Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- II (1836)
- Issue
- 7 (12.2.1836)
- Date
- 1836-02-12
- Page
- Spalte 51-52 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Du wirst da« Opfer der Sühnen ' Val durch de« Gesetze« Hand vem bösen Geist in di» Wüst« Der sündi-en Völker gesandt. Di« Blätter der Geschichte, Sie sind von Blut besteckt, Dom Blute deiner Kinder, Die der Dahn hat hingestreckt. Doch ob ihm auch in Strömen Floß deiner Kinder Blut, Da« Dasein dir ,u rauben, Gelang nicht seiner Wuth. Du schrittest durch Flamengluthen An Gotte« starker Hand; Du »vgst durch Meeretstuthe«, Den Blick auf ihn gewandt. Der Glaube war drin Kompaß» Sott war dein Stern am Pol, Die Hoffnung war sein Anker, Wenn dir Ger ging hoch und hohl. Vertäu' der Kraft, die mächtig Ob deinem Haupt gewacht! Sie wird vom Thron einst stürrrp Den finstern Sohn der Nacht! Denn brach die Macht, die sein war. Auch längst der Seist der Zeit; Al« Schattenkönig sitzt er Auf seinem Thron noch heut'. Sin Tag wird aber kommen., Sin Tag, so bell und klar. Da stürrt rerbrvckrlt Mammen De« Wahne- Götzenaltar. Da fällt vom Haupt ihm di« Krone, Sr sinkt vom Thron herab; Der Sohn der Nacht, er sinket, Zn den Schoo« der Mutter hinab. Dann sitzen auf den» Throne Die Wahrheit und da« Recht; Die freundliche» Kinder de« tzichte«. Und beherrschen da« Menschengeschlecht. Und an de« Throne« Stufen > Erhebt sich wunderbar Der hehren Menschenliebe Hochragender Altar. Getrennt« Glauben-schaaren Steh n an de« Altar- Fuß, Versöhnt sich über ihm reichend Di« Hand mit de« Frieden« Gruß. — Da« ist da« Lied, da« brausend. Wie heulender Orkan, Hrrtönet durch di« Zeiten: Da« Lied von dem König Wahn. S. Striahard. Nach welcher Art und Weise kann der mosaische Religionsr und der hebräische Sprach-Unterr richt ertheilt werden? ^Fortsetzung.) III. Klasse. 1) Die Lehre von den Pflichten gegen unfern Nächsten, als: n) Die Liebe und wie diese beschaffen seyn müsse; d) Entwicklung des Begriffes Nächster; c) Welche die wichtigsten Pflichten sind, die auS dem Gebote Nächstenliebe hervorgehen, nämlich die gegen seinen Körper, die gegen seine Seele, die gegen'sein Vermögen und sein Eigenthum , sammt den poch damit verbundenen Pflichten der Billigkeit, der Verträglichkeit , der Gefälligkeit, der Höflichkeit, der Friedfertigkeit, der Sanftmuth und Versöhnlichkeit. 2) Die wichtigsten besonderen StandeSpflichten alS: s) Pflichten der Eheleute gegeneinander, b) der Acltern und Kinder gegeneinander, c) der Geschwister gegeneinander,. 6) Lehrer und Schüler gegeneinander, 0) Pflichten der Herrschaft und Dienstboten, Meister, Gesellen und Lehrjungen gegeneinander, k) Pflichten gegen Taglöhner > g) Pflichten gegen das Vaterland, gegen den Reaenten, gegen die Obrigkeit, geistliche und weltliche, und gegen die Landesgesetze, b) Pflichten gegen Alte und Gelehrte, i) Pflichten gegen Arme, l.) Pflichten gegen Wittwen und Waisen, l) Pflichten gegen Kranke, Betrübte und Trauernde, n») Pflichten gegen Blinde und Taube, oder sonst verstümmelte Menscheck, n) Pflichten gegen Fremde und Reifende, 0) Pflichten gegm Wohlthäter, x) Pflichten der Nachbarn gegeneinander,