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Das Füllhorn · 1835-12-03 · 49 (3.12.1835) · p. Spalte 409-410

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
49 (3.12.1835)
Date
1835-12-03
Page
Spalte 409-410 (sequence 3)
Language
German
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, t Blick uqd tzinn dazu,, den ,reinen AyldgsitNiärk'unter de- HaichMn -eslVichA fchlacke, jUsirkenntN unh a«-zusch<iden., So Uten daher seine Lehrbilder, selbstständig für sich,'in Lvurs kommen, so mußte man chrea Gehalt, von ihrem'vorigen Zusätze getrennt, ganz einschmrlzen, «ad nebschetMer^oft Heeldrutigeu Moral «in einfacheres und schärfere-Gepräge Äifdrücken." Die Borerinnerung ^schließt mit folgenden 'Motten - „Vormals also von chrisilicheu Unchristen bloß als Samen des Unfrieden- und der Unduldsamkeit an--estreut> fachest diese rabbinischen Frömmyngs. nun Christen,und Juden zu. erbauen,^und beide alheische GlaubeNSbrüdevtU inniger Gotz tesverehrung tzu vereinigen." — Hier eine Piöbr jener Legenden: . Lohn dqr Wohlthätigkekt. './Mer sich' de- Armesi erbarmet, ver leihet dem Herrn; innrer wird Ir-- ihm mir Lohn.vergelten." (Spki Sälom7 K/ 1»,' " Au Naim in Galiläa lebte eist Mgnn, dir Zeit seine- Gebens ei» Bösrwicht war, aler krank wurde- und dem^vdei nahv war, wollte er keiiie'Speise Mehr »st stch nehmen. Ha fragtest ihn seist«! Häu-g^oM: Warum,-er nichtspeisen «olle?.Er aber! asttwottete,'und sprach zu ihnen: Bringt mir 'ein'grkochtesEy! und sie brachten Ä i hm, und alser7es speisen zvollte, siehe! da klopfte ein Ärmer an seine Thüre, und bat um ein Almosen. Da sagte der Kranke zu seinen Freunden; Gebet ihm die- Ey! und sie gaben es chm. ES war das erste Almosen, waer in seinem Leben gab. Nach dreien Tagen aber starb der Kranke, und seine Kinder begruben ihn. Bald üachher erschien er seinem.ältesten Sohne, und der-Sohn, fragte ihn: Wie istnun mit dir, Dqltk! in jener Welt, wo du htngingst? Da antwortete der Vater, und sprach: „Gib fleißig Almosen, mein Sohn! so wirst du das ewige Leben erlangen; denn ob ich gleich mein ganzes Leben kein Almosen gab: so hat doch jene- Ey, waich noch vor meinem Tode dem Dürftigen rezchle, alle meine Sünden überwogeu, und mH. dts' Gnade Gottes erwirkt, im Paradies zu sein." Also tilget, wich da- Wasser ein brenstinkl Feuer löschet, das Almosen die Sünde. (Sirach 4, S8.) Tin wichtiges Wort. Christoph Voll sagt in seinem Werke „von dem Armeurechte der Juden," (Weilar 1787) in Bezug auf die Zulassung de- Armeneides: Wenn ich die Moralität eines Menschen untersuchen will; so muß Ich zurück auf ihre Urquelle, d. i. Erziehung. Nur diese gibt dem Menschen die Richtung seiner Denk, und Handlungsart — ihre Erzeuger sind Religion und Philosophie. Eine ohne der Andern ist ein bloßer glänzender Name. Die jüdische Religion hat offenbar da- Gepräge einer göttlichen Abfpnst.!--- Sie ist die. alte Religion^ Sei sie auch Hgeändert — oder durch Aberglaube» (?) verunstaltet; ihr Glanz ist.göttlich.^:er ist ewig, und durch die dichtesten Wolken durchdringlich — sich in der Wesenheit immer gleich- Wer kann nun diese Religion so sehr ävdem Gesichtspunkte verlieren, daß er die durch dieselbe geleiMr Erziehung ustd Moralität zu vekkrnnen sich getrquet?— Der Pötzet denkt freilich nicht so, wie der aufgeklärte Theil de- Volke-. Welchen Menschenbeöbachter können aber die unzähligen Gtufen zwischen dem Gerechten — und Gottlosen, zwischen dem Ausgebildeten I— und dem rohen Menschen unsichtbar sein? — Da- Mehr oder Weniger ist Stufenmesser — mehr oder weniger Glauben ist noch weit entfernt von keinem Glauben. Bei diesem leztern Punkte stehen die Gesetze, wenn sie dem Christen oder Juden den Eid versagen; und folglich ist nur hiet der Standort für den Richter. >. >' - Literatur. Das zweite Heft der wissenschaftlicheu Z.'eltschrift für jüdische Theologie liegt vor uns. Dasselbe enthält,: l) Der Mangel an

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