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Das Füllhorn · 1835-10-01 · 40 (1.10.1835) · p. Spalte 335-336

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
40 (1.10.1835)
Date
1835-10-01
Page
Spalte 335-336 (sequence 2)
Language
German
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7^ SS5 . zankte, schrie uijb schckä-te s»Mer gliche». -V« faßte mich der Zorn, ich hielt »ich nicht. Ich hob die Hand 1» unheilvoller Stund« Und schlug die Keiferin in'» Angesicht. Da« Wort erstarb ia thre» blaffen Mund», Sie wankte, fiel, da lagen scharfe Scherben, S« quoll ihr Blut au« einer tl^en Wunde. Ich sah da« grüne Sra« sich purpurn fäffbeu. Sah krampfhaft »och sie juchen eine Zeit, Davit stak' gestreikt zli meinen Füßen sterte«. Nicht tn die Hände der- Gerechtigkeit Geliefert hätte mich die Bruderschaft, Ich war. von fetz» äußern Furcht befreit. Doch einen Richter gibt'«, der Rache schaff^. Gewissen heißet, der dl» scharfen Krallen^ In'« Herz mir eingerissea voller Kraft. Und ich erkohr, «ia Fragender, zu «allen Zu einem frommen Greise: Rabbi, sprich» Wie büß' ich, der ich so in Schuld gefallen k Und harter Busen viele lad auf mich 'Der strenge Manu mit Beten, Baden, Fasten, Rur Sine, Eine nub Mar fürchterlich. Mit meinem Fluche sollt' ich mich belaste», In'« Elend will ich geh'n am Bettelstab«, Und sieben Jahre nicht auf Erden rasikn. Ich Hab'« gethau, ein Baal Teschuha Hab« Sech« Jahr, ich schon von Mitleidlbrot gezehrt, Sech« Jahre mich genähert meinem Trabe. Hie Hkimath zu betreten, war verwehrt; Ich habe mich, zu machtvoll ängezogen Ia Immer «ngern Kreisen ihr genährt. Und einst» da stand ich vor des Thorr« Bogen Der Vaterstadt, da stand ich, wie gebavat, Mit ausgestreiktru Armen vorgebogen. Ich hätte Siehen sollen» übermannt Von namenfvser Sehnsucht trat ich ein,— Wie selbst so fremd! wie alle« so bekannt! Des langen Haupt «und Barthaar« Silberschein, Der Stirne Furchen und die fremde Tracht— Ich mochte jedem Mohl unkenntlich sein. Wie schlug da« Herz mir in der Brust mit Macht Ich schlich daher, so wie der Sünder schleicht, Und wo die Straß'am Markt die Biegung macht. .. Gott Israel«! mein Hau«! — Sin Kind — vielleicht^ Mein eigne« Kindlein Mädchen tritt heraus^ Hat Rahek solch ein Alter wohl erreicht k— Der Ew'ge segne dich und diese« Haus, Mein süß« ättnd! ein Bettler rast dich an Lus btttern Elend« namenlosem Grau«. » Sie sah mich freuzwlich »«, und schttü sodann Snrn'Hau« zurück, und kam nach kurzer Frist: Die Mutter schickt dir da«, du armer Mann. — S< war ein Kreuzer nur— die Mutter!k Ist " Bekannt «ntch detner Mutier, daß so klein Die Gift sie einem Baak Teschuba misst k Sie sah mich staunend an und ging hinein. Und kam sogleich auch wieder her zu mir: Die Mutter saßk» es kann nicht andec« sein, , Sie hat'« jezt nicht, denn Later Ist gleich dir Ela Baal Teschuba; würdest mehr bekommen, Wär unser armer guter Later hier. Nun halt' ich>» je au« ihre« Mnud vernommen l , '' i - .,2ch Hab« schluchzend schnell mich abgewandt ' -i- -».. Und nicht mein Kind an meine Brust genommen, In'S Elend hqb' ich mich zurückgebannt." " VerhLAdluag drr badischen Abgeordneten- Kammer irr Belass d«je Smanzipation der JSraeliten,.im Jahr 1835. Die Frage über die Emanzipation der Israeliten wurde durch Petitionen mit L800 Unterschriften in den Sitzungen der badischen Landstände zur Sprache gebracht. Abg. Schäaff erstattete dcttüber Bericht. — Bekk suchten einem gediegenen Dorttag darzuthu«, daauch nicht in Liner Hinsicht der geforderten Emanzipation Hindernisse im Weg lägen. Frage man nach Talenten unter den Israeliten, so fehle es nicht an solchen, die glänzend hervorragten, und was die gewöhnliche bürgerliche Ausbildung betreffe, so ständen sie keineswegs so zurück, wie ihre Wiedersacher so gern für sich anführten. Wahr sei es, daß ihre Religion verschieden sei; allein Denjenigen, die, wie der Berichterstatter es gethan, solche lächerlich zu machen, suchten, erwiedere er, daß man Alles, und auch viele Satzungen der christlichen Religion in'S Lächerliche ziehen könne, wenn man darauf auSgehe. Man habe gesagt, wenn eS den Israeliten nicht gut genug im Baden sei, so mögen sie von dannen zie-^' hen und in Liverpool an der Newa oder ia Hanau die Luft der Freiheit athmen. Darauf antworte er aher nichts, alS waman wohl von ei-

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