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Das Füllhorn · 1835-12-10 · 50 (10.12.1835) · p. Spalte 419-420

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
50 (10.12.1835)
Date
1835-12-10
Page
Spalte 419-420 (sequence 4)
Language
German
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Begleitung derkeicheu sagt: .,Dabei ist aber nicht nur an eine anständige Kleidung ju denken, sondern vielmehr der schmutzigste Anzug wird von den Trägern (und den Begleitern) angelegt, noch weniger ist an e«ne feierlich« und erbauliche Begleitung der Kirchengemeinde -u denken, sondern AlleläuftinHaüfenverwirrtund eilig mit rc." Der Verfasser fährt dann fort: Hier ist nun eineder Haupthindernisse der Bildung, auf dessen Beseitigung die Regierung ein vorzügliche- Augenmerk zu richten hat, indem sie auf dem Juden eine feierliche Beerdigung ihrer Toden »um Gesetz vorschreibt." — Die K. Re« . gierung de- Obermainkreisehat bereitnacheinoezogenem Gutachten von Seite der Rabbinen geeignete Verfügungen—auf die wir etwa späterhin zurückkommen werden — de-halb erlassen, die auch in diesem Kreise hie und da zur Ausführung gebracht wurden, je nachdem die Umstände sie möglich machte, und der Sinn der Mehrheit sich hiefür empfänglich zeigte. Juden in Lairo. Da- Judenquartier, Hart el Jhud, ist sehr groß und volkreich; die Häuser haben drei Stockwerke; keinen Kaufladen. Heer, in der Straße Derob Eddurah wohnt der Lhacham oder Obrrrabbiner. Mitten unter der angehauften jüdischen BevölkerungstehteineMoschee. Da»Quartier enthält zehn Synagogen, die sämmtlich in sehr engen und dunkeln Gaffen liegen; auswendig sind die Pforten nicht vor denen der andern Häuser verschieden, inwendig ziemlich schön und mit Marmorsäulen geschmückt. Die Juden Lairotheilen sich m Talmudisten und Laraiten. Die Juden besorgen in Lairo da- Zollwesen, ihre Anzahl beläuft sich auf 8000. ES herrscht in Laika große Toleranz, und man macht sich über diesen Punkt in Europa irrige Vorstellungen. _— (Au-I.) Historische Schul« Notiz. Am »0. Dez. 1784 erschien eine Verordnung de- Herrn Fürstbischofvon Fulda, nach welcher die jüdischen Lehrer angewiesen wurden, ihre Schüler in dem Talmud, in der Bibel, in beiden, nach jüdischem Gebrauch«; in der Religion-lrhre, wor, unter auch die allgemeinen-Gebote zu verstehen ind, im deutsch- und hebräisch lesen, deutsch und »ebrässch schon und recht schreiben, in der drutchen und hebräischen Forschung und Fügung, ,n der Rechenkunst, in der Erdbeschreibung, im .Buchfubreu, Conti zu verfertigen, Bescheimgun, gen au-zustellen, und im Briefschreiben zu unterrichten. In allen diesen Stücken, heißt eweiter, sollen phne Unterschied Knaben und Mädchen unterrichtet werden. Dem jüdischen Gebrauche wird jedoch hierin so weit nachgegeben, daß die Mädchen nicht zur Erlernung de- Talmud- und der Bibel angehalten werden sollen. (Journal v. u.. f. Deutschs. 70 Stück.) SS dürfte diese« vielleicht die erste Schulverordnung in Beziehung auf J-raeliten in Deutschland sei. Der humane, fromme Sinn derselben ist unverkennbar, und verdient die Achtung aller Zeiten. Anzeige. Eist nun ein Jahr verflossen, seitdem diese Zeitschrift: „Das Füllhorn," begonnen hat und egereicht uns zum wahren Vergnügen/ dem verehrlichen Herrn Abonnenten die Versicherung geben zu können, daß sich diese- Jnstitut einer regen Theilnahme sowohl an Gelehrten und gediegenen Mitarbeitem al« auch an Abnehmertp zu erfreuen hat, und wir daher in den Stand gesezt sind, da- Füllhorn auch im Jahre 188« unter den nemlichen Bedingungen erfcheinen zu lassen; nur bitten wir die verehrlichen Herm Abnehmer, Ihre Bestellungen recht bald bei den königl. Postämtern zu machen, um unmit der Auflage darnach richten zu können. Dinkel-bühl, im Dezember 1888. Die Fr. Walt husche Verlagsbuchhandlung. Anekdote. R. ist ein «ohlthätiger, aastfreier Mann, sägte Jemand. Ja wohl gastfrei, sagte em J-- raellte; Er läßt keinen Menschen tu- Han«. Rebigkt von Rabbiner S. W. Roseufelb. — verlegt vo« Fr. walthr in Iviak.el-blhl. ,

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