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Das Füllhorn · 1835-05-21 · 21 (21.5.1835) · p. Spalte 167-168

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
21 (21.5.1835)
Date
1835-05-21
Page
Spalte 167-168 (sequence 4)
Language
German
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7M.I >W ' ^kckinenen. Skokbul, die schreckliche Krank- In der Oekonomie der Natur ist nichts einsci- "eit, di( sonst auf den Schiffen Is häufig wütigcs, nichts Mangelhaftes, alles in einandcrwir- . kcud, einander bestimmt, zu einander stre- LN« tdet?,' wurde durch'den Gebrauch des Zuckers gänzilch schoben. Auch die Krankbeiten, di« ber den '^in«rn durch Würmer entstehen, werden durch en gehörigen Genuß des Zuckers, zlrdem sie durch ^ie Natur selbst hingezogetlzu werden scheinen, leicht abgcwandt. Was endlich dieungegründcte Behauptung betrifft, daß der Zucker die Zähne verderbe, so dürste man nur einmal die Zähne der Reger und ihrer Kinder in den Zuckerplantagen in Wcstindien betrachten, die doch Tag für Tag beständig Zucker kauen, und man würde sich leicht vom Gcgentheil überzeugen. Literatur. „Der Lebensbaum. Angebinde für israelitische Konfirmanden beiderlei Geschlechtes Oder: das Iudenthum in seiner Grundlage. S. Theil. Von Hermaü Stern, Elementar-, ReligionsundAdspiranteo,LLehreran derKönigl. Erziehungs - Anstalt für Israeliten zu Heidingsfeld bei Würzburg. Würzburg, 183Z. Selbstverlag des Verfassers." Dieses Wcrkchen enthält eine« reichen Schatz der vortrefflichsten Lehren, und kann sicher als ein sehr würdiges Geschenk für die Jugend beim Hinaustritt ins thätige Leben empfohlen werden. Nur schade, daß so wenig Rücksicht auf treue Uebersetzung der in den Citaten angeführten Talmudstcllcn genommen wurden Auch stehen dieselben vielfältig nur in sehr fernem Zusammenhänge mit dem Texte. Der Verläumder. (Eine Fabel aus dem Talmud.) Einst versammelten sich die Thiere, kamen zur Schlange und sprachen zu ihr: Siehe! der Lowe erwürgt seine Beute und verzehrt sie: der Wolf zerreißt em Thier- und frißt es; welchenNutzen gewährt dir aber dein tödtendcr Biß'/ — Was fragt ihr mich? antwortete sie, gehet hin zu den Verläumdcrn unter den Menschen, sie thuu dasselbe, was ich thuc. '» » » Der Verläumder schadet Anderen, ohne sich zu nützen. R - d. Geistesblüthen. Was Glaube trennt,muß Liebevereimgen.— brnd; keine Ursache ohne Witkung, keine Wirkungohne Einfluß aufs Universum. Kein Upbel ohne gut« folgen, keine Pein ohne Vergeltung; also m Rücksicht des Ganzen weder Mangel, uoch Schmerz, lauter Schönheit, Ordnung Vollkommenheit. Aller Mangel liegt nur in unsererBe-. schranktheit; alleöanscheinende Uebel-verschwäiche,. wenn wir Vermögen hätten, jedes Phänomen im Zusammenhänge mit dem Ganzen zu betrachten.— Vertilgung der Maulwürfe. Man sammle Regenwürmer und vermenge sie mit Brechnußpulver. Har man dieses Gemenge 24 Stunden, hindurch zusammengehäuft liegen lassen, so stecke man einige Würmer in die Löcher und Gange der Maulwürfe, und diese werben dadurch bald vertilgt werde«. Anekdote. Don einem Manne, der gewohntwar, sichaus Büchern zu kuriren, sagte der rühmlich bekannte Arzt Markus Herz: Ich besorge verstirbt einmal an einem Druckfehler. Parabel. Im Feld der König Salomen Schlägt unterm Himmel aus den Thron. Da fleht er einen Sämann schreiten. Der Körner wirft nach allen Seiten. Wae machst L« da? der König spricht; Der Boden hier trägt Ernte nicht. Laß ab vom tbörichten Beginnen; ' Du wirst die Aussaat nicht gewinnen. Ter Sämann seinen Arm gesenkt. Unschlüssig stedt »r still unk denkt; Dann fährt er fort, idn rüstig betend. Dem weise« König Antwort gebend: Ich dabr nichtal< dieses Feld, Geackert Hab' ichs und bestellt; - Was soll ich «eitre Rechnung pflegen; Das Kor» von mir, von Gott der Segen. Friedrich Rückert. Wer den Glauben wechselt, der hat dann den vorigen alten Nicht mehr—dannen«» nicht... keinen! hat er wie zuvor. Leopold Scheser. Rcdigirt von Rabbiner S. W. Rosenfeld. — Verlegt von Fr. Walthr in Dlnleltbühl.

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