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Das Füllhorn · 1836-02-12 · 7 (12.2.1836) · p. Spalte 53-54

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Journal
Das Füllhorn
Volume
II (1836)
Issue
7 (12.2.1836)
Date
1836-02-12
Page
Spalte 53-54 (sequence 3)
Language
German
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sr 54 <I) Pflichten gegen Feinde, r) Pflichten gegen böse und lasterhafte Menschen, ,) Pflichten gegen Verstorbene. 3) Pflichten gegen vernunstlose Thiere und gegen die ganze leblose Natur. 4) Die Lehre von den heiligen Gebräuchen und den Mitteln zur Gottseligkeit, als: s) Die Beschneidung, t>) das Auslösen der Erstgebornen, c) da- Schmalcsen, ä) das Gebet sammt Dank und Scgensformeln, e) das Tischgebet, s) die Messussa, 8) die Zizith, I») die Thephilin, i) die Fest, Feier- und Fasttage, I>) das Thoralcrnen und die Anschaffung einer Thora, l) der Segen der Cohanim, m) die verbotenm Speisen, n) das Schatnes, o) die Kilajim, - p) das Nichtrasiren der Bartecken, g) das Verbot der Einschnitte im Körper, r) Verbot des Ansichtragens der Kleider des anderen. Geschlechtes, ») von den verbotenen. Ehen rc. rc. 5) Die Lehre von den Tugendmitteln, als : s) Die Sclbstkenntniß und Selbstprüfung, b) die weise Benützung der Zeit, der Stille u. Einsamkeit, e) der Umgang mit der Natur, 6) der Umgang mit weisen und frommen Männern, e) das Andenken an Gott durch den Umgang mit «hm im Gebete und durch das Lesen der hl. Schrift, 5) der Hinblick ans das ewige Leben, g) das Gelübde, b) die Theilnahme an den öffentl. Gottesverehrungcn. 6) Das Nöthige über Sünde und Buße. 7) Die Lehre von der Gnade Gottes, und als Schlußlehre die Lehre von dem Ve» haltniß des israelitischen Volkes zu Gott, was die Bestimmung des Israeliten ist, und wie jeder Jsraelite seine Bestimmung erreichen kann. Die biblische Geschichte wird gelehrt von Josua an bis zum Schluffe; dann die weitere Geschichte bis nach - der Zerstörung des zweiten Tempels; auch muß de» Schülern die Kenntniß des jüdischen Kalenders beigebracht werde»«, in so weit dieselbe auf Religion Bezug hat. Durch Stellen und Geschichten der hl. Schrift, zum Theil auch aus dem Talmud muß alles belegt werden. lSchluß folgt.) Literatur. -»Sechs Predigten, gehalten in der Synagoge zu Hohenems, vom dortigen Rabbiner Abraham Kohn. (Motto Jes. 2. 5.) Prag, 1834, bei M. I. Landau. VI. 80 Seiten.« Erfreulich ist es, in neuerer und neuester Zeit immer mehr die Bestrebungen der Rabbinen von allen Sei, ten zu erkennen, um das Wort GotteS ihren Seelenpfleglingen in verständlich deutscher Sprache vorzutragen, und eben so lobenswerth ist der Eifer der Israeliten, durch Anhöning von Predigten sich belehren zu lassen. Es gereicht den ersteren zum Verdienste, diese ihre gehaltenen Vorträge auch den Entfernteren nützlich angedcihcn zu lassen, indem sie bald in größeren, bald in kleineren Sammlungen dieselben durch den Druck veröffentlichen und nicht nur dem zum künftigen Prediger oder Rabbiner sich Heranbildenden Muster und Vorbilder darbieten, sondern auch dem großen bisher noch stark gefühlten Bedürfnisse unter uns entgegenkommen, durch Erbauungsbüchcr und mit frommen Geiste abgefaßte, der Volkbildung durch Sprache und Inhal, anpassende Predigten unseren jünger», mit dem ält-t» Geiste, wie er noch vor 20—30 Jahren vorwatete, minder vertrauten, hingegen der zeitgemäßrn Kultur näher stehenden Familienvätern und Mütternso wie Jünglingen und Jungfrauen, willkommene Äelegenheit darzubieten, um ihre bisher so häufigen leeren Stunden an den gebotenen Ruhe- und Festtage.-« schicklich auszufüllen, und so manches gute Korn in's Herz zu senken; Lob verdient aber auch der Eifer der Israeliten, die immer begieriger werden, gute Predigten zu hören rmh zu lesen. Mit Freude bemerkt man, wie auf die Nach, richt, daß gepredigt werde, eine größere Menge der Synagoge zustr-mt, und ist auch die Ursache zum Theil noch eine -«wisse, gerade nicht zu tadelnde Neugierde, so wird -och nach und nach, wie wir hoffen, es dahin 1 l

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