Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- II (1836)
- Issue
- 25 (17.6.1836)
- Date
- 1836-06-17
- Page
- Spalte 197-198 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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107 Jahr zu erneuernder» besonderes» Patent-, erstatte vom Abg. Weplgnd. — Der Auöschußbericht erörtert zuerst kurz da- Geschkchtkkchr deS Gegenstandes und führt an, daß der Abg. Locheisen einen' bereit-' auf dem Landtage von 18"/„ don dem damaligen Abg. Hofgerichtsrath Schenk gestellten, und auf dem Landtage 1834 von zwei Abgeordneten wiederholten, aber stets unerledigt gebliebenen, gleichen Antrag »Nit asten Motiven jenes Abgeordneten erneuert habe, und glaube, wie durch Genehmigung drsstlben die völlige Emanzipation der Israeliten dss Großherzogthnms auf angemessene Weise werde vorbereitet und befördert werden. Der Ausschuß schließt feinen Bericht wie folgt: "Wir sind daher hinsichtlich beider Anträge der Ansicht, daß sie nur bedingungsweise der Kammer zur Willfahrung empfohlen werden sonnen, in der Weise nämlich, daß a) bei Bearbeitung des neuen Zivilgesetzbuches die Ausnahmsgesetze der Israeliten in allen drei Provinzen des Großherzogthnms einer Revision unterworfen, nnd in Ein zeitgemäßes, für alle drei Provinzen gemeinsames Gesetz verschmolzen, und daß d) mit diesig Gesetzvorlage eine zweite verbunden'werde, worin die Bedingungen der Qualifikation des Israeliten zum Staatsbürgerrechte und die Gründe der Erlöschung desselben bestimmt werden, zugleich aber der Grundsatz festgestcllt wird, daß die küuftige Erwerbung des Staatsbürgerrechtes den Israeliten auch von den bürgerlichen Ercepzionsgesetzen entbinden, und den christlichen Staatsbürgern in, allen Beziehungen gleichstellen solle. (London, 3. Juni.) Dir, pon dem Kip-uzm,'- nister undHrn. Daring eingebrwchte Bill aufiEmanzipation der Judeik beruht auf folgender Resolution: »Es ist angemessen ""alle bürgerlichen Unfähigkeiten, die gegenwärtig hinsichtlich Sr. Maj. Unterthanen, die sich zur jüdischen Religion bekennen, noch bestehen, zu beseitigen, mit denselben Ausnahmen, wix sie hinsichtlich Sr. Maj. llnterthäiten, die'sich zur katholi« fcheg^ Religion bekennen, fiatuirt worden sind." — t j In der UvterhausfltzuPg, am^SO. Mai, ^stellte der Kanzler de- SchaHes, Hr. Rice, den Antrag, das Haus möge sich in ein Cömits verwandeln, um über die Bill wegen Emanzipation her Huden zu be-. rathen. Sir R. IngliS widersetzte sich leidenschgst« lich, weil, dieß jeden RcligionSeid (tert) in Staatsangelegenheiten praktisch ausheben hieße. Mehrere Mitglieder^ erklärten sich für und .wider. Der Schatzkanzler selbst vertheidigte seksie Moiion mit großer Warme. Hr. Robinson'und ^'bri^ ^Lhompson^ sprachen sich kräftig gegen alle 'bürgerlichen Unfähigkeiten aus, mit denen' man Menschen wegen ihrer religiösen Meinungen behäfte. Hr. O'Con'ell äußerte, es sei eine Schmach für das Layd, daß man über eine solche Fragenux noch debatfire,/und die. Gegnir der Bill handelten eben so gehässig'ass unchristlich. (Lauter Beifall.) Das Haus schritt zur Abstimmung. 70 Stimmen waren für die Motion, 19 dagegen. Das Haus gestaltete sich sofort zum Comkte über die Bill, die dann um einige Klauseln gefördert wurde. — Bei mehren» Reden gegen die Motion entstand Mächten ' .. i. > .ü'* (Paris, 7. Juni.) Rossini begleitet Hrn. v. Rothschild auf. seiner Reise nach Frankfurt, um bei der Vermählung de- Hrn. Liovel v. Rothschild zugegen zu sein. , . .l -j- (Konstantinopel,' 18. Mai.) Die Beschneidung der zwei Prinzen Abdul - Meschid und Abdul- Aziz hatte am 10. in einem zu diesem Behuf'eigenaufgeführten Gebäude statt. Als ein bemerkenswerter Umstand vnrd hiebei envähnt, daß fämmtliche Schulkinder der vttk ünttr 'dem rürkffchen Gtrptrr vereinigten Nationen, narülkch der Griechen/ der katholischen und der schismatischen Armenier , un8 der Juden, im einförmigen Evstüme paarweise vorbeizogen, indem sie Gebitt fM Hie-'Erhaltung Sultans unv seinee Prinzeß äMngen.' ' '