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Das Füllhorn · 1835-04-30 · 18 (30.4.1835) · p. Spalte 137-138

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
18 (30.4.1835)
Date
1835-04-30
Page
Spalte 137-138 (sequence 1)
Language
German
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<4,^. Das Füllhorn. Bin Leitblstt zunächst für und i 18. Donnerstag, G ck über Israeliten. den 30. A p r i l 1835. - Gerechtigkeit, — Wahrheit» — Friede. Sonett. (Aul d«n Gedichten Sr. Mejestit tet Königs kudwig.) Nicht für die Ruhe ist, jum Kampf erschaffen Der Mensch; was «hm auch droht, er soll nicht jagen Für das, was recht und edel, Alles wagen. Es darf dafür nicht seine Krafft erschlaffen. Wenn gleich des Schicksals harte Schläge trafen. ' Und müßte er das Schrecklichste ertragen. Soll er doch immer nach dem Ziele jagen, Bis es erreicht, nicht ruhen seine Waffen. v Ob Böses auch dem Menschen «lederfahre, ' Sein Bestes ist'«: es läutern die Beschwerden, Des Menschen Jahre all' sind Prüfungsjahre. Er lebt darum ein Kämpfender auf Erden, Dem treu zu bleiben, was er hält sür's Wahre, —- De» Friedens Glück es kann nur jenseits werten! Die Zeit geht vorwärts. Don vr. S. Mayer, Rabbiner in Hechingen. Schnei» rollt d»t Zeiten»«», _Ist gut ged«tznt der chs«d. In Gemäßheit Höchster Verordnung Sr. Hochfürstlichen Durchlaucht unserS regierenden LandeSfürsten vom iS. Merz 1825 hat die hiesige israelitische Gemeinde eitle israelitisch -deutscheVolksschule errichtet, und zu diesem Behufe ein kostspieliges SchulhauS erbaut. In Folge Höchster Verordnung vom 17. Merz 1830, die Organisation deS iSrael. Schul- und KirchenwesenS btfd., richtet sich diese Schule, soweit eS möglich ist, nach den Bestimmungen der Stadt- und Landes- Schulordnung, und hat die Gemeinde das Rabbinat instituirt. Seit mehreren Jahren dienen militärfähige Jünglinge der Gemeinde unter dem Landes- Contingente. Am 15. Jan. l. I. erließ die Hochfürstliche Regierung ein Publikandum an die hiesige Sadtbehörde, daß auch im hiesigen Lande zeitgemäße Normen für die Verhältnisse der iSrael. Unterthanen, nach dem baldigen Ablauf deS Zeitraums, auf welchen ihr Cchuhbrief ausgestellt worden, angrnommey werden sollen. DaS sind Zeichen der Zeit, daß sie unaufhaltsam vorwärts schreitet. Auf dem Wagen der Zeit fahren die Menschen. Nur ist oft in einem Lande die Straße besser gebahnt alSin einem andern. In vssserm Lande ist die Chaussee gut. Wir hoffen also glücklich zu unserm Ziele zu kommen. Diele Leute aber kennen die JSraeliten noch gar nicht, sie wissen nur, daß diese—Juden find/ d. h. wandernde Kleinhändler mit allen Eigenthümlichkeiten ihres Gewerbes und Standes. Von

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