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Das Füllhorn · 1835-10-22 · 43 (22.10.1835) · p. Spalte 363-364

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
43 (22.10.1835)
Date
1835-10-22
Page
Spalte 363-364 (sequence 4)
Language
German
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thvn! — Schon in der Natur «nscrs Körpers liegt eS, daß wir leichter abwärts steigen, alS aufwärts, und der Geist, v der laßt sich gar leicht nachziehen vom Körper, auch in seiner Weift abwärts zu steigen, und gerne tiefer und tiefer, bis ihm leider die Lust vergeht, wieder emporzuklimmen, von wo er au-gegangen. Aber soll er, Vakf er dann so dableiben? Er muß ja einstens zursckkehren zum Dater, der ihn heradgegeben in die irdische Hülle, wo er dies finstere Haumit seinem reinen Lichte erleuchten sollte, wo er selbst gestiegen und versunken, desto schwerer wird ihm die Rückkehr! und zurückkehren muß er, weil sein Bltibens nicht hier ih früher oder später und fast immer unwillkürlich und ungerne muß et scheiden aus der Wohnung, die nur eine Zeitlang sticht Eigenthum, nur Miethwohnung, nur Ruhestätte für kurze Zeit gewesen war. Will und soll dann der Geist zurückkehren mit all dem anklebenden Schmutze, mit all den Fehlern, die an ihm hasten, mit all den schwarzen Flecken, die Fehltritte und Irrthümer und Vergehungen und Frevel ihm eingeäzt haben? O er läutere sich dahier schon, damit er rein erscheine vor Gott und nicht »u strenae bestrafet werdes er steige dahier schon immer höher und höher auf der Stufenleiter^ dbr Vervollkommnung, anstatt hinabsteige in die finstern Jrrgänge des. Bosen; er kehre zurück bis zu seinem Gotte, und reiße sich loS auden Verstrickungen der Sünde, er halte sich fest am Worte, das ihn richtig leitet die höhere Bahn! O der Geist, der im Menschen wohnet, wenn er die Tage des Jahrehindurch gesunken ist in Sünde-Und Unrecht, er kehre zurücki er thue Buße! Buß« heißt das.große Wort, daSdie große Kraft besizt/dre Zaubermachtder Sünde zu schwächen, die Bande zu "zerreißen, die der irdische Sinn um uns geflochten; die wahre, die achte, die lautere, reine, unverfälschte, anhaltend kräftige Buße — sie ist ein Feuer, das da verzehret alle rohen und unlautern Schlacken aus dem reinen Golde; die wahre und lautere Buße, — sie ist das Wasser,-daS. abtzült allen Schmutz und alle Flecken, die sich im Wandeln durch has Leben an unS angesezt haben; die wahre und ächte Buß« — sie rst die reine Lebenslust unsere- Geiste-, und ihr Hauch verwehet alle Spreu und allen Staub, die sich «ingemischt in die kräftige Nahrung des höher», göttlichen Lebens, und die Buße, ste ift auch die Lrde> der Boden, worein der gute Same gestreut auch gedeihliche, wuchern« de Frucht trägt; und so umschloßt die rechte, kernhaske Buße -lie Elemente und ist auch daächte Element des Geiste-, ohne welches derselbe nicht gedeihen kann. So lasset uns denn Buße thun! Denn wer ist unter uns, gel. Br^ der da sagen könstte: Ich bedarf der Buße nicht? Wer Möchte sich erkühnen, zu Meinen, eS sei bie- Alles nur eitler Tand, nur leerer Wortschall, womit man schwache Pemüther einschüchtern wolle? Hat Kerner eS gefühlt, wenn er allein mit sich war, und in Geiste gleichsam mit sich abrechnete, wie viel dieser sein Geist sich Schuld aufgebürdet -ab«? Ist Keiner der gewünscht -äste, die schwarten Flecken hinwegzuwischen, damit er rein etscheme bür seinem Gotte? O gewiß! ich vertraue aüf jedes Gemüth, ich traue eS jedem Herzen Unter uns versammelte» Brüdern zu, daß es wünsch^ rein da zu stehen, frei von Fehl und Schuld. Aber, m. a. Z.! Gott, der Allerdabene, er steigt nicht herab, daß er uns empor» hebe zu sich, wir müssen uns selbst erheben, selbst n, zu der u«zs sein Wort ' -sie ' emporklimmen die . . leitet, das Wort, daer'unS geossenbart, und» das er uns in'S Herz geschrieben und das da Gewissen heißet. Beiden lasset uns folgen! sie Luh ren zur rechten Buße. — Josef Klein. Der Berg Ararat. Auf dem Berg Ararat, derselbe, qrrfrvelchem die Arche Noa's ruhet« (I. B. Mos^S^4.> besteht einearmenische Kolonie, Erk-Ara genannt. JhrNaMe bedeutet im Armenischen ,-erste Weinpflanzung," und von alle« bestehenden Niederlassungen ist diese unbezweifelt die älteste. Nach der Sage hat Nu a hier, als er die Arche verlassen, den Weinstock ängevnanzt; später erhob sich da- Dorf Erk-Ura an dieser Stelle, und erhielt sich und seinen Namen -bis auf de» heutigen Tag.. Das Dorf Erk-Ura enthält l70Häuser, in welchen über 500 armenische Familien wohnen. Die Umgebungen sind im hohen Grade malerisch. Unten in der Ebene fließt der Araxes, vorwärts dehnen sich die Ebenen von Sri van aus, und die ganze Landschaft ringsumher ist mit den lieblichen Anlagen der benachbarten Gärten verziert. DaS Klima desBergs Ararat ist mild und gesund, und bas Wasser,.dgs von hen. vielen Berg» quellen fliest, ist rein und^vouherrllchem Geschmack." Nach den Neuesten sehpgenauen Messungen beläuft sich die Höhe des Berge-Ararat zum Mindesten auf 17000 französische Fuß. Man verdankt diese Aufklärung hem Professor Parrat von Dorpat, L- Mediglrt von.-RabbinersH. Rosrnfelb. ^.Dertegt ilon Fr."Walthr1n'Dtnkel4b2hl.'

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