten; so kß.durchaus nichts in ihrem besonder« . Verübe* hsiadet sich in Werk, de» Sksbbi As«. 1 eresse> ftnder» ganze» Menschheit^ Dieist im Maimonides dmtlich zu lesen: Dft Weift« sind die Propheten schnte» sich nicht darum nach den Zeiten des Messias/ um etwa die Welt zu beherrschen, über alle Völker/zu regieren j oder auch nur, unter allen Nationen Ausgezeichnet zu glänze«. Nein, nur darum wünschten sie jenen Zeitpunkt, herbei , um sich ungestört dem Urschen in den göttlichen Gesetzen und dessen Weisheit vidmen zu können; auch damit alle Welt, ft viel als eS dem Menschen möglich, in der Erkenntniß ds Höchsten sortschreikeu . mögen, nach deS Propheten Gort: Voll sei die Erde an Gotterkenntniß, wie Wassa den Meeresgrund bedecken. *) Wie wenig übrigess der Glaube an den Messias die Israeliten an der Bürg er treue verhindere, beweise hinlänglich di^ Schriftstelle Jeremias 29, 7. und wie wenig sie sich Innühen dürsten, durch politische Mittel jenen Zeitpunt herbeizuführen, beweise nicht nur die Schriststelle jachan'as 4,6.) sondern auch mancher kraftvolle Ausspruch der Talmudisten, wie z. B. 7'lsotst letulwtb Itl r „Der Heilige, gelobt sei Er, hat Zsrael beschworen, daß es sich nicht gegen die Regierungen auflehnen solle. —" Ueberdies verdient, - hiebei bemerkt zu werden, daß auch während de^Tempel zu Jerusalem bestand, viele Israeliten Grund eigenthümer und Bürger im Römischen Staate und in verschiedenen andern Provinzen gewesen war«, von wo aus sie ihre Geschenke nach dem heiligen Lande in den Tempel geschickt hatten, um den Himmel iem Reiche und dessen Regenten geneigt zu machen. Josephus bezeugt dieses in folgenden Motten: „Dft Aden in Asien schickten dem Priester Hyrkanus und den Großen Judäa- Briefe und Geschenke, mit den Worten: Nehmet, waS wir Euch zu Ehren Gottes schicken, und betet für das Leben unsers Herrn, des Augustuö Egsar und seines Eollegen Markus.Anronius. —" Im Gebetbuche selbst ist daS Bemerkenswertheste, «schnitt ös. D, «ed. *) Bergt. Nachmani»«» (R««b«)i« Sez>Iftr.ll»xz«u>«i>. D. «ed.