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Das Füllhorn · 1835-01-29 · 5 (29.1.1835) · p. Spalte 37-38

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
5 (29.1.1835)
Date
1835-01-29
Page
Spalte 37-38 (sequence 3)
Language
German
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. rr Herab die Rrichen und hinauf L!e Armen steigen, die am Schwersten tragen."" . / E. Steinhard. Schulsache. Im laufenden Schuljahre befinden sich in dem Kgl. Schullehrer- Seminar in Bamberg 7 israelitische Schulamts- Kandidaten, 4 aus dem Obermain- und 3 aus dem Rezatkreise. Diese erhalten auf Anordnung der König!. Regierung des Obermginkreises, die sich um-die geistige, sittliche und bürgerliche Bildung der Israeliten ihres Kreises schon so viele ausgezeichnete Verdienste erwarb, wöchentlich vier Stunden besonder» Unterrichte zwei in der mosaischen Religion und zwei in der hebräischen Sprache. In den K. Seminarien der andern Kreise ist diese — sicher höchstlöbliche Fürsorge noch nicht getroffen, und die dort sich"befindenden Kandidaten mosaischer Konfession find in beiden erwähnten Beziehungen ganz und gar sich selbst überlassen. Da nun aber die allermeisten lediglich für das Fach der mosaischen Religion und der hebräischen Sprache verwendet werden, so muß,es allerdings einen großen Uebelstand bilden, wenn diese Individuen für Alles mehr vorbereitet werden, als für ihr' eigenmches Beruffach. Eine allgemeine höchste Verfügung zur Abhilfe dieses UebelstandeL dürfte daher «ls sehr erwünscht erscheinen. ^n d u st r i e. Ein Umstand, der dem preußischen Gewerbssleiße Mße Ehre macht, ergibt sich unter andern aus der Abhörung einiger Zeugen bei Gelegenheit der vom englischen Unterhause angestellten Untersuchung über den Zustand des englischen Manufaktur- und Handelswesens. Ein Kattundrucker^Sus^Primose sagt nämlich, als er gefragt wurde, woher es, seiner Ansicht nach, komme, daß Fremde, z. B. die Elberfelder, im Stande seien, das türkische (rothe) Garn viel wohlfeiler zu färben, als 'die. Engländer? daß dies namentsich von der geringen Besteuerung be-KrW>vnd Oels in Preußen herrührt.. Das türkische Garn, welches in Rußland verbraucht werde, sei englisches Garn, das in Elberfeld gefärbt worden sei. Es werde von England nach Elberfeld geschickt, dort gefärbt, und dann für englische Rechnung nach Rußland geschickt. Selbst das Garn, daS man in England verkaufe, komme jezt schon zum großen Theil aus Elberfeld, es sei englisches Garn, das man dort färbe, und dann nach England zurückschich. Ausser jenen Dortheil de- Megfallens der Steuer, hätten die Elberfelder' auch das Verfahren bei der Färbung abgekürzt Ulih. vereinfacht, und man sei in England so sehr von den Vortheilen dieser neuen Methode überzeugt, daß die englischen Färber sich bereits Leute aus Elberfeld kommen ließen, um diese bei sich nach dem neuen Verfahren arbeiten zu lassen. (K. u. f. K.)_ . N o r'd a m e k,i k a. AuS dem Briefe eines nach Nordamerika gewanderten jüdischen Schuhmachergesellen auS . Bayern, d. d. New-Dork, den 16. Juni 1834, entnehmen wjr folgende nicht uninteressante Notizen. — Der Briefschreiber räth denjenigen, die nach Nordamerika wandern wollen, nicht über Biemen, sondern über Hamburg oder England zu reisen. Die Bremer Schiffeigenthümer, sagt er, versprechen viel und leisten wenig. Der Israelite könne auch auf den Bremer Schiffen nicht nach Religionsvorschrift leben. Am 40. Tage nach der. Abfahrt von Bremen gelangte das Schiff ,nach New-Dork, ungeachtet eines lange anhaltenden Sturms, wobei das Schiff sehr weit nördlich verschlagen wurde. Schon am dritten Tage, sagt der Korrespondent, wurde er seekrank und blieb es während der ganzen Fahrt; die Seekrankheit sei aber von keiner Bedeutung, sie bestehe blos in Ueblungs Empfindung und Erbrechen- Bei seiner Ankunft in New-Dork stieß der Wanderer sogleich auf bekannte Deutsche, die er namentlich nennt. Lr arbeitete wenige Tage bei

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