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Das Füllhorn · 1835-05-21 · 21 (21.5.1835) · p. Spalte 163-164

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
21 (21.5.1835)
Date
1835-05-21
Page
Spalte 163-164 (sequence 2)
Language
German
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I« 1-1 > . tutövv und brachte es zv einem hohen Alter, so auch Herodicus, der Lehrer des Hyppokrates '. der gleichfalls meiner Jugend sehr siech gewesen., ' Und gewiß war es auch nur die Ueberzeugung von den guten Wirkungen der Bewegung, die Sokrates und Agesilaus vermochte, eS nichtunter ihrer-Würde zu halten, mit ihren Kindern, zuweilen auf einem Stecken jls reiten; eben so verschmähten es auch Scipio, Lälius und der Hohepriester Scaevola nicht, sich am Wurfscheiben und Topfwerfen zu ergötzen, indem diese körperliche Bewegung sowohl zu ihrer Lrhohlung, als zur Erhaltung und Stärkung ihrer tzchrnskraft und Gesundheit diente. Für Auswande^ungslustige nach Rußland. Auf die von Seite zweier Oekonomen im Rezatkreise an die Kaiserlich Russische Gesandtschaft am König!. Bayerischen Hofe gestellte Anfrage, in Bezug auf den. Plan ihrer Auswanderung nach Rußland, erfolgte nachstehendes Antwortsschreiben: „Von der Kanzlei der Kaiserlich Russischen Gesandtschaft am K. B. Hofe an Sch. in T. In Beantwortung der von Georg.Dietsch und Valentin Schocr an die Kaiserlich Russische Gesandtschaft gestellte Nage: ob es ihnen erlaubt sein würde, sich io dm OEorneaient, 8lu»<imir oder Hamivier kociolsl» anzusiedeln? unterläßt sie nicht dieselben zu benachrichten: daß cs ihr nur in dem Fall gestattet ist, bei ihrer Regierung um spezielleAnsiedlung Erlaubnisse nachzusuchen, wo jede der Familien, welche in Ruffland ausgenommen zu werden wünschet, den Besitz eines schuldenfreien Vermögenvon wenigstens Tausend Gulden Rheinischnachzuweisen vermag. Die K. R. Gesandtschaft bedauert den erwarteten Aufschluß über die etwa zu hoffende Unterstützung in Ansiedlungsgegenständen nicht ettheilen zu können, indem hiefür keine bestimmte Nor» festgestellt ist. München den 14. April 1835." Die Juden und Russen, eine parallele. . . Man wirft den Judem vor, sie lieben den Handel mehr, alS andere Gewerbe, und glaubt, daß sie hierin mehr Gewandtheit haben als zu andern Beschäftigungen; was auch in der That wahr sein mag. Allein dieselbe Vorliebe zum Handel und dieselbe Gewandtheit wird auch bei den Russen angetroffen. Herr^Pryfessbr I. L.'Petri sagt von ihnen: „Den Ackerbau liebt der Russe weniger als Handel und Gewerbe. Er scheint zum Schacher geboren, wie der Jude. Dieser Hang und diese gleichsam natürliche Anlage zum Handel und Schacher ist ein Hauptzug in dem Charakter der russischen Nation. Er ist Allen wie angeerbt; darin zeigen sie ihre Stärke, ihre Thätigkeit, ihre größte Geschicklichkeit. Man lasse dem Russen nur Freiheit zum Handel, er braucht keine weitere Unterstützung, keine andere Forthilfe; er hat se«n Kapital bei sich und weiß die Prozente davon zu gewinnen. Sein Kopf ist erfinderisch, seine Augen sind wachsam, seine Hände flink, seine Füffe schnell, sein Magen genügsam. Man setze ihn, sagt ein russisches Sprüchwort, mit einem Gelddeutel auf> einen Stein, und er wird sich nähren. Seine Sparsamkeit und'Genügsamkeit macht, daß er bald erwirbt, wohlhabend, ja reich wird. „Wenn nun dieselben Erscheinungen allermeist sich auch bei den Juden wiederfinden, so siiw sie bei ihnen doch nichts anders, als Folge der Beschränkungen ihrer Rechte". Ein Gleiches nehmen wir wahr bei den Christen auch ausserhalb Rußland an den Orten, wo sie in ihren bürgerlichen Rechtenbeschränkt sind. So lesen wir in einer Schrift über Arabien: „Die Christen, welche in Arabien nie zu einem öffentlichen Amte gelangen,-"legen sich alle auf die Kaufmannschaft." R-d. -Rußland. Durch zwei frühere Ministerialbeschlüffe ist eine Klassifikation der in dm neurussischen Gouvernementsich aufhaltenden ausländischen Jsra-

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