Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- II (1836)
- Issue
- 19 (6.5.1836)
- Date
- 1836-05-06
- Page
- Spalte 145-146 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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D a s F ü l l tz - r «. Gin Leitblatt» zunächst für und über Israeliten. Asro. 19. Bamberg, Freitag tt. Mai 1838. Herr, dein« Werk« ergötzen mich» Fröhlich fing' ich dein« Thaten. Psalm. Frühlingsweihe. Jetzt muß ich alle Lage und alle Stunden fingen, vchß mir die Frühlin-slieder frisch au« der Seel« klingen; Hinau« in Raum de« Lichte«, «o Alle« froh gedeihet. Da seyen fie gesungen und meinem Gott gemrihet. Venn firh, di« Vögel all«, die Blumen all' «rgießen Hinauf an'« Licht den «klang, den Duft, den wundersüßen, Au« Traum und lichtem Staub erwecken fich die Wesen, Auf einmal fühlen fie -um Leben fich genesen. Die Sprach», di« fie haben, und da« Gefühl der Sonn«, Darau« besteht ihr Daseyn und ihre ganze Wonne, Da« ist ihr ganze« Freuen, ihr Singen und ihr Lieben, Sir find vom Hauch'der Gottheit zum L«ben «ufgetrieben. Ich bin di« Seele» di« nicht blv« vom Licht durchdrungen. Auch ««, da« Licht durchdringend, da« Dasepn Hab' errungen, v'rum feir' ich meinen Sott, Natur und alle« Schön» Nicht blo« im frei«, Schwung der inner« Jubeltöne. Ich fei'r« fie mit Glocken, di« weiter können dringen, Al« ich mit meinem schwachen und ungeübten Singen, Und fieh, so eben kauten fie, wie im Liebegstürme» Hinauf zum Daterdo« mit seinen Wolkenthürmea. Ich fei'r« dich, mein Lenz, auf fromme Pil,erweise. Ich zieh', von dir erfüllt, fort auf die Leben«reis«, Ich wandr' in deinem Garten in stillem Hochentzücken, Und fühl«, wa« «« heißt, da« Her» an dir beglücken. Ich denke dann an all' da« wundervolle Leben. Wovon «n« di« Seschicht' und Ahnung «kund« -eben. An den Zusammenhang d«« Guten und d«« Bösen, An deine Gnade, Gott! d«in einstige« Erlösen! Und o, «a« thu' ich dann, wie feir' ich dann dich »ieder. Wenn ich verloren bin in meine eigne Lieder? — Ich thu' auf meine Harf mich bebend niederneigra. Und dir zum höchsten Prri«, o Vater — betend schweigen. I. Rosenfeld. Der Sabbath. *) Aber die Schwierigkeit der Erfüllung dieser Lehre in unserer Zeit, Beschränkung auf Reisen, im Verkehr mit Nichtj'uden, im Gewerbe? — Geben wir einmal vorläufig Allezu, was die Söhne der Zeit von Schwierigkeiten und Beschwerden klagen; — de- Lebens Ernst ernst genommen, Judenthum als den Auftrag begriffen, den wir durchzutragen habe« durch Zeitengang und Fahrniß, Judenthum als Lebensregel - der Pflicht begriffen; — kann die Schwierigkeit, da- *) Au« dem Werk«: »Iggeroth Jason, Neunzehn «rieft über Zud«nthum ls.Füllhorn Nro. 8 l. Z). Sin« sehr in-'^ tereffant« und ganz vorzüglich empf«hlua-«würdi-e Schrift, - au« der wir noch Einige« mittheilen «erden. Der Herr Verfasser möge mit seinen in der Vorrede und dem 19. «riefe angedeuteten „Versuchen über Israel und sein«'» Pflichten" recht bald hervortreten; wir glauben, daß sie ' * rin recht zahlreiche« und dankbare« Lesrpublikum finden »erden. Da« »olle er aber un« verzeih««, wenn »ir von seiner Wesse, die hebräischen Worte deutsch zu schreibe«, abweicheu; e« klingt und scheint jene Weife gar zu hart, u.»ohl auch ,« ungefällig, so wie dieß auch ,««rh«il vvn feinen U«-ersrtzuag«n der Libelstellea gesagt werden kan». D. Red. ..