Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 31 (30.7.1835)
- Date
- 1835-07-30
- Page
- Spalte 247-248 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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I^^'/rrzähltm die Vorfälle deverwichenen Tages. Me nie, daß der Anfang, da- Ende und das H» gräulvoll schien den Römern die That, um dem- Wesentlichste aller WeiShelt die Furcht de-Herrn Bericht zu trauen. Langsam und vorsichtig zogen sie zum Pallast hin, und sahen dann mit ihren Augen, waS sihr Ohr nicht für wahr ausnehmend wollte. Schaudernd starrten ste den Anblick an, und zollten den dahingeschiedenrn Feinden die verdiente Bewunderung. Noch fünf Kinder wurden am Leben gefunden und inrömische Lager gebracht. Eine Besatzung blieb in der Festung; Silva begab sich wieder nach Cäsarea. Und somit schwanden die lczten Kräfte der Juden in Judäa, und ward der-Krieg durch eine Todtenfeier beschlossen, den frühem Gräueln angemessen. (O trauriges, jammervolle- Ende! Doch ihr starbet'einen Tod der Heiden!' sei. (Ps. 111, 10z Sp. I, 7; Hiob SÄ, »6. - Worauf hat der Studirende, der seiner Bestimmung Genüge thun will, vorzüglich Rücksicht zu nehmen? *Wenn man das, waS im Kreise der Studirenden geschieht betrachtet, so scheint e-, als wenn alles nur darauf abgesehen wäre, daß diese Jünglinge mehr Wissenschaft erlangen als andere, daß ihre Köpfe mit Kenntnissen aller Art angepropft werden. Ist denn aber das die Hauptsache in ihrer Bildung? O nein!— Wissenschaft ist zwar eine Grundsäule, auf welche d«e Erziehung der Studirenden sich stützen muß, wenn sie gedeihlich sein soll; sie ist aber weder die einzige, noch die wichtigste. Wehe, wenn sich der Studirende durch nichts Anderes vor dem gemeinen Manne auszeichnet, als daß er LtwaS mehr weiß! DaS ist nicht genug, der Studirende muß nicht blos mehr wissen, alS Andere, er muß auch mehr sein. Er muß nicht nur durch Wissenschaft, durch Sprachen und andere Kenntnisse Andere übertreffen, sondern auch durch wahre menschliche Bildung, durch Reinheit der Sitten, durch Edelmuth des Herzens, durch Feinheit im Umgänge, so daß er da- Wahre in allen Dingen erkennt, da- Schöne und Edle überall liebt und das Gute und Rechte in allen Fällen thut. Allediesemuß sich auf einen festen Grundpfeiler stützen, auf die Religion. Man ver- Berichtigung. Schon einige Male ist in öffentlichen Blättern, wo von dem Tode de-unlängst verstorbenen Pros. Wolfssohn (Verfassers des Jeschurun und Uiberetzcr mehrerer bidl. Stücke *) die Rede war, »e irrige Meinung ausgesprochen worden, als ei dieser der leztverstorbene Schüler MendelSohngewesen. Soviel aber dem Einsender diees bekannt ist, lebt noch der K. K. Schulrath Herr Herz Hombrrg in Prag, und dieser hat, wenn beiMcndelssohn ander-von Schülern gesprochen werden kann, (— denn „Schüler, im gewöhnlichen Sinne des Worts Hat mein unsterblicher Lehrer nicht gehabt," sagt v. Friesländer in Bezug auf M. —), wohl das meiste Recht, sich seinen Schüler zu nennen, wie er auch anderswo wirklich einmal vorzugweise so heißt. Denn Homberg war, wie er mir mehrere Male sagte, S Jahre im Hause M s. alS Lehrer seiner Kinder, und genoß selbst in Vielem den Unterricht von M. Die Inschrift Mendelssohn'- in Homberg's Stammbuch zeugt auch, daß Lezterer von ihm geachtet wurde; denn eS beginnt mit den vielsagenden Worten: ,, Du, mein Sohn und meiner Söhne Vater" u. s. w. — I. Klein. Wir haben guten Grund, zu glauben, daß^Woif»- sohn auch Verfasser der ln Berlin 1812 erschienenen Broschüre: „Uiber die, durch die neue Organisation der Judeuschasten in den Preuß. Staaten nothwendig gewordene, Umbitdung l) ihre» Gottesdienstes in den Synagogen, 2) ihrer Unterrichts - Anstalten, und deren Lehrgegenstino«, und 3) ihre« Erziehungswesen'» überhaupt," sei. Einen Beleg, der diese Vermut-» ring höchst wahrscheinlich macht, haben wir kn Hinten. D. Red. DaS Bleibende. Gleich dem Winde verfliegt da» .'Leben Gestalten. Schmerz und Freude verrauscht, Bittres entflieht; Aber da» Unrecht bleibt, da« der Unterdrücker verübte; Unsere Qualen entfliehen; seine begleiten ihn fort. mit selnen und Süsses Nedigirt von Rabbiner S. W. Rosenfelb. — Verlegt von Fr. Walthr in Dinkel-bühl.