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Freies Blatt · 1896-06-21 · 220 (21.6.1896) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
V (1896)
Issue
220 (21.6.1896)
Date
1896-06-21
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Nr. ±.'0. .freit» 5 1 a 11. 5fitf 5. bf i m 0 fl., Herr» Zakoh Stroh i.Hemhergl 7> fl.. Herrn Tigmund Ftei.f d,er tReichcuau a. ei, Böhmenl 10 fl, Herr» rTkoar Fieder , TrododneO fl 101. Herrn veovold '1; i it t a ■? und Atau Äamiti 'l; i » l a i « Trieft 1 fl. 2-50, Herrn Baron Heinrich .1 ö » ig - w a r i e r 50 fl., ^ammlmig de» Herr» Z»>-' Poltak iWaidhosen a. d. Thana- >'< fl., Herrn l'iooo '.1. Ä d u 11 >1, fliionmmi; ei» ungari'ches HuvolhelenIoS, Herrn i’iaj- R einer f>0 u., Herrn o>)iia; H c ö l e r 10 fl., Frau iS. S. A fi I.v>am'ircr llllö .liutfdicr.» TavfZjährigc Hanürer Zaoob Heller ging vor 'tuncm durdi die Haldgaffg im VII. Bezirke und fdirie leim fei» „Handeln!" zu den Fenstern emvor. 5 er eben voriihot'ahrendo Riufäier Franz Manier hörte dies und nci dem Greife -,u: „Znd'. « wäre den er, hu moctitcü -arbeiten!" ..B.-ic ict> io iinig war wie du. erwiderte der Hanürer, „bade icii auei, geakdeiret " 5 aß der Hanürer üherhauvl in -antworten wagte. emvorte den aöui'dier. er wrang vom 'B-age» und verfevle dem allen Manne einen fo wuchtigen Schlag, daß dicier reim Miinnen lang beivnßtlvs liegen blieb. Manier baue ndi deshalb vor dem Bezirfsgcridite 'Aenhan wegen der Ueberireinng gegen die törverlidie 5rdierlh.il zu verainworien. 5 er Ängeflagie war nich: er'chienen. 5erZtiduer fragie den als Mengen eiiivernommeiieii Hanürer Heller: „Berlangen 5 io irgend einen iäa'ak lu’ti dem dAngeflagten'?- 5er Zeuge antwortete: „5 nein >'>ch iviU nicht einmal, das; der Mann benraii ivird. Vir bat vielleicht B.-eih und Rind dabeiin, niiB sollen die für die Berirrnngen inres virnährers diißenk- 5er elrichier veruril'eilie den Angeklagten in oontumaciam;» einer Böodie Arrens i 3icilll0urf ili fine SlllinpilC. | Am - Mai Nachmittags Ivaren etwa lot> aiuider in dem iiraeliilichen Tempel in Fnn-bans. Turner gaiie.;>»» i^suesdienüe veriamnieli, als vdov-lidi non allsten Ziegeln nd.- in die Fenner gewsrien wurden: dieselben zerirümmen-.-ii acht Scheibe» ,nnd fielen auf der. Valerie nieder, wo nch glneklicheriveiie Niemand be fand Hin in der '.Machbarnba't beichaingicr 5reebslergebilfe. Marti» Han nich ta. baue das Bnbennüd verübt, .vir ivnrde verbafici und befand nch am' l-. d M, unter der Anklage der vosha-ien Befdiadi gnng fremden viigeuihnms und v^efahrduv.g verionlicher 5icherben vor Bericht 5ie Zeugen iagten über ibn. das; er ein nilvider. lindiicher und oft mnibwilliger Men'ch iei. vir ielbn gab -iider feine Handlnngs wei'c iU>. das; er den Temvel für leer gebalten ünd vlovlich den viinfall gehabt habe, feine Treffsicherheit, die er in der diindbeii oft bewahrt baue, nenerdings;n ervroben. viin von ihm geworfenes Ziegelnück war übrigens in die B.-ohnnng eines Friseurs durch das oenNer geflogen Hanufchfa wurde;n i e ch s M o n a t e n f di iv e r e n ai e r k e r s ver urtbeilr. wobei als er'chwerend angenommen wurde, das; dicfer die verionlidie Sicherheit gefährdende Frevel an einem dem f''ouesdienne geweihten Haufe begangen worden fei. -!ZtnliigU»ipniiig eines libcrnlcn BürgcrmcislcrsZ om nieder onerreidii'dieii Landtage bcfchuldigie. wie feinerteil gemeldet wurde, der chfaidler Zo'ef V^regorig den liberalen Bürgermeister von Betronell, Realitaienbenver Johann 0-' a ß n e r. >es Mißbrauches der Amtsgewalt und anderer strafbarer Handlnngen, wobei er insbcfondcre vorbradne. das; V^asnier durdi er» ndi felbü ausgestelltes Biiuellosigtcitstengnis; fiir feinen 5ohn ein 5iive»dinm fnrs 5i Bolicuer iehrerfeminar erlangt habe, das; er ferner bei Äusbctahlung der 5chneefdianslerlotme und der B.'ildfchadenerfäye unredlidi vorgehe :e. 5em Bürgermeifier H'aßner gelang cs. drei Berfoncn. die über ihn dicfe V'ferüdile verbreitet hauen, nodi rcdnteilig;u cruiren. und er Hagre dieselben beim Beurksgerichte Ha in bürg ivegen vihrenbcleidigüng. vis waren dies der aiaufmann Alois atnhncrt, der B.'irlhfdiaftsbesiecr Zaeob Blaycr und der^Taglöhner oraii; Bock. 5er von ibijcii verfudue BTahrheiisbeweis mißlang, und ne wurden Zu je v i e r; e t, n T a g e n Arrests verurthcilt. 5ic dagegen eingebrachic Bernrnng wurde vom 2'Tiener l'andcs als Apvcllgcrichte be;nglich dev 5dmlb verworfen, die 5träfe Bock's auf eine Aeockie hcrabgefeyt, dagegen das Urtheil auch be;üglich der Strafen a!ulincrt's und Blaycr's bestätigt. Be merkenswerth in, daß nch diH Angeklagten auf einen nckicren Hcinrid, Hartwig beriefen, der von (i'aßncr enrlaffen .wurde und später Buchhalter bei — Hfrcgorig war. ((vine WkiheZ Man schreibt NUS ans 5 a l; b u r g: 5cr fremden und 5aisonnadt Salzburg war ein seltenes t^lnd beschicden. Am 5onnmg wurde nach Äiiordnnng des svürnertbifdiofs die Becihc der Salzburger Diöccse '„an daS göttliche Her; Zcfn" vollzogen. 5ie „5alz burger Vibronik" schickte dicicni vireigninc eine Betradnung voran, in welcher es hieß: .. 5ic Tiöeese sdiließt einen Bund auf ewig mit dem heiligsten Herzen und geht unter einem neuen Titel über in das besondere Eigenthum dieses Herzens Zwar gehören wir ohnedies dem göttlickien Heilande an — schon durch das Tanfgelnbdc: aber wie cS ergreifend ist, dasselbe von Virsreoinninnioanten erneuern zu hören, so ist der Ge- . danke überaus erhebend, daß an dicfein denkwürdigen Tage tausende von Herzen in hl. Freude, in Hiebe und'Bcrkrauen -sich dem Herzen Zefn fchcnkeli. widmen und weihen. Bor Allein werden d:e Teel'örger ndi freuen, die, ihren BTniifdi in die B.-orie des Avoüels kleidend, ihren Gläubigen zurnfen können: .fs'ou in me::i Zeuge, ivie >'ehr id> viuch wünfdic »n Herren T>ef„" Bhil I., und ne werde» es nidu fehlen laffen. die Bedeninng dreier 'B.-eihe dem glanbigen Bolle klar rn mache» > 5as in thatfadilich ge'diebezi, und ein Bredigeifaare nenlidi;n feinen Tdiaflein: „vis in eine Tdiande. daß Talrbnrg fo lange gewartet hat. Tirol hat diefe BTeihe >d'on hundert Zähre " lieber die^Bedentüng des hohen ,Tenes i'dirieb die ..Talrbnkger Vihronil" iveiter-: ..Möge diefe Böeihe nuferer virrd.ioee'e an das liebreidine Herr Zef» liberal!, von der 5o!ii!irdie angofangen bis hinab rnr lleinnen Toiflirehe. «i »löglidin f.-.erlicher BTeife ge'diehen' Möge die>e Andadn von den Bredigern auf der äianrel. von den Beiditväiern in ihrem hl. Anne, von den oi-iledieten in der Tduile aufs BTarinne emv'ohlcn werden! Möge die'e Andadn ger'.egt werden offenilidi in den fotieshänfern und viivaiiin" in dem oirei'e der Zamilien: mögen alle viinrelnen diefes Herr in BTahrheii liebelt und vereinen und rn!h:u fliehen in Bersndinngen und V'efahreil/in Heiden niid Triib'alen: dann ivird der tommende Tonnlag and; ein Tag-großer O'naden und reidiTn Tegeiiei.n,: für unsere ge lieb-ie 5.1 eee'e 'Bin »»'ererfeits honen und würifdren, daß durdi diefc Böeihe audi der dninl.di: und besonders der humane ovift der Bewohner Talrbnrgs gewinnen möge 5ie'e Boeihe ibni ihm fehr noth .'»rgrr »nv Uiigur».' evradie der Anlifemilenhänvttinge B.-iens im Barlanie^ie und außerhalb desselben ivird von Tag r» Tag fredie: und es :n bedanerlidr. daß inan ihnen hier niemals den Tiand- 'vnnkt fo klar gemacht hat. wie dies felbn in kleinen deiitfdie» Tiaaien gefchiehi Als nenlidi in der heffifdien riveiten oiaininer eilt Anttseniit Aamens Bahr den oireisrathen ..willlnrlidie V''eievesanslcgu»g" r»»> Borivnr' 'madite, ergriff nnmiitAbar darauf Ttaaisminifier Z i >zg e r das B.'.'ii. nm die Anslaffnngen Baln's als „niedrige Börienmdnng geiviffenha'ter, pflidittrener, eiirenha-fier Männer" r» brandmarke». 5ie Angriffe Hneger's gegen Ungarn, die.hier gar nick't oder nur fdiwädiltdi abgeivehri wniden, tamen in der Tinnng des nngarifdieu Abgeordnetenhanfes vom li> Zn in in folgender B.-eifo rnr Tvradie: 'Abgeordneter Vndwig H o i i ö rcij der llnahbangrgleildvariei bradne folgende Znlcrrellaiio» ein: .1 Hat der Herr Bkinineivrandent oienmniß den Angri'ien. weldie der Bieednigerindifler der Hiadl B,->en, viari 'i.xrti^eg gegen Ungarn geridnei halb Ü Hai er oienninii; davon, dos; diefe -Angriffe, mit anderen Angriffen ii» .gu'amineahange;n flehen fdieine», deren s>eme>i>. fainer Ziveck in. dnrdi verniiletenorlige vernde »nd erlogene wirthnbanlidie veben Ungarns zu fdiadigen. feinen Bredii zu fdiwadien, fein -An'eben vor dein AnSlande!>erab;nfeven. und io den materiellen »nd ino:alifd>en Ber-aU Uiigarns herbe,;>,führe» > ü i!«as/beabfidingt der Heir Äinifiervrasident;n tlnin,.damn tiefe nnanalineirbaren Angiiffe die enlfvrechende Znriidivcifung und -Adndnng erfahren .--' Zur Begründniig feiner ZnierveUanon führte Äh geoldneicr Hollo anS: „Tag für Tag cruenern fidi gegen nuS gekehrte -Angriffe, die anS He>ierreich loiniNen. TaS o'neiekie Hefierre.idhat;>var leinen Theil daran, aber diefe 'Angriffe sind doch der Ansdrnck weiter .greife der öffentlichc» Aieinniig in Henerreich, „nd eS liegt ein Hnficni in diesen Ängriiie». «-ie ernreden sidi aniveiie ^diichien der o>1erreich>'d-.e» Bevölkerung, und ihr oberneS Ziel in die Bernichiung unseres wirihichafnidie» vebens, tie ikr 'diüiierniig ilN'ercs eiredüeS, die Umergrabung nuferer inoraiifchen »nd »laiericllen .'trafie. Tiefe Angriffe haben in einer liin,lidi in B.-ic» ab« gebalienc» Btiiammlnng ihren Höhevnnki erreich!, in iveidier ein geradevn iinanalinenharer Ton gegen Ungarn angefchlagcn ivnrde. vrsZßhi in Ungar» keine einzige poliiifdie Pariei, weldie den zwifchen 5egerreich »nd Ungarn henehendc» Berhand a»fgehen ivoltie. L>ir siehe» Alle, andi die >Seg»cr der gegenwärligen naalsrechllichen 5rd,m»g, aus dem 5-iandpnnlle der Personal. Union, die n»S zur gemcim'aiiien Perlheidigung unler dem gemeinfainen Herrscher vcrvilichlet. Wir Alle irolle» diese» B«rda»d erhalte» und wollen auch die UnadhaiiUgkeil h»d Lonvcränctäl 5esterreichS intacl sehen. Zn zwei Evochen unserer Vlfeid,sdile, in den Zähren und 1807, hahe» ivir Ungar» alS oherste PorauSieviuig des ForideiiandeS dieser BerhanheS die freiheitlichen und verfafiungrinäßigen Zustände in Oesterreidi hergestell:. Es w»rde dadurch daS eomntutioiielle Tinieiii in fTesterreich gesichert. Trobdem begegnen wir drüben Tag für Tag den heftigsten Angriffe» gegen unfere -Tethstsrändigkeil und unfere Louveräneläl. Wenn diese Angriffe von PrivaUeulc» auSgeHen, werden sie nur nicht weiter anfechte». Bor Anrzein hat der Picehürgerineister von Wien, dar ^herhaupl einer.-gioste» Partei^ der sich mit Recht oder Unrecht für den Berlrefer dsr öffentlichen Meinung Hält, in einer LolkSveriaminsniig eine Rede gehallt», in welcher er belonle, daß in Unzar». die Nationalitäten unterdrückt werden, daß aber 5esierreich dies nicht dulden und so lange nicht ruben werde, bir Budapest den Händen der Inden cntrfffen und in Budapest stall der rolh-weiß-grlmcn Fahne die schwarz-gelhe Fahne von den Häusern wehen wird. Tann werde Wien widder die Hauptstadt der Monarchie sein." Ans den Zwischenruf der Abgeordneten Franz F e n y v e t f u : „TaS ist die Spradw einer Narren!" resteclircnd, fuhr der Interpellant, fort: „Auch ich'halte sie für

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