Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 46 (12.11.1835)
- Date
- 1835-11-12
- Page
- Spalte 383-384 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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geschnittenes ^»ttoh. In seine« Zelte bereitet seine eigene Frau den Kaffee, knetet den Teich und kocht da- Fleisch. Seine Töchter oder Muh, men waschen das Leinen, und gehen mit dem Kruge auf dem Kopfe, und dem Schleier vor dem Gesichte jur Quelle, um Wasser ju schöpfen. Ganj noch so wie tu den Zeiten Abra, -am-. Sie suchen jeden Todtschlag durch das Blut des Mörderju rächen. Sie nennen diese Wiedervergeltung, die dem nächsten Anverwandten de- Ermordeten jukömmt, Tar. *) Uebtder nächste Anverwandte die Wiedervergrltung nicht au-, so wird er auf immer verachtet. — Da- Recht der Asyle ist unter ihnen eingeführt. Sobald eia Fremder, ja selbst ein Feind da- Zelt de- Beduinen betteten hat, so wird seine Person für -eilig und unverletzlich gehalten. -) E-wäre Feigheit und eine ewige Schande, selbst eine gerechte Rache auf Kosten der Gastfreundschaft tu befriedigen. Hat der Beduine sich baju verstanden, mit seinem Gaste Brod und Sal» zu essen, so wird er ihn alleum der Welt willen nicht verrathen. —) Für Salj und Brod haben sie große Achtung. Beim Salt pflegen sie etwatu betheuern oder tu verneinen. ——) Während de- Essenspricht man keine Gilbe. *****) Sie haben eine große Ehrerbietung gegen den Bart, und scherren ihn nie ab, sondern lassen ihn von Jugend auf wachsen. Ihn abzuscheerrn halten sie für ein Zeichen der größten Schande. Den *) Zu Mofi« Zetten wog diese Gewetznheit auch bet de« Zsreelite» üblich -«wesen sein, da sein Gesetz Vorbei»« -..... —Mss. « Rand ihrer Augenlieder schwärzen'sie mit einem schwarten Pulver vonBleierr,daß sie Kochel nen, aen, und tiehen eine Linie von gleicher Farbe nach dem Augenwinkel, damit dieMgen größer scheinen sollen. —***) Viele Weiber durchbohren die Nasenlöcher, und hängen einen großen Ring von Gold, Silber, Zinn, Blei oder Kupfer daran, nachdem eihre DermögenSumstände erlauben. Will ein Beduine heirathen, so läßt er den Vater de- Mädchen-, daer tur Frau haben will, durch einen seiner Anverwandte bitten, sie ihm t»r Frau -u geben. Nun kommt man darüber überein, wie viele Kameele, Schafe oder Pferde der Schwiegersohn dem Schwiegervater für seine Tochter geben will. *—***) Die Töchter machen oft den vornehmsten Reichthum einer Familie auS. Norda »r<r i 7a. Ein vor 10 Jahren nach England gewanderter israelitischer Schneidergefelle <lu- Bayern, der gegenwärtig in New-Jork sich niederließ. schrieb von da unterm 18. August 1838, an seine Verwandte, in Bamberg unter Andern: Wie ich in England gelebt und wie ich mich befunden, wird ihnen wahrscheinlich durch meinen lejten Brief von England auS bekannt sein. Vor s Jahren nun zog mich ebenfallswie so manchen andern jungtn Menschen, mein Tlückster» nach Westen hin, und lch reiSte mit noch einem 3"««'-» Ukixy zweien,«».-»,.... Freunde von London nach New - Jork. Hier xZE, «-dL- ...M' il. ». -L „Mich d« IMS.» Md . - « ... angelangt, kam ich in «ine Handlung, wo ich 5 Monate blieb und mir eia« schöne Summe Geld >) Me erinnert sich hier nicht der Geschichte Lot «k (1.». Mos. lg.) Auch bet de» Drusen findet sich dies« Gewohnheit. —) Satz dirrste nach de» «osaischeu Gesetze beim Opfer nicht fetzten: «u wurde „eia Bindnifi Gotte«" Genannt, sr. D. Mose 2, 13) und sollte wahrscheinlich al« Leiche« der Defiludiakeit und «wi-en D»»«r ve«-fittlichru Bunde« betrachtet werbe«. S» «»»den auch an ander» Steilen h«r heiti-e« Schrift die Beßfiadt-kett und ' Dauer der vfindnifie «tt de« Av«dru» „Salitzilndn i fi" bezeichnet, ff. v. Mos. 18, IS. L, Crau. IL, S ) —*5*1 Dergl. Talmud. Lhanllh. Dl. S G. r. , —) Au« «nebrera Stellen im Lalnaud erhellet, dafi da< Ao-enfchmlnke« a»»ch bei den Jsraeiktea äbllch war. Die Sch»l»kefetbfi hieß Kachel,.wie hier. (Sabbach 78.94 r KettzMch 17 u. a. m. O ——**) «er,l. i. D. Mos. 34, 12; 2. V. Mas. 22.' 15. 16. u . e. St. Aomerkun-en D. Sled.