Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- II (1836)
- Issue
- 20 (13.5.1836)
- Date
- 1836-05-13
- Page
- Spalte 157-158 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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1S7 ISS Jahr 1828 gemacht wurde. Aus diesen Gründe« solle die Regierung um Revision des Gesetzes, so weit die ' Verfassung sie zulasse, gebeten werden. Pfizer: Nachdem die früher gefürchteten Nachtheile nicht eingetreten, so hoffe er, daß die Kammer in der Gmanzipazion der Juden so weit gehen werde, als es nur immer die Verfassung erlaube. Menzel führt aus, daß die Übel, welche man der Emanzipazion entgegenstelle, eben die Folgen der Unterdrückung seien. Das zeige sich überall, wo die Juden emanzipirt worden seien, indem sich da jene Übel ganz verloren haben. In Frankreich haben sich die Juden im Gebiete der Kün- ' ste und Wissenschaften, kn Gewerben und im Kriegerstande seit einem Dierteljahrhundert ausgezeichnet, was kürzlich der Minister ohne Widerspruch behauptet habe. I«. Ländern, wo sie emanzipirt seien, zeigten sie sich auch nicht mehr schmutzig und als Karrikaturen für das Volk. Daß die Juden im Handel die Christen überragen, rühre daher, daß sie von jeher nur aus diessk Grwerbszweig beschränkt waren. Ucberhaupt spreche man da, wo die Juden emanzipirt worden, gar nicht mehr von ihnen. (Schluß folgt.) Verschiedenes. Der Missionärsoseph Wolfs, von dem in öffentlichen Blättern öfters Erwähnung geschiehet, der - vom Judenthume zum Katholizismus, und von diesem zum Protestantismus überging, und ein Mystiker und Schwärmer ohne gleichen ist, (als Knabe dem Redakteur dieses Blattes von Mkt. Ühlfeld aus bekannt, woselbst sein Vater die Stelle eines Vorsängers und Unterrabbiners bekleidete,, und ein ungemeiner Freund der Mystik und der (unverdauten) Kabbalah war,) erließ nach sein-r Ankunft in Hindostan im Jahre 1832 eine Proklamation an alle gelehrten Mohamedaner von Hindostan in seiner gewöhnlichen Weise, worin er sich als Gesandten GotteS und Propheten ankündigt«.-De» Radschah Ranschit Sing, der auf diese Proklamation gleichfalls ein Ausschreiben erließ, bemerkt darin ganz einfach: „Die Verkündigung des fremden Predigers scheine aus einiger Geistesverwirrung hervorgegaugen zu seyn.» » * * Die Didaskalia schreibt aus Frankfurt a. M. vom 8. März 1836: Dieser Tage ist dahier der „Bericht über den Bestand und das Wirken dehiesigen WohlthätigkeitsverelnS zur Holzvertheilung an israelitische-Armen im Lauft der Jahre 1834 und 1835, nebst Rechnungsablage vom 31. Dez.» im Druck erschienen. In beiden bemerkten Jahren wurden durch den Verein circa 364 Gilbert Buchenscheitholz an Bedürftige vertheilt, und der unangreifbare Fond des Vereins belief sich Ende 1835 auf 2413 fl. 36 kr. Literatur. »Anton Theodor Hartmann's neueste Schrift: »Grundsätze des orthodoren JudenthumS» mit Be- »ziehung auf die Frage: »Darf eine völlige Gleich- »stellung in staatsbürgerlichen Rechten fämmtlichen »Juden schon jetzt bewilligt werden?» in ihrem »wahren Lichte dargestellt von vr. Gotthold »Salomon, Prediger am neuen israelitischen Tem« »pel in Hamburg. Zweites und letzte- Send- »schreiben. Altona, bei I. Fr. Hammerich. 1835.« IV. 84 Seiten. — Herr vr. Salomon tritt nun zum zweiten und letzten Male gegen den Gift und Galle sprudelnden und nicht sowohl das Judenthum, als allen Verstand und alle Billigkeit verhöhnenden vr. Hartmann in Rostock auf, und wie früher schon, so widerlegt er auch jetzt mit den triftigsten Gründen, aber auch ohne alle Scheu den sich brüstenden, Gelehrsamkeit häuchelndcn, m den abgeschmacktesten Dünkel sich hüllenden Aon,eure des Herrn Professors. Wir enthalten unaller Vereinzelungen dieser Schuft, und gehen lieber sogleich daran, auS dem ersten Briefe (die Schrift umfaßt deren neun,) eine fthr schöne und treffende Anek« »