Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 14 (2.4.1835)
- Date
- 1835-04-02
- Page
- Spalte 109-110 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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10S No je mein Schiksal sein, von allem Umgang der Menschen getrennt zu werden, so würden sich meine Bedürfnisse natürlich auf einen sehr engen Kreis beschränken müssen; aber es gibt auch zwei Bücher, deren Besiz mir auch kehlen andern Wunsch übrig ließe, und dieses sind die Bibel und Waitons Angel buch. (Fische angeln gehört unter die Hauptvergnügungen der Engländer. Aufnahme derProselilen bei d enTürken. Der Muselman verachtet den, der aus irgend einer Veranlassung seinen Glauben aufgibt, und betrachtet ihn immer mit.mistrauischen Augen. Die bloße Annahme des mohamedanischen Glaubens ist, sobald sie nicht von Beweisen innerer' (Überzeug begleitet wird, nichts weniger als ein sicherer Paß zu den Gärten des Paradieses. Eine bedeutende Anzahl Andersgläubiger, die gegen Mohamet II. ihre Bereitwilligkeit erklärten, zum Islam überzutreten, wurden von diesem über ihre Beweggründe befragt, und da sie sich genöthiget sahen, einzugestehen, daß sie nur ihrer Abgaben los sein wollten, so wies er sie zurük mit den Worten: „Gutes Gold ist mir lieber in meiner Schazkammer, als schlechte Anhänger ln meiner Kirche." enthält in Absicht auf israel. Lehrer folgende allerhöchste Bestimmungen: 10) Der Antrag wegen Regulinchg grua für die israel. Volks-Schullehrer m gemeinden, trifft seine gesezliche Lrkktzjgüss-. ik der Bestimmung des Ediktes über die Verhältnisse 7 ' * der jüdischen Glaubesgenoffen v. 10. Juni 18^8 §. S3., auf welche Wir unter Bezugnahme ÄG die Bestimmung des Abschiedes für den Land^ rath des Rezatkrrises vom 1. Mai 1883, Abteilung Hk. Ziffer 14. *) verweisen. 11) Daß in kleinen und notorisch unbemittelten israel. Gemeinden, welche mit Genehmigung Unserer Kreisregierung ihrem ReligionSlehrer auch den gewöhlichcn Schulunterricht übertragen, in den hiefür auszusezenden Normalgehalt auch die Bezüge alS Religionslehrer eingerechnet werden, ist den hierüber erteilten Direktiven entsprechend. Dort beißt rs: Wir haben so eben verordnen lassen, taß auch die förmlich eingerichteten Elementarschulen der Israeliten bei Verlheilung-der Kreisschulfondsuntcrstüjungen gleichmäßig berükflchtiget werden. Beachtuugswerthe Winke für LehHr. Mendelssohn sagt in der Vorrede zu seinen Morgenstunden: „Ich bin der Meinung, daß man beim Studium der Philosophie, Kultussache. Gelnhausen, den 27. Jan. Den 24. d.M. geschah die feierliche Einweihung der hiesigen neugebauten Synagoge der iSrael. Gemeinde, und der Hr. Kandidat L. Gersfeld, der vor 2 Jahren hier mit dem größten Beifall predigte, wurde von Marburg hierher berufen, eine für diesen Zwek und Erhöhung der Andach erbauliche Predigt zu halten, und der'Erfolg krönte da- Werk. Cr sprach eine ganze Stunde mit Kraft und Würde über den hohen Werth eines Gotteshauses, wozu er den Text Ps. 27. D. 4. wählte. Er legte es seinen Zuhören so in Wahr- '» M- »-i d» mi. d.m 'an7H».7VV° Gebrauch den Anfang machen, und mit der Rej^l. als auch die kristl. Zuhörer tief gerührt gel endigen müsse. Das Studium der Form ist weder nüzlich noch angenehm, wenn^nicht die Anwendung beständig zur Seite gehen kann; und wie ist dieß möglich,wenn noch keine brauchbare Materialien angeschaft sind?"— In der ganzen Predigt sprach sich ein glöser^ --- Gesezliche-. Der Abschied für den Landrath deS Rezatkreises vom 81. Januar 1835 (Reggbl. Nro. 12.) wurden. . -. tiefer religiöser Geist und ein Eifer für daS geistige Wohl auS. Die Sprache war einfach, faßlich, aber tief aus dem Geiste und der Wahrheit des Menschenlebens gesprochen, und die volle Stimme des Redners gab feinen Worten immer den Nachdruk, den peder AuSdruk au seiner Stelle wünschte. Jeder ging befriedigt nach Hause, und noch lange wird gewiß dieß gesprochene Wort zu manchem Guten aufmuntern, und in deu Herzen atler Guten wohnen. (F. I.)