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Das Füllhorn · 1835-10-22 · 43 (22.10.1835) · p. Spalte 361-362

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
43 (22.10.1835)
Date
1835-10-22
Page
Spalte 361-362 (sequence 3)
Language
German
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«l getecht wäre, einen Franzosen de- Sigenthums zu berauben, welcheer mit Genehmigung der VrtSbehörden erworben habe. Die Note de- Ge« schäft-trägerwurde durch eine direkte Eröffnung de- Minister- Hm. v. Braglin au den Landrath bekräftigt, worin er Fallder große Rath seinen Beschluß nicht zurücknehme, mit Beschlagnahme de- Eigenthum-aller Bürger von Basellandschaft in Frankreich drohte. Erst zu Anfang Sept. erhielt die franj. Gesandschaft die Antwort der Regierung von Basellandschaft, wonach der große Rath aus seiner ersten Entschließung beharrte. Die Gründe waren in einer langen Denkschrift entwickeltworin darruthun gesucht wird, daß der große Rath fich in Allem an dieLandeSgesetze gehalten, und den Vertrag mit Frankreich nicht verleit habe. In lejter Beziehung wird bemerkt, daß nach dem Vertrag die Franzosen in den Schweizer Kantonen in Beziehung auf Aufenthalt- Bewilligung ganz so behandelt werden sollen, wie die Bürger anderer Kantonen. Nun sei «S unbestreitbar, daß die Israeliten, obgleich sie in einigen Kantonen geduldet seien, doch nach den Gesetzen de- Kanton- Basellandschaft da- Niederlassungsrecht nicht besäßen; demnach müsse also auch ein französischer Staatsbürger dieses Glaubens sich die Verweigerung desselben gefallen lassen. Die AufenthaltSerlaubniß, sei aber in der Befug« aiß, Grundstücke zu erwerben, üaplicttsr enthalten, und der große Rath also zur Anullirung de- Kaufvertrags berechtigt gewesen. So steht die Sache jezt; man besorgt jedoch, daß dieselbe eine bedenklichere Wendung nehmen, und die franj. Regierung ihre obenerwähnte Drohung in Vollzug setzen werde. — Einleitung einer am Sabbath Schubach gehaltenen Pred. über Hos. 14,2.3. Eine ununterbrochene, ewige Stufenleiter führet uns, geliebt« Brüder! hinaufwärtüber diese Erde, hinauswärtzum Throne deallerhadenea, allerheiligsten Gotte-, hinaufwärtzum Sitze de-allgerechten Richter- und Lenkeraller irdischen Dinge, hinaufwärtzum Himmel, «oer wir, die edelsten, köstlichsten Wesen hieniedchz ammen, und wo unser ewige-, nach der einstigen Heimkehr sicher bleibende- Vaterland sein wird; eine Leiter, dem leiblichen Auge wohl unsichtbar, liehet aufgerichtet von der Erde bis zum Himmel, und kann uns hinanleiten bis zur recht hohen ivtufe; aber de- Geiste- Auge schauet sie, und esiehet, wenn eS begeistert ist von Gott und wenn unser Herz angefüllt wird von der erhabenen Majestät heS Alleryheiligsten>ja, da siehet e-, wie einstens voll frommer heiliger Begeisterung unser Erzvater Jakob, die Engel auf-und abstergen, und Gott obenanstehen, ihn, der die Engel sendet auf unsere LebenSpsade, und da-Ohr, welches die Töne einer Höhen» Welt zu vernehme» vermag, höret die Worte schallen, dieselben Worte noch immer, die einst Jakob vemahm: „Siehe, ich will mit dir sein, und will dich bewahren überall, wohin du gehest, und will dich dringen «n dein Vaterland; ja wahrlich ich will dich nicht verlassen, biich Alles gethan, waS ich dir verheißen." (Geneß. 26, 15.) O die Worteschallen noch imme.', wenn unser Ohr nur immer geöffnet ist und hören will auf diesen Zurufe Uqd warum sollte enicht wollen? Darum, weil eauch in der Tiefe drunten Töne hört, die es aulocken und betäuben. Denn auch hinabwärts, tie, ser, als wir von Natur augestellt sind, führet eine fortlaufende Stufenleiter, hinabwärts in da-, Reich der Erdenverhältnisp, hinabwärtin die finstern Windungen und Gänge, die in Mr tiefen Schachten des Bösen führen, wo dagrauseahafte Laster seinen schwarzen, fürchterlichen Thron aufgelchlagen, hinabwärtS, wo da- Ungechum wohnet, daden Menschen vom rechten Wege ablenket, und wenn da da- Auge hinabschauet, — wasiehet es da? Freilich daverblendete Auge de-Thörichtenalaubet hier nurden Himmel zu sehen; aber es ist der Himmelspiegel »m Wasser; man stürzt fich hinein den Himmel zu umfange», und man umfängt den Tod; daklügere, durchdringende Auge siehet aber da unten nur den Ort, wo, wie Jesaia (13,21.) sagt, «eckelhaftes Gezüchte hauset, wo die Waldteufel, chre Tänze feiern;" und das Ohr höret wohl Anfang- Schmeicheltöne und kvcktnaen zur Wonne und zum Vergnügen; aber die Töne, ach esiad Töne einehungrigen Löwen in der Waste, d»e wetther schallen und verhallen; je näher sie kommen, desto größer die Gefahr, bida- Verderbe» plötzlich sich urahet, und ohne Schonung zermalmet. Dahin führet die Stufenleiter nach abwärts. Welche nun sollen, welche nun wolle» wir.betteten, m. a. Z. u. Fr.? Run ja freilich, gewiß die erster«, die zum Himmel führet! Ach, wie leicht gesagt! und ach, ach! wie schwer ge.

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