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Das Füllhorn · 1836-10-07 · 41 (7.10.1836) · p. Spalte 323-324

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Journal
Das Füllhorn
Volume
II (1836)
Issue
41 (7.10.1836)
Date
1836-10-07
Page
Spalte 323-324 (sequence 2)
Language
German
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irgend eine» Zeit Herrscher über dasselbe;N werden? Wie leicht ist dieß selbst bei einem geringen und verachteten Volke möglich, daß sich auS der Menge ein Held erhebt, der durch seine Kraft und Klugheit sich der Herrschaft bemächtigt? und wer wollte nicht sägen, daß dieß in Ägypten nimmer geschehe, das voll Weisen, Bitderschriftkundtgen und Helden war?/ Und dennoch^war eS so. Denn nach dem Tode des KönigSNektanebo, des letzten der eingebornm Könige erstand für dieses Reich kein einheimischer König mehr, und alle später« (Könige und Eroberer waren aus fremdem Volke. Zuerst fiel es unter die Herrschaft der Perser, daun der Maccdonier, später der Römer, dann der Sarazenen, später der Mameluken, endlich der Sultanen deS Orients, die es «och beherrschen; so hat sich die Proftzeihung Jechrflcl's länger, als zweitausend Jahre hindurch bewährt. Ich weiß deßbalb nicht, warum Kimchi und Abarbanel diesen Vers aus seiner natürlichen Erklärung reißen, und den Ausdruck: „eS wird ferner nicht sein," nur auf die 40 Jahre beschränken, deren Jecheskel früher (Kap. 29, VS. 11) erwähnt? Dort aber ist nur die Versicherung gegeben) daß Gott Ägypten mach 40 Jahren wieder sammeln werde, jedoch nichts erwähnt, von dem später« Herrscher, ob er einheimisch oder fremd sein werde. Hier aber ist ausdrücklich ohne Angabe der Zeit für immer ausgesprochen, daß von Ägypten ferner kein Fürst erstehen werde, und dieß ist natürlich auf ewig hin zu erklären. Und da wir nun das bestimmte Eintreffen der Prosezeiung vor MS sehen, warum sollten wir den geraden Ausspruch verdrehen wollen? — So siehst Du nun, daß diese drei große» Profezeiungen jede Einwendung gegen die Wahrheit der Prosezeiung beschwichtigen, Md daS volle Geständniß abnvthigen, daß das von den Profiten verkündigte GotteSwort ewig bestehe Md sich bis an das Ende der Tage erfülle. — Und nun lege Deine« Gegner diese Worte und noch von Deinen Gründen vor und sprich zu ihm: Du, der Du die Worte der Profiten verschmähest und HG ME diese Heiligen GockaS erhebest,. thue dieß und erprobe die Wahrheit Deiner Worte dadurch: Sammle Dir^ eine Menge gleicher Lästerer und Leugner, gib ihnen Schwert und Lanze, gürte Dich selbst, führe sie an, und ziehe dann aus gegen die Araber, die Abkömmlinge Jsmael's, bekriege sie, schlage sie, und mache sie Dir zinnsbar und unterthänig; oder wende Dich gegen Norden zum großen Euftatstrome, trockne dort die Sümpfe aus, bis Du die Spuren der alten Stadt Babylon entdeckt hast, vertreibe von dort die Schlangen und Ottern und daS. andere Gezüchte, und erbaue die Stadt wieder auf ihrem Schutt, errichte die Mauern, gründe Paläste; oder gehe in das Ägyptenland, wähle Dir Jemand aus dem Ägyptenland, salbe und setze ihn zum Könige ekrk; dann magst Du Dich keck' gegen den Himmel erheben und sagen, die Auserwählten Gottes haben gelogen, denn Du hast ihre Schande aufgedeckt und sie für ihre Lügen dem Spotte Preis gegeben. So lange Du aber dieß nicht vermagst, so enthalte "Dich, gegen die Heiligen Gottes zu sprechen, lege Dir Stillschweigen auf, daß nicht Gott Dich strafe und Du in Deiner Sünde dahinstirbst. — Josef Klein. Die Juden in Rom. Die Anzahl der Juden in Rom ist ungefähr 4000. Sie mögen zwar nie ganz in Rom au-gegangen seyn. Ihr jetziger.Hauptstamm scheint auS Spanien geflüchtet zu seyn, sie gleichen in Allem ihren Brüdern zu Livorno und Ankona. Ihre Physiognomie ist ägyptisch, mehr abgerundet als bei den deutschen Juden. Es sind einige Wohlhabende unter ihnen, die Mehrzahl ist arm, nährt sich «ft Flickarbeit und Handel, Md ist oft ehrlicher, immer billiger, al» der christliche Mitwerber. *) Der altt Druck hat sich ihren Ge« sichtszügen tief eingeprägt. Sie sind vom Pöbel ») Iw eine« Bericht« au» Rock, ick «Mstckck-ISSS. V»L0V. hei-t r«: Vie,«,«* «ch «eit redlich«», A«tj«r u»b ßchätzentiverther, al« die Christen, von den« st« stckgckest find.

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