Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 31 (30.7.1835)
- Date
- 1835-07-30
- Page
- Spalte 245-246 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/4889117-4929677-4929754--155-4889250- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Gemurmel ließ sich vernehmen. Da brach Eleajeder Vater kehrte heim, führte Gattin,und Kinjar in heftige Redegluth aus, kraftvoll und durchder herbei, umarmte und küßte seine Liebling, dringend ob der Feigheit der sonst so kühzum leztrn Male, und durchbohrte die Brust der i nen Kampfer wehklagend, und das ganze Elend Unschuld. *) Thränen entflossen stromweise den ihres nunmehrigen Lebens vor die Augen rückend, rauhen Kriegsmännern, aber sie durchbrachen nicht Er zeigte ihnen, wie zwecklos jeder fernere Widen Lauf der harten Nothwendigkeit. Die That Verstand, wie schimpflich die Uibergabe, wie schmerzward vollführt, nur noch die Männer blicbM übrig, Haft die Gefangenschaft, wie kränkend der Spott um bald alle Seufzer zu enden. Zuvor aber der Feinde, wie erniedrigend der Kampf mit den trugen sie ihre Schätze zusammen, warfen sie auf Thieren zur Lust des Üibermuths, wie wohlthäeinem Haufen, und zündeten dann rin gewaltitig dagegen der Tod für die Freiheit der Seele geS Feuer an, das alles, was ihnen sonst thcuer in den Gefilden der Unsterblichkeit sein müsse.*) war, verzehrte, dann wählten sie durchs Loos Das, ganze Bild der gräßlichen Zeit, welche die zehen Männer, zur Vollendung des großen Mor- Helden von Massadah noch überlebt hatten, der des. Jeder streckte sich neben die entschlummer- Anblick des verheerden Vaterlandes, der zerstörten Seinen, und empfing bald den Todesstoß, ten Hauptstadt, des zertrümmerten Tempels, des Einer von den Zehnen durchbohrte hierauf seine Jammers und der Noth^der Gefangenen, der Gefährten, schauete dann mit scharfem Blicke Schmach der Knechtschaft, alles dessen, was nur auf den Todtenplatz umher, ob nicht etwa Einer auf der Schaubühne deS unglückseligen Landes dem Schicksale Aller entginge, und als er die seit wenigen Jahren erschienen war, trat in so feierliche Still« nicht unterbrochen wahrnahm, lebhaften grellen Farben vor die Einbildungskraft endete er mit eigener Hand sein hoffnungsloses der Vertheidiger Maffadah's, daß sie der schau- Leben. —" verhaften Eingebung des Eleazar zu folgen de- Am nächsten Morgen erstiegen die Römer ver, schlossen. Und nun eröffnete sich ein Schauspiel, wundert und mißtrauisch, doch ungestört den Grausen erregender, als je ein ähnlicher Auftritt Felsen. Noch loderten die Flammen, ihre lezte in der Geschichte irgend eines Volkes. Nicht Beute verschlingend, aber keine Stimme, kein m,t Bewußtsein raubender Wuth, nicht mit leixaut ließ sich vernehmen. , Schüchtern und be-- denschaftlicher Verzweiflung schritten sie zu dem sorge spähten die Eroberer umher, um Arglist Werke de- Entsetzens, sondern mit einer Ruhe, entdecken, dock veraeb-ns. Sie aelanaten an .... ... ... v.e no.ywenv.gse.r uno v.e die Mauer, erstickten die zehrende Gluth, kein Ulberzeugung von einer bessern Zukunft sie schafft; Kämpfer erschien. Sie erhoben ein Klaggeschrei, Mit der Entschlossenheit der leidenden Tugend, als wären sie vom Feinde angegriffene Brüder; uberwunden doch noch das kme Hülfe kam, keine Antwort erfolgte. Da . D'.k Gefühle der schwankten endlich zwei Frauen, eine Verwandte Menschlichkeit selbst jvareu nicht in denen erstor, hxg Eleazar, und noch ein« andere Alte, beide ben, dre ie,t Menschheit und Natur zerstören aus tiefen Schlupfwinkeln gestiegen, wo sie sich wollten,nur um des Gedankens der schmählichen während des fürchterlichen Auftrittes, versteckt Abhängigkeit sich zu entschlagen. Jeder Gatte, aebalten batten. r„m /reere tun. und l.L»kephus.) j