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Das Füllhorn · 1835-08-06 · 32 (6.8.1835) · p. Spalte 251-252

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
32 (6.8.1835)
Date
1835-08-06
Page
Spalte 251-252 (sequence 2)
Language
German
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272 27t sezt? er dieselbe auch fort. Die EinheilAnd den nach Vielt glauben, dasie ihre Pflichten der logischen Zusammenhang der einzelnen Abschnitte Kindererziehung vollständig erfüllten, wenn sie seiner Rede genau im Auge behaltend, machte nur ihnen den gehörigen Unterhalt geben und für er nun vorerst auf die Noth Wendigkeit eieine künftige einträgliche Versorgung, möchte ich ner solchen Reinheit de- Herzens, wie sie David noch hinzusetzen, bloß bedacht sind, bestritt und erflehte, aufmerksam und wies daher mit wenigen zu Nichten machte. Worten auf has Verderben der. Menschen vom Bei Zergliederung deS dritten Punkte- 7am Anfänge an bis auf die gegenwärtige Zeit noch» natürlich auf den ersten Theil seiner Rede fort, hin, und behauptete mit Recht, daß die^Heder zurück und so bildet er jezt das Refrain HerzenSreinheit die Bestimmung für Alle d«e von seiner Predigt, worauf er mit einem kurzen große Aufgabe der irdischen Wanderschaft sei und daß nur Derjenige recht gelebt, welcher diesehöchste der Güter sich erworben hat. Natürlich und einfach war nun so der Uebcrgang zur Aufzählung der Mittel, wodurch eS einen jedem von unS gelingen könnte, sich daedelste und kostbarste Kleinod, oder wie der Redner sich ausdrückte, den wahren Seelenadel sich anzueignen und er machte folgende namhaft, die er dann einer weitern Exposition unterwarf: ») daß wir die Außenwelt au§ unS selbst vollkommen erfassen; L) daß wir diese Welt mit ihren Verhältnissen richtig schätzen lernen; c) daß wir unS alle die einzelnen Tugenden verschaffen müssen, welche dareine Herz schmücken. Wie in der weitern Behandlung deS Stoffes der ersten Abtheilung einzelne Momente als Glanzpunkte den Schreiber dieses ganz besonders interessirlen, und gewiß auch ähnlichen Eindruck auf die andern Zuhörer machten, so war eS auch in dieser. Einen Beweis nämlich, wie sehr dem anfänglichen Redner daran gelegen ist, nichteine bloße mit vielen Bildern gezierte und aufgestüjte Predigt zu halten, nicht ein^ gefällige Schale ohne Kern zu reichen, gab wieder die gut eingeschobe-. ne Paränese an die Aeltern und Erzieher der Jugend, wie sehr sie darauf Bedacht nehmen müßten, daß sie ihre Kleinen nicht eher mit der Welt bekannt machte«, alS mit Gott, nicht sfür die Welt, statt für Gott erzögen, wobei er richtig die häufig sich wrfindttideit Voturchritt, wor-- HerzenSgebete,wie eS eben nur aus einem für da- Heilige lebenden und in Gott ruhenden Herzenkommen kann, seinen Vortrag schloß, obwohl man, ungeachtet er geraume Zeit — beinahe 4 Stunden gesprochen hatte — ihm gerne noch länger willige- Ohr geliehen haben würde. Da ich die Relation selbst mit einigen Bemerkungen, die eher zu niedrig als zu hoch gehalten sein dürften, begleitet habe, da ich Nämlich weit entfernt bin, übermäßig Lob zu spenden, sondern nur dem Verdienste deS jungen ManneS, den ich übrigens gar nicht weiter kenne, die gebührende Anerkennung von meiner Seite ertheilen will, und ich mich nur um meine Freude auszudrücken, daß ich in. hiesiger Synagoge auf eine Stunde durch ihn so erbaut worden bin, zur Veröffentlichung meines UrtheilS bringen konnte, so sei nur noch Folgendegesagt: Herr Klein verbindet mit seinem ihm durchaus nicht abzusprechendenRednertalente zugleich einen lauten, 'freien, anmuthigen und wohlklingenden Vortrag, so daß der fremde, und ich verstehe hier vorzugsweise den christlichen Zuhörer, der, wenn er einmal zur Synagoge aubesondern Interessen geht, schon beim Hingange die widerlichen Und keineswegs feierlich tönenden Stimmen in seinen Ohren zu gellen meint und auch bei dem auftretenden Redner den jüdischen Dialekt, zu Hören glaubt, *) auf das Angenehmste ») Wir bedauern, da- Hr. Ref. eine so niedrige Meinung von den jüdischen Rednern bade. Es geht daraus bervor, daß er mit den Fortschritten der neuern Zeit in dieser Hinsicht wenig bekannt Ist. D. Red.

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