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Freies Blatt · 1895-12-15 · 193 (15.12.1895) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
IV (1895)
Issue
193 (15.12.1895)
Date
1895-12-15
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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reite -f. t’C tlu;» rrfie?tmi'emtten-diigre»er. im tfliitt mit in feu ^ei’ammiuiigen. Ta» ieb min. griff aber bjbei zlitäUigcrwelie auch weil mi tue Geschichte schon nimm wae, auch bie cfjtmeii an-ills Pater .Ibcl mm das Manw'cripi vor Roth mir sagte. Ich die der ganzen citri: 3it der mm stattitb e an 3 eH'otb. krr linfatar, ich <o lange gebot gt balle sagte mir, er leime als- Cridaiai 'Jliematt' zablrii, das Platt etiit befit>t ntiii nicht? Paler A bel, an den ich mich . i r in ec C v b e n? fei nen imn die ^ci: tilg und Herrn?Ko:b '. iiifti gütig sit'.ckilas. i dktt Ärtik-'l äiisein, VlU'.'tt ittrlit brbagte. t eriammlitug dcs tYl S*. leut Grts vabe, laiune r.un mein Geld, f r'u1 Ter >agte mir. d.'M Bet et) e. t--r B. r.uu r» V It?l t e l ettevs;Jabtttn Tte i^ravii und Paro» ge;., n nt :: : : und i giet;-: c i lt e Z u e i; i; : iti :: f -;U>) : t. mm. .feiten keine tttnmoit au' metn Xfirtiben : te ich .Iitattel bade, will er saUet! gelasi'e e d ti ni '-'f »! b e t r o g e it. u n d H e . -l'i e r. a t t r e ft 4 ver II r t b e 11 t e : rt . e ’ j c r r t it n d l a ch i ü d e r .!,. t ■ e i b e 11 rg e n, und e . : e . c V, > t e ■ i: G I .1 s »i I: tvibtt 2ei njl, ein „bald p'a" e „ei.- ,yitmig" veimnthet, 3 r i iV:»i \tf;c" in tbm'iig — batte ihm . i.v..:;tv.i iii'ür verwenden wer! freies Blatt. Nr. 10;t im timte befindet. Stöcker selbst aber ist entschlossen, den Weg der Privaiklage überbaupt nicht zu beschienen. Qi ist begieislich, daß der ehemalige Hofprediger cs vermeiden will, sich in einen Pioceß, der nach seinen Erfahrungen sich;u eitiein 2eandalpiocesse auswachseii wurde, eiiiziilasseii " Taß die Redacteure des genaniiten Piipblane« größlentheils Juden seien, wie die „Hannoversche P o st" bebauptel, ist eine Lüge. Pick» ein einiger Redacieiir des „drladderadati'ch" ist Jude. i buldig iei. 3ck> ver meine 28.') fl. von FcuNlcron. . IN ' n ■ : .1. etlte: ’ogeinvte: Tie Peirugsaii zeige . 3 fl b t n n u n v r :K ot b. der i m wurdd. ist bi seine du in m e n ii der in i .1'. d e tn f r i i: : t i i it r i n ft. bald •ecni.t'tt'.V' ’ ch, da ii.it:- H-ians mttg-ibe.it. daß fiai ir '•iiiein oMfe aber berürit Pi.it geschrieben, zahlen werde. Puch 'ein Pe <ä. AoMfetuitj).) nett 'C.r,; L>rn»td-'i fett;: 'fien: *.l;t. .2. »der!"!-') -, als : n i.nd ga.->n.ntn.n; . tuven. Au sch-IV!»d'.es tn-at '■»'•eiteren. -?2® •tftii^'li ■: ■ J'.rtii.te itfabited»" er'mfreii und damit feine ’iIr .tbettitnd Tie Vemrren li.itt.'ir geglaubt, tmne.tt -ritan-:- nt d batten .neu "ev.II davtn aitc-l t ■.1bgt‘«?st:':er :t:si.lle. jitr Vtrel. Giistlick lett. . .ir -lbgeciduei mi Platt verv's iX’vi daß belle ans j-. Jiende . i: hui i’ten, .'leiste, feiner, r, andie •JUhciter ntiiiiien wollte, ließ .»'.'.'bl 2f: ■>.>': ’if'i fat'chla, 24mrbi, fitegev, ijleji .ne u »:;r "a-?,berit's;e. .-si'eb'ck'aslli.i-e Wahtreckit : a'.i-.rdtngs. weil sie nick» .zeiviißi batten, wie er .■-.■::. n 'eine ch) -.) et." i--ltrnliftliitciöf rci. > Z-v . : -.len ft fl: ut v I, : :■.leid:' )).' de-: t^asin-i „sielt der Pil.mwsi'r en ibu ''einen toben niti'"cheu „3 nter r t n ‘ Vl-t.Ii ,i i d" ,die ..'.Itben» Zeiinng" -T.atte aus P--ir gr::i ."■en ibni." Heiausich.b.'r - der antneb i t n n g", Jobaiin tki o t bt a ch.f alte sich neulich :tve Iran; :K a t r. vor d in hteftgett 2chwur- .’.n'e -chald.g geiru'üien : fitem'.’niigimgeiaUe m der t erautwoetltche streda ) der >.nt at!i betannte a) tind zu enter Geld j w e t :'.'e o u a t e w tenv des „P o t e n illiemili'che ■ Agitaicr ui bis begründeter Pe i r e i t c r von den Ge Lbre i.sch.ildig erfaunt und v e s ch ä f ' t in i.r je. ■ ,!iii:inbvger, duich ..:■. „ n? r.'it P.-eintandler Pi.riz 2 cki , tn\: : Pit. ) ns rstaen "te 2tck--.b:n der iSbre . . .: :. . n. e t n f n f> e r. :'l i i e si .)) 3 : si : a e : ü; i'i d :. a t vernrtbetlt, si ainr!>icichsratb-:-wabl in »iült'Uira.) Man ’d.icibt jitrcaus P.,ezaez: >: e —futetn einige Ämi'emiilrnblatttr. 2te stob - '■•: ' ' : i 'sichf:7a:bser>adw abl in.'iolomea- 2iiiatt>inPnczaez. .: '. )! d e:d'.chch.at Ta. Martmilian Trachisnberg mik .f. abrcitd der bisherige Abgeordnete dicsi's LSatt- 2:<nt:i»it erbte»., Tie 2ckadensreud^ die,er Jlnttfeinitfu- . .•’!•. d n' sie bet veaten, welche mit den Personen unk Perbalt - ' bt dich.an' >.- d. dt- P.-rtnutbung ernteten konnise, Tr. Trachtenberg "... , :i‘''ein»" r.tn 2 f.l'age der. im ..Freien Platte" gekennzeichnete« t t: 2rt: ->.' Pgetuiat nnd Ma: Änton Löiy. Ter'' nengewählte .1-" .chdnete,.!','.■: irr t» xolomea viele Jabre nindnech als Bürger- . ,'d P.chchch -t d.'v t5l!l!usgetnei»ke im 'oel'chrittpchen 2inne geivirkl , ine . r. t and it ')i :.wölben bat, wird aber!de»i Aiitiseinilisrnns 2lel1nng emiiebmen a!S fein v»rlainentari>cher Potnt auch, vielleicht au-'uer formen zur iLahrung der 2a.be ",' : Tx." Tr. Trachtenberg be'ckbtgt ist. den Pslickiten seines Neichst a . tt tt in " ..t.chger Wei»'« zit ent'vrechen, wtid im Piabtbezirle weder )-.. .-.dt) . . '. .)' 2b. »:,n trgeiidavie bezweifelt. a. Störtet UNS Der , .'{IflODtcaDoiid)". i Turch die Pläner ging die Pachrichl, 2-fe. . >i tdd-radal'ch", der die Ranke des geweienen Hofpredigers cho-ch t)c sich, lwegen Beleidigung ' verklagt habe l Dazu bemerkt« das ,.P : l t". bis '-'vt.fei ense bnvatllaqe 2locker's nicht eingeleitet worden. „Wir l.niten di-'e Mitlb iluna," schreibt inan der „2ch!esiichen)Zeitung", dahin ergavzen, daß 'ir. Äiurag 2tiiefer'-* bei der .xirchenbeboijde,. von amtswegen k.aglar rorzugebdtt. abgP-dbnt woidi-n ist. weil der Anirat^teller sich nicht mehr Dux da.l'dar'Oi'um. ' - lErzäblimg aus Groß Wien von X—f.> IV. Bor dcr Stint dcS ‘.si'acheiicndeu halle Vas Mädchen dir Thüre zugcslostcil: er siihlle eS — für immer! Das theuctsle Mädchen vcr artstcie ihn und vcrartskcle dm Vcichlfiiin, mit dein er die Kriichke feiner Sludien geopfert, pcrod)tete die neuen (Genossen seiner neuen politischen Thäiigkeil. Unheilvolle Berwicklung! Torts, was sollte er thun'? Er durste nicht mehr nach rückwärts blicken — also vor wäns! .^alle er ja Geld, die Anweisung: die (^laubiger standen wie Gespenster Himer ihm. Tie 4>>0 Guldei^ »insttiiBer sich verdienen. Morgen ist der große Tfig der Beipiechnng, morgen die bJicbc vor einer größeren Gesellschasl: von dein Erfolge lsängl der Loh» ad. _Y;i l»iiii|Ui'! Tie B^aut ist verloren, der einzige Hall dahin. WaS bleibt V -Üetite PeranlI^xrtung' Uiid die Eltern? Ach, die werden niemals.etwas ahnen. Tie Zeilnngeii, welckse ste in Wildering lesen, schweigen von Wahlversammlungen und der Pfarrer" wird sie — — schonen. Goldene Berge leuchieien Heinrich Bonkamps ensgegen. Weiber sind Schlangen, Guhler sollte ein Teleekiv sei»? Tie Geschichte ist durckssichiig ivie Glas! Wenn sie ihm näher gestanden hatte, als sie zugestand? Etwas wie Eisersnchi regle sich in ihm. Aber-da staude» -Die lifläubiger, der Schneider, der Tischler, der Schuster — — 2UO Gulden Schulden! Perdienen! schrie ihm Guhler ins Illhr. So verbrachle er die zivile '.'rächt als „politischer Pkann", wieder ohne den Schlaf der Erguicknng. Wüste Trünme fuhren ihm durch's .Gehirn. .Ta tarn ilranetle im Schlasrock und holte den Ring wieder. Es war ja Alles nickst wahr, nur Traum! tröstete er sich im-Zustande des Tanmels, aber dann stand es wieder vor ihm in seiner nackten erschreckenden Wahrheit das Bild deS Heinrich Poitkamps, des Perlorenen, der für nur f>0 Gulden und eine Anweisung aus weitere 41)0 sich losgerissen von Allem, was ihm heilig und iheuer gewesen und noch sei» sollte, für den Rausch, den der Beifall der Menge, die Gunst deS BolkeS, diese seile Time, zu bringen vermögen! Mil dem Strome! — Und schwimme ich dagegen? Mein Geld! — Ich muß — arbeiten! Es war' der letzte Ruf des Gewissens. Arbeiten? Wer? Ich nicht! Er zog sich an und stürmie ohne Gruß an der 9Ragd vorbei .hinaus. Sein Elttschlnß war fest: die heutige Rede sollte seine politische Earriicke begründen Auch aus Trümmer kann man bauen, aber nicht aus Wolkenbänke, ans vage Ideale; ein Thor, wer sich -sesiklammerl an den leeren Wah». „In den Straßen Wiens gährt eS, von unten aus treibt der gute Wein und stößk die Hefe" — memorirtc er — doch nein — das Bild war? schlecht gewählt. Tas durste er nicht bringen. Bor der „goldenen Wildkape" stand «ine Schaar mit consiscirten Gesichtern, Basseriiiann'sche tslestallen, an bcncn_ das Reinlichste die weiße Relke war Wie ein von Unholden geraubtes Edelsräulein nahm sich diese zarte Blume in den Änopslöchern der pöbelhaften jirakehler aus, welche mit rauhen-ttehlen ohne Ende ihr „Hoch Guhler!“ „Hoch Riesendors!" schrieen. Jehl sahen sie ihn näher kommen — Guhler und Riesendors begrüßten ihn. Teulsch-iialionale, christlich-sociale und .tschechische Hände mußte er drücken. Erwartungsvoll umstanden sie ihn, betrachteten ihn wie ein Wunderlhier. -,,'Jtur recht fest b’reinfcfjreien, daß die Liberalen Angst kriegen," döcirte ein tielerfahrener Scaiidalmacher mit verbundenem Auge. „.Antisemitische Communalherrschast' ist heule-das Schlagwort," hals ein Zweiter. „Bergeffen Sie die .Schlager' nicht: ,Ende alles IndeiilhumS im Rathhanse." Guhler betrat die Tribüne. — „Liebe Freunde in Ehristo! Die erhabenen Borbilder der heiligen Bewegung sind leider verhindert, unser jiarl. unser Prinz, und unser wackerer Meister StampiglinS! Der heutige Wahlkampf wird die antisemitische Communalherrschast begründen, den Tod des Jndenthums." „Hoch unser Karl! Hoch Guhler! Hoch! Hoch!"

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