Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- V (1896)
- Issue
- 220 (21.6.1896)
- Date
- 1896-06-21
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 74% known words query
- IRI
…/4886575-5439173-5439305--2732-4889090- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Stttr 4. ,fr*t** B I «11. llt. 220. in Amisemilldinus ift tit feil i'Äutmi, m welche» er tine wiiklichc Bk dci»»ii>i Kal, iinnicr nur dir Waffe einer politische» Partei oder da? Ergebniß einer >chivierige» okonoinischeii Lage. I» Arankleich jedoch, wo e? nicht wahr ist, t-ß die Fndcn, wie mar »»« glauben machen will, die uneingeschränkten Herren de» Gclde? und der M^chl sind, blcibk der Anlisemili?mn? «in Ding, da» in der Luft 'chwcdl ohne jegliche Wurzeln im Bolle. Um de», schein einer Bewegung hervor;,irufen, welche im Grunde genommen nur Lärm ist, war die | Leidenschasl einiger benebelter Köpfe von nöiben, in denen, ei» niedriger seetirexischer «aikolieismu» de» lernen Dode?kan>vs fahrt, der durch eine» Mißbrauch der Literatur bi» in den strollffchilk? die Abköiniiiliuge de» Fuda? verfolgt, der Iciileii Gott verratben und gekreuzigt habe, Fa, ick füge diuzu, daß da» Be dürsmß nach Lä'in, da» rasende Perlangen, gelelcn;u werden und eine lärmende Beruhunhest zu erwerbe», sicker inil'piele» bei diesein ifffeiulickc» Än zünden und Schinni von Schciierhaufeu, deren Flammen glücklicherweise uur kin'aelie Deeoiaiiou sind. Daher auck der klägliche Mißerfolg. Wie! Sc» so vielen Monaten io viele Beleidigungen, io viele Angebereien, welche die Fude» täglich al» Diebe und Mörder denunc,ren, die Edelsten zu Fudeu macken, iveu» mau ihnen etwa» aiidaben" will, die ganze Welt al» finden verfolgt, in ' iultin, venirtbellt. Und wa» bleibt? Richls al» Lärm, unanständige Zoten, niedrige zur Sckau genagene Leideii'cka'ten, kein Ereigmß, keine m Wilib ge railiene Men'ckenuienge. kein Gehiimckadel ivilk gc-patlcn, keine scheide zerliuininerl! llu'er liebe» '> a»zr>i'che» Brlk uinß dock ein gute», veiständige» und austäi digc» Bell >eiii, da e» au' diele iäglicken Äii'forderuugen zum Bürger, knrg nickt Hort, kaue» Blut deivadil ininillen diele. vtrdai»inniig»würkigen Perhcviingen, inniille» diele» lagli.ben Berlangcn» nach dem Blute einer Juden! Rutil mehr einen Planen vtr>bkist die Zeitung an jedem Blorgsu zum Früh iliick, 'ondern einen Fudeu, den seitesten und crleicnste», den mau finde» kan». Da» eure Frulmück ist ebeiilo »ittlclinäßrg wie da» audeie, zuntinkest ebeii'o uuiiuuig Und von alledem hzeibt »ur da» Widerliche de» lollsten und fluch ivuldigiie» aller ,'l. cka'te, die mau treiben kann, glücklicherweise auch keSuinp lo'esten. dcuil die ckaffanken der Slraße wenden nickt einmal den .stopf darnach um und lauen d e Beie'lenen sich au»loben wie die Deu'el ist rerivüii'ckle» Weibge'aße». Da» '.1uslerge>vob»l,,l>. besteht darin, daß sie lick 'preizeu, al» ob sie eine uuluiigaiiglick nolkwentige i.nd ge'uiide Alben verrichten Ach! Die arnie» Wickle!-Zck bedauere sie, wenn sie auiricklig sind. Welch gleulicken Schimp' weiden sie an' sick laden mit die-er Fülle von Firldumeiii, von Lügen, von wulbente»! R'eid/ von überliiebener Aia'eiei. "die sie laglick aiihänfen! Wenn ein .stiiliker >» tie'e» P'nbl hinabsteigen wollte, >o wurde er vor Äb'cheu znluck'ckrecken nild 'esisiellen. daß Kier unr leligioe Leiden'cha'l u»zd au», dem i».elckge>i ick! geral!>ene Bernun't waltet. Fa, an den Schandr'adl der Ge'chichle iviid mau sie »eflnageln, wie 'veiale Beibrecker, deieu Pelbiecken nur fehl gingen Da:il der seltenen Berbl,ndungin d.r sie begangen wurden. Denn du? veillinickt uieiii beständige» Alaunen, daß eine >olcke stliickk.hr zu FaiialiSinu», daß ein deiaitiger Ber-uck :'>eligiou»kiiege .inzti'acke». entstehen konnte i» uunner F in »»'erem g'.oßen Pari», lnuiitlen iin'eif-J guten Polkc». Und .dazii iiock iii uiz'ere» Tagen der Deine!.aue und der uiiiver'elle» Doleranz. da eine gewaltige Bew gung an allen Dnen sick kuüdgib: zur Gleichheit, Bruder u'.stell isiid Gereckllgkell! War sieben tut Begriffe, die Grenz,» all^zubebe», von du lueiieck.i'l der Bester' zu tiauinen, ReligionSeougrene zu'ammeu l>:e iii'!!, dam:: die Pilester alle, Bekeunlni'le sick umaruieii, daiiiil wir »NS : nck den Dckmeiz al» Binder 'üblen, .Ult» alle-au» dem Dleud de» Lebeii» . . . ,!i liideni wir einen einzigeu Allai crricktezl >ur die inen'ckllche Bann ^.ziikeil Und da kdillml nun eine Haudrrll Tollrau»Ier, Beiriiekter oder ^'ckiliken die .d.» >.:'e» 'ckieie.i: ,Laßl nir» die Fudeu lodten. sie sreffe», niedeiniepeln. veriiickleii! Laß: ur:» zu den Dckelleldau>en und den Dragvnnade» zui uckledre»!" Da» uenne ick mir den ricktlgen Augenblick herau»'ncke!l! vf» gäbe uickl» D uminere» /veu» e» nick!» Perwer'lickele» gäbe Daß in den Händen etvzelner Fudnl brdaiierllcherwei'e dsieickibüiner sick an'gstan'l haben, ist eine 'esisiebeiide Ddai'a.1>e Ader da» Gleiche ist bei 'ialbolikcn lind Prolestauleir der Fall. An'iegungeu der Menge auSzimützen, indem mau sie >» den Die-'st einer religio'eu Le,den-ckä't stellt, zninal die Zuteil den Anklagen der rdiileiblen zum Fraß dinzuiverien uiitcr dem Porwaude, daß man d.iiuil den Gelkinen'che» bmw.r'l. da» ist ein deuchlerl'ckel, rer logener SoeiaNsu.llS, den man enstinllen den maa brandiiiarkeii muß Wciiu eine» Tage» da» Geiey der Arbeit, der 'WaKrdeir und dem i>ilnck Geltung rei sto wird e» die ganze Men.-ckbeil umbllde.n. und es iviid wenig daran liegen, ob man Zude oder Dkrist ist, denn die Abrechnung wird dieselbe 'ciii. «oe» e Ivie die »eneil Reckte lind Pil'ckren dugleichen 'eilt werde». Ast ' Zwingen wir uno Alle. Alle, au die chiiibeit de» 'Meiwckenge'ckleckte» zu gla .reu, wenn wir den Muih Kaden wollen, zu lebe», und im .stampfe eine Honii. in, uu Herze» zu bewahre»! Da» ist der bi» ieyr noch verworrene?ck er, '«( aber all>»al>g sick entwirren, ivack'eu und sick heben iviick au» dem Munde aller Bolker,, welche r» nach Wahrheit, Gerechtigkeit nnt Frieden hungert. Laßt »»» »u>ereu Haß entwaffnen, laßt u»r nur liebe» tu »niereu Dt.. .ein I. ßi un» nur l eben über die Grenzen hinüber, laßt u»S daran a.bellen, die Raeeu in eine einzige, endlich glückliche Fainilit zusammen zuschmelzen! Und mag c» dazu auch vieler Zahria»icude bednrse», laßt un» trotzdem an die endliche Verwirklichung der Liebe glaube», »in welligsten? damit zu deginneiz. uii? beute soweit zu lieben, al? da? Elend der gegenwärligeii Zeit e? gestaltet. Aa, wir lvollen die Rarre» und Bösewichter zur Barbarei der Wälder zurückkehren laffen,. sie, die sich eindilden, mit Meffer streicke» Gerechtigkeit zu üben. Wir ersuchen alle wahrhaft freisinnigeu Bürger unserer «tadt, Sem iw Inseratentheile unseres Blattes befindlichen Berzeichnisse christlicher Gewerbetreibender, die sich zur Sache des Freisinns und der NechtSglcichheit bekannt haben, ernste Aufmerksamkeit zu schenken und diese wackeren GesinnnngSgenosien nach Möglichkeit zu unter stüne» Bcrein zur Abwehr des Antisemitismus in Wien.> Wir rrhiZiril folge»dcii Aufruf zur Beröfftullichung:. Die äiitlieniitiiche Partei bat ihrem Programm eine neue 'Jiuimitei eiiirzefiiflk — , Der stkainpf geqe» llngarn" — die sie mit Vorliebe zur Wiederholung bringt. lckS wäre aber tief zu bedauern, wenn niail in Uiistaril zur AiinaKme gelangle, die Führer jener Partei feien herectitigl, im s.\\tmcn Cefteneicf)? zu lprecheil und i» diesem Aameu ein Nachbarvolk zu iniullireu, das wie jede» andere Volk ein Recht aus Werthichätzuiig und ans Anerkellllulig seiner hervorrckgeilde» Lsigenichanell beauspruchen darl^ Der Verein zur Abwehr de» Auli semikidmu» sühlt sich voNfommeu beritten, gegen diese neueste Ramps weile der AiitUeiiiileil Proieü zu erheben, denn die Äliitglieder unseres Vereine» wisien lehr wohl zwischen echtem »lid falschem Patrioti»nin» zu uilierscheide»: io koiiueil wir denn in solchen u»q»aliücirbare>l An griisen gegen nur da» Bestreben' derauSsinden, eine Zeriplikternng herbkizukühren, die für beide Länder der Monarchie eine schwere Schädigung j wäre Gin großer o heil unkerer Mitbürger üehk doch klar genug, lim zu wiffe». welche Hände die Fäden der Marionetten lenken und ivelsti.- Schlußapotheoie un» bevorsieln. wenn »ichi bei Zeiten Einhalt geboien wird Wirfordern daher unsere t.^esiniill»g»ge»offe» aut, unteren Proieü durch eine beiüiiilineiide Erklärung zu verstärken, däinil mau jenseits der t^renze auch einmal erfahre, daß der llinsturzpartei eine andere gegeniiberüeht. die den alten, ehrenvollen Iraditione» fester / reich» treu gebliel'c» ist. Für den Verein zur Abwehr de» Änkiieniitismu»: A. b'nndarrar Frcrh v. Snnner '>ieill Saaltiimarkt in Wien.» Zn der am l7 d M ahge hallenen Vlenarsivung der stk a in »rer der Börie für landwirthichattliche Prodnrle in Wie» derichtete der Präsident Herr Panl Ritter v Schoeller, daß-er in seiner Eigenichait al» Vorsivciider der internationalen Eom iniision iiir de» Wiener Saalenmarkk mit Riicksichl aus den llmstatid, daß tut vertlosienen Fahre diele Eommiiston sich Vorbehalten haue, iil>er die Frage, vl> i» diesem Fahre in Wie» ein iniernalionaler Saale» markt abgeliallen werden solle, selbst zu enlicheiden, an deren Mitglieder eine schritlliche Ilmtrage gerichlel habe. Von den solcherart eingehollcn Voten lanien.nnr drei iür die nnbedingle Abhaltung de» die»jahligen Saatenmarkte» in Wien, - acht äußenen sich in unbestimmter Weile, d d ste machten ibrr Zustimmung von gewissen Bedingnngr», die sich ant eommunale Verliäliniffe u dgl bezogen, abhängig, tnntnnddreißig laniete» nnbedingl iür die Richtaddaltung. E» er'cheinl ionach die Abhaltung de» diesjährigen Säalenmärkie» in Wien von der iiitei »ulionalen Eoinlnisston adgelehnl. Dienst!aminer nahm dielen Bericht ihre» Präsidenten zlistiminend znr stienntniß. >FeriendtilllF Für das anläßlich de» älljälirigeu Regielttilg» jnl'ilänm» de» stiaiier» zu erbanende eigene Heim de» Vereine» „Feriesl heim" sind iveiler» nachstehende Svenden eingegangen: Bon Herrn W. Reite l fl,, Frau Baronin Amalie L o >v e n st e i n Pl> st . Hm» Aböl' D » l’ zB Leiv.il l fl , Herrn Arnolb S ck w arz iFelblirä" 10 st . Herrn Alezantet S ck o r r i Drobolsie; st., Hirte» Balbui» Heller? Sodne iTevlitO :> fl, Herrn S. D. sti l a u b e r iDropvan» ö fl. Hell» Emanuel ,1 a l l d e r g i> fl , Hertu ck. S ck l e s i » g e r si fl.. Herrn S. S l e i » e r 5> fl., Herrn Moriz P r e ß b u r g e r 2 fl,. Herrn Wildelm H >i a SöKne >u D-Dvieninaii bei Biieiiz 2 fl , Herrn A. ,1 a r p l u? in Barn 1 fl, Venn Aiberi. R e n r a l d 10 st, Fran Rv'a Erben 5 fl. Anoinmili» al:» Saaz .'> fl, Her>» Lndivig P o»tz e n L ft, Herrn Leon Abrabanier fl. 4 Ol H.-rin F. Eb. .«de ä in er i Ezernowitz' fl, Heei» D W a l b in a » n .'> fl, Herrn Slginuiib D r e > k u r » fl. 1 50, Herrn Leopold «lein l fl, Fra» Ddereie F ta in in 5> fl, M. E. zFünsbau?» 5 fl, Herrn Dari W i t tg e n ste i,il fl, Herrn Philipp Fra ü.kl 1t>0 st, R, R, durch die Fri'eurln l fl, Herren Fo ef Bruckner ck Sohne kl» st, Herr» Dr. Adolf Sie in 25» fl, Herrn Dr. Sem. Ploh» 10 sl, Herrn sti. Eck. ste,» k tl,'Herrn Dr. Leopold Libitzkv 10 sl, Frau Pbilippine Bauer 20 fl, Frau Fda 8 ar u 20 s>, Herrn Philipp F? l e r ä fl, Herrn S, Storch 4