Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- V (1896)
- Issue
- 221 (28.6.1896)
- Date
- 1896-06-28
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. I Fr sie, Inugtr TnrnvcrcincS gegründet morden, welche ans diesem ausgetreten sind, weil sic sich von der antisemitischen Mehrheit desselben uidit länger an die Wand drücken lasien wollte» und an dem O'rnndiavc festhielten, daß Turnvereine mit der Tagespolitik überliauvt »ickns;n schasicn baden sollen. Tic große :Vidir,iilil der deine dem 'Vi.inua Tnrnvercinc angcdörigcn cdcmaligcn Salzburger Tuinvereiusmitglieder bat durch ihre Beiträge wesentlich dazu l*eigcnageu. das 'Bcrmogen des allen BereineS allmälig ani die Hobe von — wenn ivir mdu irren — -URKI fl. zu bringen. Wenn mi» der Biänner Turnverein nad, '.'luncht Adolf Ttaincl s verjndel in, io sind and, icinc Biriglieder . Iudenkncclite und waren dies offenbar id>on;» jener -->eil, da ne noch im alten Berrinc siande». solgericlnig isi also and, das von ilnien;n saniincugesanimclie Tlammvermöge» von 400r> fl. verjndel gewesim Ta iiiunnt cd u»o denn gewaltig Wunder, das; Herr Tiainer mit solche, Osinniitbsrube darein willigen konnte, das; der Taltburger Turnverein das luni O'roßtbeil von Iiidcnliicdnen licrrnlireude Tlainmeaviial belnelk «Tin waicliechter '.'luiiieimt, wie Herr Akol' Ttainer. der einen' Iiid.m sclntvvereine iiicln einmal einen Heller aus O'emeindeinitt.ln bewilligen will, iollie doeli ancli vrrjndelcs O'eld mit ,'iitlidicr Tnirlisinug;uru>1 weisen. Wir liabcn aber nie davon gedorl. daß er im Talrbnrger Tun; vereine je einmal einen derartigen Antrag gesiellt balle Tie 4«-00 >l wurden vielmebr oline Bedenken;»>» Bane der" antisemili'dien Tnrndalle - verwendet, ein Beweis dafiir, daß unsere Aiiti'einiten in j-;i«'si-IS das betannie .mm «’l>f l ubig gelten lanen Herr Tlainer in als anii irmiii'clier t''ei.iieinderaib .;u siolr. nni eiuein indiidicu B.reine;n Hii'e;n kommen' — und .siol; lieb" id, den — '’liin ' Wn da neu üur bei;lidi ge,ne geivün'dik. daß er ancli au' 'eine e'cede baue siol; >ei:; töiinen: aber die'es Osiink in idm leider ver'agi geblieben Wii lennen »anilidi >el'.r 'Biele, darnnler ielbsi BarieigSnonen -Tiainc; s. die ßcli die'er Rede aniridnig geidian« haben Wir nelnnen sie nun »;dn >o iragiidi '.R'adj »nierer '.'lniich/ uainlidi erliiilr das geirn odrei'.s WoN.e»n dann Bekeuinng und lZeepmu, wenn Beides audi dein sicedue., der es ansge'vrocheit. bem-dkgl werden kann Tie Berionlidsleit des Herrn'.Idol' T:a.uer in al^iveder bedenteud. nodi gewidmg. Man bar al'o abiolni leinen t^rnnd. ilv.i ernsi;n nednien. und darr idm > »big das.'Beigniuien gonzien. >ld> in deir '.'lugen der gebildeten 'Böe» ladierlidi madiei:. >o o'l cs ilnn belieb:.", i?as sTliikoiililit» Vco Clmiiiicr ('viirftcriliiidiojo miD Dk JUuin ttdirdiru.) Man idireibt I uns : Tin tiiiigt'diedsisdies Blaik Bobine:.s recbnet in terncswegs frelMdlidier Absicht deni Iiirsierzbiichofe von Tliiinv ''eine Tiiinabnien nadi lind beineill, daß es unidiidiid, iet. iveu.ii die ein Walen Organe mit jeder Wabe. weldie die reichbegiiierle!, iidieii'iirne»;u wobllbatigen Zwecken 'vendeü, ' >o viel Au'l-ebeuniadieu '.'iad, dem erwähnten inngt'dicdii'dien Blaue geboren dem Imrsi e>;b:'dio>e von Clniüv die r'siiier Hocbivald mit I■'i Heliarei: i 1 Hektar 7* Bienen ß Aielttrti mit .*k reu: sie, r.::i l7:‘«>. Wi'cdau mit 10.117, Mor;>e und '.'ierauiisliv nni ."> '-0, Binrag mit •117*7, Chitin* mit III- und ^u'itiiui lyi: >II Heltaren. nu i'si,u;cn ::nbeweglid,e l'siiter nu 'Ans maße von 7>u.,'W Heltaren oder s7‘.'OO—0 ,>ocd 7' l'O Meveu, die, wenn man das Tu'di i*'.und mit h (' fl. beivcrtdei. einen Werib von Millionen revrä'eiUiren Wenii erwogen wird, io beißt es in dem jnngl'diedii'dien Blaue weiter, daß der gegenivarlige ,vurne<^i>diof dicke lauter großteiitbcils in eigener;'>egie verwaltet und daß dieselbe» ziuneisi in der 'rnditbaren Hanna liegen. Ivo. inan'von jedem Z*odtc 40 fl. Baditrins erbalt. io nt das Tiuloniineu des Hiirfter;bi>d>oss wabrlidi großartig Taut konnncn aber nodi die Tinkünfte ans den wirtb'diastlidten und iiidnßriellen Unter ncdniilngen des siitrsterrbistbiims, ans de» Branbali'ern, Mnblen, Mal'.ereien, Tisenwerleii :e. '.'lls O'rnndbenver wird der ,7ii:ßer;b!'d!0' 'von Clniiii* in Cesierreidi nur von dein regierenden siitlneil Vicchteunelii ribertroffen. T*n der Hanna iagt inan, daß der ,viirfterzbi>d>os nadi Äbzlig aller Änslagen und Ctencrn rein 100l' Tneate» taglidi;n veriebren babe, nnd wenn »nn ein foldier Herr einmal lOllll oder -'OOO fl. für die Armen gibt, so sdtreit man das als — Ö'i’tt weiß was für ein Ö'esdicnk aus .... Tie Tbrisilidl Toeialen, die im aller arinfic» galisisdtcn' Inden, der außer seine»! Acastan nid,lo sein eigen nennt, den O'roßeavilaliftcn wittern und d'clanivseu, möge» dodi ans den vom junglsd,ed,i'd,cil Blatte gebrachten Taten die nalurgemäßen Tdilußfolgernngc» zicbe». Hiebei in zu beadilcn, daß die t*'ütcr der lodleir'Hand in progressivem 'WadiStl,nm begrifseu sind nnd. was sonn bei t^roßoapitalinc» in der Regel uidit bcvr tvall in, eine Tbcilung des \ Bcsiycs im Borbinciu anSschlicßen. Tic seragc, wie ein O'roßeapital. sid, anfbäufte, in an und snr siä> irrelevant, allein die Antwort aus dieselbe, , ivenn sie gefordert würde, dürste sowohl vom national ökonomischcn : Tlaildpnnktc als and, von dein der Billigkeit kanm;» Ungunttcn j weltlicher Großcapitalincn aussallen. Die Radomontadcn der Christlich; Toeialen gegen den Kapitalismus lausen schließlich in den reinsten > 8 l a t t. z , seit« 5 ToinmunismuS biiiaus. Taß aber die B.-siper von!Hnitern der tobten •VUH& lidi für die Ideen des Tonininuismus begci'tern. daran werden wobl and, die albernne» Tbrinlid, Tooialen nicht glauben l >AscillilisillllS."t Ans *i r a k a n iviid uns geid,rieben : Ter Anti seinitisinns, wie er in Tenudiland und anderslvo '.Rode in. ,d,ci»I denn Pod, zu abge'dnnadt und dem chrinlich alanbigen Oßmutbe uidit rn'agend, so da,; an seine Tteile etivas '.'7>ßiss treten »ins; Ins besondere iab licb ein volni'cher O'einlicber, I'. Mnrva» MorawSki, veranlaßt, die Terminologie der Hepp! Hepp! Moral nm einen.neue» ' Ansdriid;» bereidiern ..Aseiniiisnins' beißt dieneugeborene'Idee, d:e an Tteile des verdanimensiveitben. iveil ..mit der d,rinlid,en '.'cl'.dinenliebe nidn vereinbarten Antiientiiisnins" treten soll Ter ge nannte Bri'ner bat iie rnern i» einem akralauer Journal veil.iirdigt, ' dann in einer Blo'dtüre, ' die von eüieiu großen Tbeile der volniicben . Blauer »nt 'idiibarem Woblgesalleu aiis;ugsivei'e reprodiioiri wurde-, Tie dirinlidje 'liebe dietirt dem I' Morawsli die erliebendsieu Ans driide in che Jeder, um die Iudenbepe;n verdammen, sie,- begeistert idn sogar;nr Abwedr einer-etwaigen Invasion des ..deitt'dieu Anti iemitismns", aber -—- der Jude ivird dod, verbranntW;r lassen. Ina einige Tteilen aus der Broschüre folgen: ..Ter tildiiche Tlauin: iß von- Ratnr reidi begabt; der Jude' be'ipt im Allgemeinen ein großes Mag von Willensnarle sowie Ausdauer im T-irebe» nach dein vor geneckten --liele .)eder i'ß-sabr Irouend. vermag er jedes.nodi io lubiie llntetnelnnen zu beginnen und Alles'a»>S Tviel;u ieve», sobald es gilt," etwas Bor>zesai;teS r» erreichen - . ..In frübercn Seiten siande» die Inden unter Ansualimsgeiepen, lieute in' das nicht niebr der ,eall . T>e Begriue volitiidier, Oßeidtberednigung aller Tiaatsbiirger wurzeln rn ite' in der allgemeinen An'dtannng nnd geboren;» den Rormc» einer niodernen o'eicll>d,aftsord»n»g. Mag Jemand and, der Arisid,! sein, da,; die Tmaneivalion der Juden übereilt >vnr!^, daran kann dod, lein Meii'di ernnlid, denke», die dem Juden bereits gewahilen- Redne rüdgäugig;u" madiSn: die fefdudne ,'d,reitet »icln »ad, rück ive.ris. nnd die O'teidiberednigun.g" isi »nn einmal;» iebr lIcberZeugnng geworden, als daß ma» da änd, »nr Breidie ,'dilage» lonnic." , . ..Ts gesienit «id, daber leinesfalls. gegen die Inden gewaltibatig vorzngebeil, folgerrdnig and,, nicht, die Bevölkerung gegen sic an'-znrei;en, verbepeu. d b. in Wort nnd Tdtrist an,' die Heiden scha'ten des Boiles in dem Tinnc ein;i»virlen. daß fie-z»»siHas; und 'Bersolgnug der Juden angeregtwerden. " Warum geziemt es sicl, nicht? Weil die 'Berbetcnng;u Oß-ivaltikiaien iiilnt und schon der Haß a>t und für ftd, tmdiriftlid, isi T ie O'ewaltlbat lutt das Bet breche»;»r I-olge, und das Berbredien bleibt Berbrcchen und isi dein gesell. ,'diaulidie» Heben viel id,adlid,er als jedes noch io große, llel'el. Told,e Berbredien loniiteu' wobl dnrdi - die jiidiidien llebergriiie und Büß brandic als v>iid,ologi>d»' begründet erllau werden', in >noialiid,er Hinfidit lounen jedod, ioldie 'Berbredien niemals geredii'erligc iverden Jeder Tbrisi und jeder clirisiliche Ttaal inuß ioldie Tliaten ini Herzcg >owie i» Worlen ent'diiede» gaup unbedingl »nd rndballlos verdammen.- Und ivenn — O'ou 4'ebiite es' — ' be> den Bolen ciwas Aebnlid,eS wie in Teut.idiland Vorkommen sollte, ,'o würde uns nidits übrig bleibe», .ale auf die Ttraße .hinaus',nlreten und nnier eigener Hebenssiefahr, mit dem heiligen 'C rwi^e in dkr Hand, die Judo» vor lliiw'd)t;u bei-hüve» nnd die Bolen von 'Berbredien abznbalien." To iveil die d,risilid,c Hiebe des bodiiviirdigen Herr» Morawsli. Rn» iolgl der Blau des „A-iemi - tisnins", der den i-^difaie» Tinslns; nnichädlid, niadicu und die pol»isd,e Bevollernng be'r?r>-ii soll. „Tie Telbsiivehr," wird uns gesagt, „tann nien^ils als Augnii beiradnel iverden : sie soll darin-bestehen, daß das dninlidie Bolt vor jüdiidieni Tinslns; »nd denen sd,ädlid)cn Ucbergrisscn befdiiivlwerde '" Tas in leines'alls eine Unbill im Tinnc des siaat lidien Rediles, denn cs >isi ja nur von einer '.'letion innerhalb der Tdiranlen der siaailidien O'leidibereditignng -ic Rede. Aber and, vom »ien'd,lid,en T.landpnnktc ioivio von dem der. dsrisilid,cn (*'crcd,tigkeit begebt man diirdians keinen Ieliker, wen» man z B. bei», tBerkanse eines Haudgntes. bei Berpaduung von Wirthid,asten den Juden abweist nnd lieber den Tbristen auss»d,t. Tas lann ja gcsd,el,c», da wir nberhanpl ieditlidi uidit verpsliditei sind, dem Inden etwas zu gebe».- Ts »„iß daher vor dem Iitden jeder siamilieiikreis abgcsperrt iverden. Ter Jude ,'oll vom dirisllid,cn siamilicnherdc serngchallen werden, man versd,ließe, dem jüdisd,cn Tlcmcnte alle TlnbS- und Bcrciltignngen l»r Jugend, alle Td»tlcn {4,; man sorge dafür, daß alle gesd,ästlichcn Unternchmniigen, die sid, in jüdisd,cn Händen befinden, in d,ristliche übergehen : man gründe d,ristliche Gatt- und Wirthshäusrr, Tonsumvercine, BerschleißstcUcn am Hände, Trcditinstitutc, man beschütze daS christliche Bolk, ermahne die Behörden vor den Juden. . . Endlich bekämpfe man in der Prcsie und Hitcratnr sowie in gesetzgebenden Körpern jede *»„ Aiemity/m1', prror Ic«. Maryaua MorawskiegoT. J. Krakow 1896