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Das Füllhorn · 1835-09-24 · 39 (24.9.1835) · p. Spalte 327-328

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
39 (24.9.1835)
Date
1835-09-24
Page
Spalte 327-328 (sequence 2)
Language
German
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r« . - ' .. / der Tod dle nWe Trennung heißt, ' K teß Hoffnung auf ein zweites Leben» --So das RLthsel dieses Sein« zerreiß', Äegt da« men schlich Wahr« klar geschrieben» Das gar freundlich an das Herz uns spricht, Und wenn einst die Himmel flch uns öffnen, Schauen wir der höchsten Wahrheit Licht. I. Rostnfeld. David Friedländer über die heilige Schrift. In unserer Zeit, in welcher die Lichefürdas Studium und Lesen der heiligen Schrift» ch»m«ntlich bei der aufkeimenden Generation sehr' in Abnahme zu kommen scheint» in welcher sogar sehr oft Spott und frecher Tadel die Achtung und Ehrfurcht verleit, die wir diesen Schriften schuldig sind, ist es Interessejü wissen, wie Männer über diesen Gegenstand gedacht haben, die, frei von Dorurtheil und Befangenheit, eine tiefe Kennmiß desselben besaßenLu diesen gehört sicher auch dep rühmlich bekannte, nunmehr in die Gepelde der Ewigkeit Heimgegangene Gelehrte, David Friedlünder in Bjtkin. Dieser äußert sich in einem Aufsätze im ersten Hefte der „Zeitschrift für die Wissenschaft des JudenthumS. Berlin 1822." über, daS Lesen der heiligen Schrift wie folgt: „Das Fundament unsrer Religion beruhtauf den heiligen Urkunden, diese dürfen nie erschüttert werden." „Welche selige Stunden gewährtdie TemüthSverfaffung, in welcherman aus dem langen Traum erwacht, und sich das Streben nach Erweiterung der Kenntnisse kunh IW: Diese Äufrrguyg hat nie Prunk und Glanz, sondern die Befriedigung eines Bedürfnisses zum -^veck, ohne welche dqS Leben hienieden für ein denkendes Wesen keinen Reiz hat.— Man will flch ein System zu eignem Gebrauch und Anwendung erbauen, das zur Richtschnur im öffentlichen und bürgerlichen Leben dienen soll. — Und dazu, mein lernbegieriger Freund, ist für einen erwachenden Jüngling unv ) " , 828 « - v" l ' ker unh Juden da-Studtum der heiligen Schrift eine unerschöpfliche Fundgrube, wenn er flch ihm mit Ueberlegung und edlem Eifer ergiebt. Wie belohnend für Kopf und Herz! Er läßt sich von unbesonnenen, absprechenden Urtheilen befangener Menschen in feinen Bemühungen nicht irre machen. Er findet seine Belohnung in seinem Innern, in der Selbstzufriedenheit, in demBewußtsein seiner Pflicht, in eigner Hochschähung, die ihm kein Mensch rauben, oder verkümmern kann. .Gelingt eS dem Jüngling unter den Juden, sich aus diesi Anhöhe zu schwingen, so fleht er mit Lachen, wenn auch nicht mit Verachtung auf den Spott des Leichtsinnigen, und selbst der Beifqfl deS großen Haufenscheint ihm überflüssig und entbehrlich." „Viele Tausende von Jahren schöpfen viele Tausende von Menschen aus diesem heiligen und - unversiegbaren Quellen und erschöpfen sich nicht. Alle diese Männer Gottes verwenden Scharfsinn, Gelehrsamkeit, Zeit und Arbeit an diese Heiligthümer, und je tiefer sie schöpfen und prüfen und läutern, jeHarer und reiner und sättigender strömen di« erhabensten Wahrheiten, die menschenfreundlichsten Gesinnungen und die höchsten Tugendlehren heraus. Auf der Oberfläche sind sie freilich nicht zufrieden, und doch sind die gottseligen Lehrendie daraus gezogen, die Grundlage aller Religionen, welche die Menschheit beglücken. Kann das geläuguet werden?" „... Soviel müssen sie nur einräumen, daß alles, was wir Juden von Gott und seinen Eigenschaften, von Fortdauer nach diesem Leben, von unserer Bestimmung hienieden, vom Sittengesey und Pflichten überhaupt? wissen, lehren'und verbreiten, auS diesen unörWbaren heiligen ^Quellen fließt, und ewig flößen, wirl)^ Die Go^tesmänner aller ZAesi hüben die Religionslehre, oder den Inbegriff aller dieser Wahrheiten in dem Gewände höchster Faßlichkeit, mit einem Auswände von Scharfsinn und Gelehrsamkeit aufgestellt, dergestalt, daß auch der Ungelehrteste, auch da- Weib und die Kindermagd, in seinem Le-

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