Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 32 (6.8.1835)
- Date
- 1835-08-06
- Page
- Spalte 249-250 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Füllk-rii. Win L e it d l « t t zunächst für und 32» Donnerstag, über Israeliten. den 6. August 18LS. Glerechtigkeit, — Wahrheit, — Friede. Morgenopfer. Himmlischer! die schöne Morgenstunde . , Äst tu Deinem Preist auf'- Reu' erwacht, Allefühlt sich froh und frisch belebet, Allee fühlet delner Schöpfung Pracht. Mich begrüstt de- Haine« muntrer Sänger, ' Und da« Raüschen an dem fernen Flust, - Mich begrübt der gold'ne Thaa der Wiesen, Und der Lüfte «eich« Balsamkust; Warum sollt > ich nicht Dir, Vater, danken. Da die Freud« mich so ganj umringt. Da die Welt mit Klängen und mit Düften In die Andacht meiner Seele dringt? Her», du bist jezt allem Guten offen. Und vom Tugendadrl rein durchglüht, — Bist deeitlen Tante unh falschen Schimmere, Und unnützer Tätigkeiten müd'; Für die wahre heilige Bestimmung, Die Natur und Menschenwürde lehrt, Für da« Leben, so Vollendung heischet, Für da« Dasein, so der Kampf bewährt» Für die Seligkeit de« Bruderbund«-, Der trotz aller Stürme nie zerreißt; Für da« Unglück, da« an Wunden blute». Für den Schmerz, der um die Gräber kreißt; Für dl« Freuden, die rin Mensch entbehret» Für da« Leiden, da« ihn niederdrückt. Für so viele«, da« die Zeit zertrümmert. Und umsonst «ach «ine« Aetter blickt; Für so Manche«, da« ist neu zu schaffen» Dessen Funke jedem Elnzlen glänzt. Für dir Glorie deine« Erdenreiches, Da« mit Himmeln aneinander grenzt. Für fle last auch mein« Kräfte wirken, Daß ich nicht umsonst gelebet Hab', Daß ich nicht noch ärmer, al< «ein Wille Eile hin zur Ruh' und eiost zum Grab'. Nur ein Etetnchen laß mich hlnzusügeu Zu dem Bau, der Deine Schöpfung heißt. Nur ein einzig Räumchen mir gehöre, ' W» man seine elg'ne Thal bewei«t; Und ich will nicht klagen und nicht murren. Daß die Zeit flch meine Mutter nennt. Bin ich doch zur Ewigkeit de« Streben« Don dem Vater selber anerkennt; Er hat mich zum Dasein angesachet, ' Und die Himmelsflamme lodert fort. Und wenn auch der Tod da« Streben hemmet. Ach, da« reinste Streben wirkt erst dort! I. Rosenfeld. veber eine Predigt des RabbinatSkan«' didaten, Herrn Iostph Klein, Beschluß. II. T h e i I. In heiliger Stimmung und tiefer Begeisterung, womtt er seine Predigt begonnen hatte,.