Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- II (1836)
- Issue
- 25 (17.6.1836)
- Date
- 1836-06-17
- Page
- Spalte 199-200 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/4889117-4929679-4929869--394-4889442- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Beacht«i»g-«ert-e- Wort. * Herr Bezirks-Rabbiner Cohen auS Kaiserslautern schreibt: «Ist es au der Zeit und höchst wltnschenswerth, daß die Rabbknm des ganzen König» reichs in ihrem geistlichen Wirkest sich naher befreunden und enger zusammentreten; so ist eine solche Nähertretung und Befreundung für ihr Familienwohl ein lebhaft gefühltes Bedürfniß. Im Rheinkreise be« steht eine Pfarrwittzvenkasse, deren Statuten mir zwar nicht genau bekannt sind, aber so viel weiß ich, daß ein jeder Geistliche bei seiner Aufnahme eine bestimmte Summe, so wie alljährlich L — 8 fl. zu entrichten hat. Für die Wittwe eines Rabbiners und die unmündigen Kinder eines solchen ist bisher gar nicht gesorgt. Wenn auch der Rabbiner bei seiner Lebzeit sein frugales Auskommen hqt, so sind doch bei dem kärglich zUgemeffenen Gehalte und bei den geringen Emolumenten keine Aussichen, wenn er nicht vom Hanse aus oder durch eine reiche Helrath gut fondirt ist, — etwas zur Begründung des physischen Wohls seiner Familie zu entübrigen; wenn uuu bei einem solchen ein frühes Hinscheiden von seinen Angehörigen eintreten sollte, so sind Letztere in trauriger Lage. Diesem Übel könnte einiger Maßen vorgcbeugt und abgeholfen werden, wenn die fLmmtlichen Rabbinen des Königreichs unter Leitung der höchsten Stelle durch bestiinmt« Vorausbezahlungen und durch Jahresgelder eine Wittwenkaffe bildeten, aus welcher die hinterlassene Wittwe eines verlebten Rabbiners und dessen unerzogene Kinder alljährlich eine dem Fonde gemäße Tustentation erhalten würden. Vielleicht ließe sich dieser Punkt in Ihrem Füllhorn näher und ümstäfldlicher besprechen^" *) H-SeqgchetmBnkschlßo hierüben,.efM rin Shnindzüge zu «MM.. Gsajitt«»/'Wmurfs,,, ^»fld«a chistigL Aufnahme finden. .Tollt«, es nicht zweckmäßig und rathsam, seyn, daß »ine sojch« Anstalt Rabbinen und Lehrer zugleich umfaß«? ' ' D. R. ' Historisch, geographische Notiz. Die Armenier betrachten Nachktschewan, in der Provinz Armenien, welche die Russen)von den Persery erobert, als die älteste Stadt der Welt *) und die erste Wohnung des Menschengeschlechtes. Der Patriarch Noah und seine Kinder sollen sie nach der Sündflüth, als sie die Arche auf dem Berge Ararat, den sie Maffis nennen, verlassen hatten, gegründet und bewobnt haben. Eine Spur dieser Sage findet sich in dem jüdischen Geschichtschreiber Jose, phuS, welcher sagt, die Stelle, wo Noah nach seinem Ausgang auS der Arche sich niedergelassen, werde von den Einwohnern Apobaterion genannt, was, wie das armenische Wort Nachitschewan, einen Landungsplatz bedeutet.. Auch die Gründung einiger andern Städte, wie Eriwan, Marand, Aguri, versetzt die Landessage in die Zeit Noah'S. *) D. i. der jetzt uoch bestehenden Welt; denn die erste Stadt der Wrlt, di« uns die heil. Schrift nennt, ist di» von Kain erbaute und nach dem Namen seine« Sohne« genannt» H « noch. ll. B. Mos. 4, 17.) D- R. Anzeige. Für di« durch Brand verunglückten Lolldor. fer erhielt di» Redaktion ferner:' Bon Herrn Rabbiner Simon virspecker von Bai««» dorf . . . . 1 st. 4S kr. Don Privaten dvrtselbst . . . 7 »'IS » Au« her Gemrindekaffe alldort ... 11 » — Don de» Hsr«elite«i ,» Fvrth, kgt- Lindge- '' richttl.ErlUngea. durchs Dormendung de« > H. tzMew H. SttmaUN u»d,d«s H.' , . Dorstehpch «. L. Mez-tß, dvrtselbst S . 2S LA7 MichMW»« tzfif des FjM«n«,.,rM> «suchte ihr« «xstellm-gea b'-r. :ha« flächte Semester uugesäumt b«i Hey ksnigl. Postämtern machen zu «olll^. hafnst djf P^shuidungen h-ju^ llnterb^echun^ erleiden. U!-., - r. Redigirt von Rabbiner S. W. Rosenfeld. — Gedruckt in der Fr. Humannsschen Buchdruckerei.