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Das Füllhorn · 1835-05-21 · 21 (21.5.1835) · p. Spalte 165-166

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
21 (21.5.1835)
Date
1835-05-21
Page
Spalte 165-166 (sequence 3)
Language
German
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eliten angeordnet worden. Diejenigen, dirWechselgcschäfte oder Handel treiben, werden, wenn sie nicht russische^Unterthanen werden wollen, in ihren Rechten den ausländischen Gästen gleichgestellt; die Handwerkstreibenden dürfen sich als Odessaer Bürger einschreiben lassen; die übrigen , aber, welche von den-Lokalbehördeir für unnütz erklärt werden, z. E. Hausiten und Faktoren, aus dem Lande gewiesen. Von nun an wird diese Verordnung auch auf die Israeliten'des Königreichs Polen ausgedehnt. Bayern. Demnächst wird dem Vernehmen nach eine k. Ministerial-Commission zur Revision des Ediktes über die Verhältnisse der israelitischen Glaubensgenossen in Bayern niedergesezt werden; das preußische Edikt von 1812 wird nicht unbeachtet bleiben; ob auch das napoleonische (?) in Beimmer aufs Beste gestärkt und lvar Hann wieder, fähig, mich neuen Strapazen zu unterziesM. *7 Während der Zuckerarndte in Westinvien de- . kommen die Neger, trotz alter angestrengten Nr--,- beiten, die sie verrichten müssen,-gewöhnlich eickr. recht stattliches und gesundes Ansehen, Pferde, Maulesel und anderes Zugvieh, dabel der Arbeit in den Plantagen den Abgang aus der' . Zuckerfabrikation jum Futter erhält, werden während dieser Zeit besonders dick und fett.».2nL^2^ chm-China werden nicht nur die Pferde,Bbffelf*M Elephanten u. s. w., alle mit Zucker gefMrrt, . sondern auch d,e königliche Leibwache bekommt täglich eine gewiß« Summe ausgezahlt, für die sie sich Zuckerrohr kaufen und wovon sie eine gewisse Anzahl sogleich verzehren muß, üm einschö- - nes Embonpoint zu erhalten; man zählt etwa 500 zu dieser Leibwache, und das geschmeidige stattliche Ansehen aller Vieser Leute macht ihrem Futter und ihrem königl. Herrn wirklich Ehre. Reis und Zucker sind übrigens in Cochin-China das gewöhnliche Frühstück für alle Stände; und nicht'bloß die meisten Früchte, sondern auch der größte Theil ihrer Gemüse, wie Gurken,Kürbisse, tt-ch, °»drmä-mg,-12"-"---°-° M-».-E MKchfgW die Zukunft uns erst beantworten. (Frank. Merk.) Zucker eingelegt. Ich habe nach einer S monatl. Reise einen in einem Zuckerfaß aufbewahrten Hammel, den man in London geschlachtet, in Indien verzehrt, der so frisch war, als ob er an demselben Tage auS den Fleischbänken geholt worden wäre. (ZumAufbewahrcn von Fleisch dürfte auch immer etwas Zucker, unter Salz und Salpeter gemischt, sehr vortheilhaft sein.) Die Einwohner von Ceylon bewahren ihr Wildpret in irdenen Honigtöpfen, und wenn es zwei oder drei Jahre so verwahrt gewesen, so gibt das einen Wohlgeschmack, der eines Epikur's wohl würdig wäre. In den tro- Ueber die Nahrhaftigkeit des Zuckers. Nicht bloß der Mensch/ und zwar in allen Welttheilen, sucht den Zucker, wo er nur zu finden ist, zu seinem Genüsse auf, sondern auch, alle andete lebende Wesen thun es; die Thiercauf dem Felde, die Vögel in der Luft, die Jnseckten, die Würmer, ja sogar die Fisch? im Wasser finden einen besonderen Wohlgeschmack an Allem, was süß ist. Der Zucker bildet in der That auch das nahrhafte Ingredienz bei allen vegetabilischen Speisen, die nur mehr oder weniger mit anderen rohen nicht nahrhaften Stoffen überzogen pischen Ländern dient der ffrische Saft deS ZuK sind. Eine kleine Quantität Zucker genügt schon, kerrohrs als das wirksamste Heilmittel gegen verum das Lebenau erhalten und macht mehr, als irgend etwas Anderes, geschickt, körperliche (und ich kann nach meiner eigenen Erfahrung hinzufügen, auch »geistige") Anstrengungen zu ertragen. Ich reifte oft mit dem Araber in der heißen Sandwüste, so wie mit dem wilden Afrikaner »n den öden Steppen umher, und wenn wir von der Mittagshitze ermattet hinsanken, ließen wir uns aus den Boden nieder, und ich erquickte mich mit meinem Reisegefährten an deti Proviant, den er mitgenommen, und der in einigen kleinen Zuckerkugeln bestand, die mit Gewürz vermischt und in einen Teig mit feinem Äflehl geknetet waren. Durch den Genuß von zwei oder drei solcherKugeln und 4incm Schluck Wasser fand ich mich schiedenartige Krankheiten, das auch bei Wunden und Geschwüren «»gewendet wird. Sir John Pringle sagt, daß die Pest nie in einem Lande gewüthet, wo der Zucker eincnHauptbestandtheil der Nahrung für die Einwohner bildet. Rush und Kulten und andere berühmte Aerzte behaupten, daß die vielen bösartigen Fieber aller Art sich durch den Gebrauch der Zuckers verringert hatten; bei Brustschmerzen dient des Zucker als ein vortreffliches Linderungsmittel, so wie bei vielen andern Leiden des menschlichen Körpers. Der berühmte Doktor Franklin trank, ehe er zu Bette ging, gewöhnlich ein Viertel Quart Syrup von rohem braunem Zucker und fand hierin ein wohlthätigesLinderungsmittel gegen seineStein-

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