Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 50 (10.12.1835)
- Date
- 1835-12-10
- Page
- Spalte 417-418 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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nch: Ihre Avgen sind verklebt, sehen gen, vettveslkchen Körpett als die seines thiettnlcht; ihrHerzistverschlossechbegreisr schenLtbeniS. ' ' R — d. nicht. (Jes. 44. IS.) Der Mensch ist geneigt, _ seine Fehler, seine sündhaften NrigMgen, Begierden und Handlungen nicht nur zu rechtfettigen; sondern oft sogar für Tugenden-au-jugebea. Sie sprechen vom Bösen, eS fei gut, und vom Guten, esei böse; et verwandelt gerne Fjnsternißin Licht, und Licht inFinster« sterniß; nennet da- Bittere süß, und da- Süße bitter. (Ies. 8, so.) Man ist aufescher Liebe für sich sein eigener Feind, und merkt nicht auf die Stimme degutmeinenden warnenden Freunde-, dem nicht Dünkel die Augen blendet, der die Gefahr merkt, in welcher wir schweben, und undaraus ru retten, wünscht.. Man ist sogar im Staude, ihm böSmeinende Absichten unterzuschieben^und chndeßhalb zu Haffen: Sie hassen denjenigen, der öffentlich zürechkweißt und verabscheu» den, der aufrichtig spricht. (AmoS S, 10.) Zweiten-: fühlen wir unauch von der Zurechtweisung einesolchen Seelenarrtebettoffen, so haben wir doch^oft tu seinen Rachschlägen kein Zutrauen, mal wir wissen, oder vermuthrn, daß etnselbft Herrschende Vorurtheile in Berug auf Juden.. —^ (EUdv Rr». io dieser Blätter.) Bei Leichenbegängnissen der Israeliten ist eüblich, daß die Trägerder Bahre öfter-wechseln, und durch andere abgelöset werden. Dieß geschiehet de-halb, weil Jeder sich bestrebt, dem Verblichene« noch eine Ehre und einen Dienst »u erwek. sen, und weil man eS für etwasehr Verdienstlichehält, (waeauch iw der That ist) mit der Bestattung der Todten sich ru verfassen. Ein rühmlich auSgereichneterSchtifrsteller, dessen Namen wir au- Achtung nicht nennen wollen, sagt hingegen in einer im Jahre 1824 erschienene» Schrift: „Nichtru erwähnen, daß ste (dle Ju^ den) weder ein anständige- Fortbringen der Leiche mittels Wagen, oder mittels der Tragbahre-- bestellen, so beweisen sie vielmehr die auffallenste Scheue vor der lezten Ehre, Träger -der Leiche ju sein; denn eS müssen immer einige gleichsam gezwungen wer» auSeelenübeln leidet, von denen er sich nichtzu heiden, diesen Dienst zu erweisen, und diese leisten lenvermag. Er will den Splitter uns aus ihn nur bis auf eine gewisse Distanz, und rendiem Auge nehmen, er selbst aber hat einen dann, als wenn sie das abscheulichste Werk n-en Balken vor den Augem (Thalmvt.) haben vrrrichten müssen, davon, ehe noch die Ab-r Fragen wir aber denn auch den >Arzt, der unlösenden, apch des Widerwillenwegen, ringe-' von einem Körperübel zu heilen gedentt, ober troffen sind."—Eben so herrsch^ die Gewohnheit gesund sei? Drittens r Halten wir uns selbst für daß die nächsten Anverwandten des Verlebten wäh-. weise genug, uns zu helfen und zu rachen; wir rend seiner Beerdigung Almosell an Arme ausräumen nicht gerne Jemanden eine Uiberlegenheit an Einsichten über unsere, innern Angelegenheiten ein »zuud .erkennen.wir auch, die LichttgLtt seiner Bemerkungen, so werden wir vom unmäßigen Stolz abgehalten,'- i zugestehen, oder unsetN^Dätlk-vnd Handelsweist hienach zu ändern. Sö achtet 'her Minf,^. dir . Befahr, ist welstme' Seele, sem" höherer — theiltn. Hiezu gibt auch jrdet Anwesende eine kleine Spende, die. er in, eise,zu diesem Zwecke , zirluttrende Büchse wirft, ^«a-rdivsem'-i sicher; nicht tadelnswerthem Gebrauche nehmen nun einige übelunterrichgrte,! oder. übpfipMlche Schriftsteller Veranlassung zu sagen: Juden geben ihren Tvdttn Geld mir in Sarg. — So.'wie. wir diese Aufbürdungen als Mißverstandniffe von' chek^ seine Seele, sein' höherer — ihm zum Menschen 'mächendetsstr" Migkeit. bestimmter 'uns weisen kyüffcn, sö währ H es leider,, wäss' Ge si schwebev weniger, Äls dke^seinöS 'hinfääv-dcr 6bermähnte Schriftsteller m 'Äezug ^auf'^Ie