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Das Füllhorn · 1836-05-06 · 19 (6.5.1836) · p. Spalte 147-148

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Journal
Das Füllhorn
Volume
II (1836)
Issue
19 (6.5.1836)
Date
1836-05-06
Page
Spalte 147-148 (sequence 2)
Language
German
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14S 147 Schwere einer Pflicht auch der Pflicht entheben? Sollte et unS nicht Erfüllung unserer Pflicht um so theurer machen? Aber sehen wir den Beschwerden naher in's Auge, ob sie nicht vielleicht ganz und. gar schchinhfn im Geiste des JudenthumS. — Nehmen wir Ihr Letz, teS zuerst: Gewerbe! Sohn meiner Zeit! du könnest die Lehre nicht er, füllen, weil sie 1)7 deiner Zeit Stillstand deinem Gewerbe gebietet, auf dadu dadurch beurkundest, nur von Gott stamme dir «rast und Recht zur Aneignung seiner Welt, nur von ihm dir Segen, und dadurch dich rüstest und weihest, seinen Segen als heilige- GotteSeigenthum nur in Gotte- Sinne zu verwalten, daß also diese- 1)7 Geist und Weihe den übrigen 6)7 bringe; —- weil sie Noch 1)7 fordert, «icht zum Weiterspinnen deine- Lebens, sondern zum Hinblick auf deine Jsraelbestimmung, und zur geistigen Lösung derselben, und zur Prüfung deiner Erfüllung im Leben und zur Wicdererhebung dazu;-Sohn meiner Zeit! erröthest du nicht über solche Klage? Freilich, wenn dä nur za besitzen und zu'genießen geboren dich ächtest; wenn die'Größe oder Klemhrit deines Besitzes und Genüsse-dich Hroß macht oder-klein; --- wenn dir dies Alle- Ziel, nicht Mittel ist; — / freilich, wenn du in deinem Gewerbe mehr tbun zu können vermeinest, als blos dem Landmanne gleich, die Äaat streuen in Erde, auf daß GotteS Segenssonne und Regen sie groß ziehe; wenn freilich deine Kraft und die Macht Heiner Hand das Gebäude Heines .Glücks dkß zum Gipfel führt, nicht «Gott, du— und >du allein! und diesem, diesem Streben alles Uebrige; "»eiche« muß; freilich dann —! Aber, im Geiste des Judenthums! wenn du ihn tzm» begreifst, den Sabbath, wenn du upr sichest, wie dir mit ihm Grundlage deines ganzen Berufs und zugleich'schönste, geistigste Erfüllung defselbm dasteht: Zeuge zu sepn, daß ei« Gott ist, und nur Gin Gott ist, u. der Mensch nur zu Seinem Dienste berufen! u. g^enüber das ganze Wahnsinnig-gräßliche des Gedankens ganz durchdenkest: »Erwerbehalber den Sabbath zu entweihen!» »um mich zu ernähren, um den Segen »meine- Hauses zu vergrößern, und um mir die Mittel »zu verschaffen, meine Pflichten gegen Gott zu erfül, »len, spreche ich es auS, daß es keinen Gott gebe, »Dessen sey die Welt uüd was sie füllt; spreche ich es »aus, daß nicht von Ihm stammt alles Leben und »aller Segen zum Leben; spreche ich eS auS, daß »Besitz und Genuß mein Beruf und nur Erfüllung »m ei nes Willens mir Ziel; — um mich körperlich »zu nähren, — werde ich Leugner an Gott und Men- »schenberuf!» wie du das, und nichts weniger aldaS aussprichst in jeder Höhnung des Sahbaths um Erwerbes willen; — wird nicht diese einzige Betrach, tung dir senken die Hand, die du in Erwerbsstreben am Sabbath gehoben? — Ja, wenn du nur einmal im Sabbathgeiste dein Leben bettachtet,—wenn du dich auch nur einmal also unter Gottes Auge begreifest, wie der Sabbath dich lehret, — wenn du auch nur einmal dich gottbelebtes Wesen, in durchunddurch g o «erfüllter Welt, mit durchunddurch von Gott geleitetem Leben fühltest, fühltest dich Kind und Diener des Alleinen; fühltest dein ganze- Seyn und Leben hangend am Munde dealleine» Vaters und Herrn, jeden Athemzu'g Seine Speeche, jede Kraft Seine Gabe, jedes, Zug in Heine« öebe« Seine Fügung — und du dich da begriffest mit deinem großen und kleinen Segen — GotteSdiener! und dein ganzes Leben Erfüllung, solches, Just; — «Erst dudgEch begreifen deine jetzige Klage? Du würdest sehm, daß auch dein Besitzesstreben nur Eine Pflicht ist, wie alle deine übrigen; wirst auch seinni Werth nicht nach Umfang des Errungenen messen, sondern nach Beachtung göttlichen Willens jm Erringen — und dann nach Beachtung göttlichen. Willens im Verwalten und Anwenden! sehen, wie, wenn sechs Tage dir die äußern Mittel für deinen Beruf bringen sollen, der siebente Lag hir die inneren, Geist und Weihe, spenden soll, daß jene- Erringen und jenes Anwenden auch in göttlichem Sinne geschehe; sehen würdest du, daß, wie ja Gott allein es ist, der dir spendet Kraft zu« Erringe« und Sege» im Erringen, Er ja auch reich genug ist, iu sechs

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