Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 34 (18.8.1835)
- Date
- 1835-08-18
- Page
- Spalte 269-270 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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1 »VS Tochter der Schönheit, hüte vor Neide dich. Der Neid hat Engel vom Himmel" gestürzt: er hat die holde Gestalt der Nacht, den schönen Mond, verdunkelt. Neuer russischer GerechtigkeitSakt. In einem allerhöchsten UkaS Sr. Maj. des Kaiseran den dirigirenden Senat vom Sl.Mai (11. Juni) heißt eS: „Da den hebräischen Kaufleutrn erster Gilde die Handelsrechte nur in einigen Gouvernements und Bezirken gestattet sind, so halten wir eS sür billig, ihnen in Betreff der Gilden - Steuer gegen andere Kaufleute derselben Gilde, welche da- Recht, überall Handel zu treiben, genießen, Erleichterung zu rttheilen, und befehlen : Vom Jahre 1836 an sollen von ihnen für die BerechtigungScertifikate auf den Handelsbetrieb, anstatt 2200 Rub., 1800 Rub., außer den städtischen und Landabgaben, erhoben.wer- „die göttliche Gwbheittt nennt, entsprungen der beleidigten und sich in ihrem »ollen Merthe erkennenden Menschenwürde. —Hr. vr. Salomon schreibt ohne Vorrede und Nachrede fünfs Briefe an Hrn. 0r. Hartmann, und e,u jeder Brief ist ein Fingerzeig mehr, daß Hr.vr. Hartmaon nicht nur ein garstiger Schwätzer, sondern auch ein jämmerlicher Judmfeind ist, der von dem tollen Eisenmenger gebissen, nun eiuvmi»ture eben so toll ist. — Aber mein lieber, guter Hr. vr. Salomon! Sie haben sich an einer unglücklichen, inkurablen Krankheit versucht; wissen sie nicht, daß gegen (eine gewisse Krankheit und gegen „Judenfeindlichkeit" noch kein probates Mittel gefunden? Fiel Ihnen, dem wirklich gelehrten Manne, nicht jenes Kind aus dem Alterthume ein, das mit einem Löffel das Meer auszuschöpfen gedachte? O undankbares Bemühen! Ich fürchte, Sie haben die Schmeißfliege nicht erschlagen, sondern höchstens vertrieben, und sie wird sich auf einem andern Mistbeet« festsetzen; aber dann auch wieder hintendrein mit Ihrer Fliegenklatsche; vielleicht gelingt es ihnen dennoch, solche Kochmücken m den Sumpf zu treiben, wohin sie eigentlich gehören! Doch hat die Schrift außer den besondern Be- - weifen von Hrn. vr. HartmannS Bosheit und Literatur. Unwissenheit auch manche allgemeine und sehr - wahre Bemerkungen. Eine für Alle! Hr. Vr. Briefe an Herrn A. T. Hartmann, vr. und or- Hartmann wirst den Juden Untauglichkeit zum deutlicher Professor der Theologie zuRostocküber Kriegsdienste und Widerwillen dagegenvor; doch die von demselben aufgeworfene Frage: „Darf da er den Antheil rühmlicher Juden andirVileine völlige Gleichstellung in staatsbürgerlichen kerkriege gegen Napoleon nicht läugnen kann, so Rechten sämmtlichen Juden schon jezt bewilligt umspinnt er das Benehmen der Juden dabei mit werden?" von vr. G. Salomon, Prediger am dem Gewebe seiner BoSheit und legt den Jude» neuen israelitischen Tempel zu Hamburg. Altohierin Privatiuteressen unter. Hr. vr. Salomon na, bei Hammerich, 1835. si Seiten. — widerlegt ihn gehörig, und spricht unter Anderem Jean Paul sagt in seiner Vorrede zu Hofmanns also: „Wenn alle Nazionen des Erdballdurch Fantasiestücken ungefähr: Die Schriftsteller der „die Bekämpfung Napoleongewannen haben, neueren Zeit werden immer ungezogener, sie schrei- „die Juden haben gerade da- Kleinod, für melden keine Vorreden, noch Epiloge, noch Inhalts- „cheS die Völker Sur und Blut aufopfern, buranzeigen, ja nicht einmal Druckfehlerverzeichnisse „gerliche Freiheit genannt, eingebüßt; denn u. dgl. m.» — und ich möchte dazu setzen: Nicht „so lange Napoleon- Dynastie das Szepter m einmal, (was noch weiter geht) Motto; — nun „Teutschland trug, genossen die Juden die burso sei es mir erlaubt, diesem Schriftchen, daS „gerlichen Rechte auf gleiche Weife, wie ihre ebenfalls an diesem Gebrechen leidet, emeS vor- „christlichen Mitbürger. — Erstatt den glorre«- zusetzen; es heiße am Passendsten: „Auf einen „chen Siegen der deutschen Heere verloren die groben Klotz gehört ein grober Keil." DenuHr. „Juden die ihnen früher zugestandenen Rechte, vr. Salomon, der sonst so sanfte, gemüthliche, „dort th eil weis, hier gänzlich. Und doch milde redende Prediger — er hat hier bewiesen, „halfen sie Napoleon bekämpfen, weil—auch daß er auch zur gelegenen Zeit wisse, grob zu sein, „sie in dem Manne der Gewalt nicht ihren «geaber es ist nicht die gemeine, ungezogene Grob- ,MN, sondern den Fei ad ihres deutschen heit seines Gegner-, die dort eine Geburt der hä« „Vaterlandes sahen und haßten; nicht aber, mischen, nicht zu unterdrückenden BoSheit ist, „weil die „jüdische Wohlkabr^ de» dieser sondern es ist jene, die irgend ern alter Weiser „Bekämpfung gewann. Bei dieser Bekämpfung j