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Das Füllhorn · 1835-04-30 · 18 (30.4.1835) · p. Spalte 139-140

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
18 (30.4.1835)
Date
1835-04-30
Page
Spalte 139-140 (sequence 2)
Language
German
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140 139 <. ihren Büchern und Schicksalen wissen sie noch wenig »der nicht-. Darum wissen sie auch nicht, warum die Verhältnisse derJuden verbessert werden sollen. Eine kurze Belehrung über die frühern Verhältnisse der Juden wird also ein Wort zu seiner Zeit sein. Zu diesem Zwecke wollen wlkMege- . drängte Uebersicht ihrer alten, mNIserm und "ä^leuen Geschichte geben. Daraus wird sich ergeben, daß die Zeit, wie ein Strom, in da- Meer der Ewigkeit unaufhaltsam vorwärts schreitet. -7. Den Nachkommen Israels oder Jakobs, die in Palästina in Glück 'und Freude lebten, nach der/Zerstörung/ihres Salomonischen Tempelaber durch die Chaldäer in die Gefangenschaft nach Babylon geführt wurden, schrieb der Prophet Jeremias (29, 5) imlNamen des Gottes ihrer Väter zu, daß sie für das Wohl, des Stgates, in welchem sie wohnen, beten und thätig Mitwirken sollen. Aber sie wurden von den ü bermüthigen Siegern mitHohn zurück gewiesen. Darum sangen sie den Psalm 137: . An BatekS Strömen saßen wir tlnd weinten, wenn an Zion dachten wir, lind hingen unsre Harfen an die Weiten. Da forderten, die unsre Leiden Mit Wonne sah'n, von uns rin ki«d, Pon uns verlangten unsre Dränger Freuden: „E,! singt uns doch ein Zions -Lied!" Wie sollen singen wir dem Herrn ein Lied In einem fremden Land! Wenn ich vergeße dich, Jerusalem, Ev soll^vrrgeßen mich die rechte^and! Es soll am Gaumen mir die Zunge kleben, , . Wenn ich nicht denk' an dich in meinem Leben. Wenn «einer Freuden Diadem Nicht bleibt allein Jerusalem! Nach Verlauf von 70 Jahren erhielten sie von Cyrus, dem König der Perser, der Babylon erobert hatte, die Lrlaubniß, in das geliebte Land ihrer Väter wieder zurück zu kehren und einen neuen Tempel zu erbauen. Seit dieser Zeit, sagt Jose pHus (änriq. XI, 5), nannten , sich^ Alle Israeliten, Juden, denn der vierte Sohn ihres Stammvaters JSrael hieß Juda, ") dessen männlichen Nachkommen sie im Reiche Juda unterthänig waren. Später wurde der Name „Jude" rum Gegenstand dcS HaßeS, denn der Jude blieb'unter allen Verhältnissen und Umständen seinem Gotte treu, den er als ein ewige-, einiges und geistiges Wesen, alS Weltschöpfer und Welterhalter verehrt hat. Darob zürnten die Heiden, die diesen felsenfesten Glauben „Trotz" nannten, denn sie konnten sich nicht denken, daß es Menschen gebe, die nicht, wie sie, sprechen wollten zum Holze: „Du b.st mein Schöpfer!" und zum Steine: „Du bist mein Erhalter:" > (Fortsetzung folgt.) *) Der Römer TacltuS (Mot. V» klk.) erwäbnt. kaß der Name Jute von » einem Berge auf derl Insel Ereta, herkomme! Königreich^Sachsen. Dresden, 6. April. Allmählig ärndten wir die Früchte unseres ersten konstitutionellen Landtags. „Mit weiser Han§ zur rechten Zeit" ist - der Wahlspruch unserer umsichtigen, gerechte^ Regierung, den sie auch bei jeder Gelegenheit konsequent befolgt. Einen neuen Beweis davon liefert die Feststellung der bügerlichen Verhältnisse der Israeliten. Auf dem lezten Landtage beantragten die Kammern einstimmig bei der hohen Staatsregierung, der nächsten Ständeversammlung ein Gesez zur Verbesserung debürgerlichen Zustandes der Juden vorzulegen, inmittelst aber die Abhilfe einiger besonders als dringlich hervorgehobenen Beschwerdenpunkte durch Verordnung zu bewirken. Zu lezteren gehörte namentlich die fortwährende Weigerung der Zünfte, jüdische Knaben als Lehrlinge aufzunehmen. Durch eine Verordnung der LandeSdirektioa vom 5. Jan. l. I. wurde ckUn im Interesse des RechtS, der Vernunft und Menschlichkeit diesem Uebelstande abgeholfen, und unter gewissen, noch zur Zeitnöthtgen Modifikationen, da- Aufdingen von Jy- .. denknaben den Zünften, als mit den Landesges«'

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