Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- IV (1895)
- Issue
- 191 (1.12.1895)
- Date
- 1895-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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Zir. UM eite > mes Z5 t a i! o m in e ii. Ta? iei. dag geictiliiigcv imd 25r. Ttarkel die Gewerbetreidendei: nur al? Mittel zu ihren Zwecken verwenden, die mit deir ZnleL- ->en der Gewerbetreibenden nick»?;n ibnii haben Tiefe B e iu eii ii g. n> e I ch e j i ett „d e n l i ch n a t i o n a 1" n n d ..a h t i i e m i t i > ch" : c 11 ii e , iei trank n n d i in P e r s a u t e n begriffen. „Tie ■iicine Herren" — fuhr der Redner fort — „Tie sollen' da? Cpfcr sein, .in dte>e Herren über Wasier zn batten und sie dahin zu bringen, daß ne die Großen von Graz sviele». Zn den GemeinderalhSsitznngen machen die Mitglieder dieser Partei Lärm. damit ihre Rainen am nächsten Tage in den Zeitttiigen liehen. Aber z-- den verttauUchen Tivungen, in deiun oft die wichtigsten Angelegenbeuen beiatben werden, ericheinen die Herren Feichlinger. Tr Ttarkel und Gettonen höchst feiten, weil rie dort eben kein Galerieptiblictun iinden." Man siebt, die Herren Tr. Ttarkel und Feichlinger sind bei Tr. Lueger und Mechantker Tchneider jn die Lehre gegangen und haben e? ihnen ganz i.K'gev'ietinet abgegnckt, nue muH sich rän-pert mit wie man ipuckt. Ed! -st da-r-'elbe Bild antreiiii ucher Polksbegluckung, wie e? in Wien täglich zu eben war. Tie l’-M-er eo. liegenden, allerdings mir iehr iparlichen Wahlrestillale er■■'/teil etfltr-eile:'. eiiifit Snotg - der reinen Aittiiemilen i'evung von gemeindeärzttichen Ttellen, für welche da? Land Beiträge leistet, nicht von der durch die Ttaatsgrundgesetze gewährleisteleu Gleichberechtigung beengen und geben auch sonst ihre Abneigung gegen „mißliebige Zuziiglinge" kund. Tafiir ernten sie da? Lob der „C st d e n t s ch e n R u n d-i ch a it". Ta» C>gan für Raeenantisemiterei, Wodan-EnltuS und arilche Zuchthäuslerhoheit preist die Herren Slrnadl und Genossen, denn sie haben „dem lobten Buch, staben des staatSgrundgefetzlichen ,Gleichberechligitngssatzes' Leben eingefloßt und da? libendige Recht der Mehrheit, das historische Porrechl der erbsäisigen Burger gegenüber freiziiglertschen Fremden zur Geltung gebracht". Ta» Lob eine» Ji. H W o l f haben die Pertreter der oberösterreichischen Autonomie durch die . Art, wie sie — - tobten Buchstaben Leben eingeflößt, wohl verdient. sGnkzichuilg dcs PostdkbilS.) Tas Amtsblatt, der „Wiener Zeitung" enthält folgende Bekanntt»achnng: „TaS Ministerium de? Zuner» hat untertn 23. Rovember 1895, Z 5539, Bi. I., der in Berlin ericheineiiden Zeitschrift .Ternsches P o l k S r e ch i‘ auf Grund fe?,§ 26 de? Preßgejetzes den Postdebil tür die hu ReichSralhe vertretenen Königreiche und Länder entzogen." Ta? „Teutiche Bolksrecht" ist da» Crggn B ö ck e l'S und A h I w a r d t'Swelche» ü'trzlich mehrere Tchmäbartikel gegen Testerreich und den ,'taijer ver önentlicht bat ranlifenilllsichen Blattern. Ta? Liicgcr-GnadendilS i» Maria-Giizersdsrf.i Mau schreibt uns. Br.. einiger ,y t brachte da? „T d u t s ch e P o I k? b I a t t" an veisieckter Tt-::. .-it'. Mt'.'i et.’ir.t. in tt.'tch-. ein über die zeitwei'e Cttrferittuig des be- . vti.-.v: e ' ...» W.iUiaiirt»cav> Ulzu Maria Cnzersdors cm ■; ."eitntii.i r ... raiuti beruhigt wurde., daß das Bild bloß zum Bere; R. inigu. / >.:i kurze Zeit ent'erut winde, weit es van utchlo'er Hand;/:i r.-'chtiitett de» trat Cb damals da? „Bülksbsatt" die Geschichte '. . it d ■".. e.i’ it.e.'.thi llittbat am Lueger Gnaderbitde felhst glaubte, weiß ich I'.U I Zed'ttfaU? . .echte er einige Tage später an der glkichen Ttelle eine ...! R„,l>i-.:-. ast der Zweck der zeitiveisen Entfernung de? Bilde» .na: R. iNPuna. II die Aendernn.; der m'vrünglifben Ziti'chri't ge- :nnn .'. stellen.' daß ich schon langst neugierig war, das Bild, w ... e . ia..i, Geaer.siand eine» 'örinlichen Cutter geworden ist, eiuinat zu . -! i n i." war i.t r u.-.h tu,:-.. Pergaugenen Tountag 'Uhr ich nach Brituit - i k-e dstt dt-. T.vaar 'lamtner Wall'abrer» die t-.aeti lllllarta Cnzeirdorf . . B,: trete; Anliiüf! war Die kleine, reich ,qe-ch.tnückte Rirch« bereits .... '. ii um lintgki: Wenigen gelang c», in der Ruche selb« ent Pläi-chen :t.ch ::i 'ind.ii c'ii'.'i di. er Gtncklichen irar auch ich, und i'ofpit begann meine Tuchii ... d.in Lueger Bilde Bald batte ich er gefttndett. iE» bängt derzeit ii.r i d i Tdtit eine» Triteneiitgatiges: liiikr und rech:» sowie oberhalb der B i.ii ..ii M.iiteu Poltrbtlder. und tiiiituit sich der Äntüeiuiteuhäuptliug : tntntit n d.r Mutte.gdtte-biider höchst .igeutbirmlich au? Ta» Bild selbst zeigt . in i‘drastt'chcr Wit e den „Pstlsmann" mitten au' der Ttraße liegend, ' ihm;,.r Tsie:-' de; Wag.'» mit dem icketigeiverdenc» Tchimniet, der keine .,teste, i'iii Tr. Liteger gerichtet bat. Cbertalb dte-er sehr realistisch ge l i gi'.'i. .- T ,!!■ -t-.-stitde: sich die Ziiiig'rau Matia .-mit dem Xinde i» himmlischer Z-etki.; .:m-ch!u»ge« 'pan einem weißen Bande, dar die Zukchri't trägt: e v. :i ttf.-;t tiftnmli'ch.'tt Mutter Gotte», die kernigen Brigittenauer". .'-t..i.' i.iig dt? Tauistbaud :c Worte: „lern Führer des christlichen Bolke? Liteher — t'on dem bttmjttttäiett Ckttb .Tte kernigen B.' '"ii tuer- " Am.;»:-e-.-.'ii Räude de» B.ides besinketi sich m stchwarzer Tchritt - .. r. *.. utit:'ie Wolle: „Für tte glückliche Relrung des d ..... Liid.rer nt: - :td"'i Ge'abt, I"!i6." Fi über standen, an T'.llle die-'er i a -i :.' ,i zsid-ttttttg die.: 'iid-in; e'eu Tistiche» t ' ä. ikk ' .! - r Ted als w . bezahlt veil den Feindet;, . . : : r...,-e:-dd &c:: 'ck-unre dein Leben «ur »ns H . iittstainiitt int- 'eu Muri die? kettchleuke Zeichen des .Htmure!» ie .V.:.:."! T; '.stat >iibsttid ztittt Tiegdein Poll. . : ,e - ist a!!,;e!ib:'ich..z warum das „Teun'che Pollrblttttst 'so 'verstimmt . i..;. :t. .' i uuaebali. ii die Frage attfgetror'en hatte, wer denn ' .. 'S istl'chketr. rd» Cszersdrr' das R-'cht eingeräitmt oder den Beleb! i it- Po--,hiid zu andern. Run glaube ich in rer Lage zu >eiu,; ' - -maßeu zu b.-'riedigen. Pon der tirche begab ich mich iu : ,; I - Gastba-.i» «ui:-' »and dort einen bekannten Wiener 'rtUttev. .-st-ll-e ■ Gl.;» W m i!!:d lragie den .sielliter, was es kbnn mit der Bet >' - s Lü-g-, Biidt-i"s? strr eine Lewandtntß habe, worauf mir der. -st aiiin _.:etc:;'.1ti der ganzen Gesthtchte iei gar nicht? Wahre», s ' . '»Ni W'-che-.i >ei viotzrlch"?in -geistlicher Herr aus Wien gekommen, i t. - t v-m P'u it da- Bitd zeigen lasten »nd. fei kann wieder nach Wien i.ii ii ch-,--m im paar Tage später 'oll vom vrzbikchok ein aimkiche» Tchreibeu .-ii-.g ->ä.-a- --ii rarau'bin habe mau dar '.Bkld herunrergenommen, .und der chiiv : . Tchi.iernialee ^babe die untere Zuschrift abättdeni müssen. Richt tr '.bi, as ivricht Bandes' Auch ein kerniger Brigitke nauer. ] ~ 'Wohl betfliettr T>e Berneter der oberösterieichiichen Autonomie, die He. reit T.> it.t'.t tu: -isettonen, taXen such in ihrem Berbalieu bei der Bej t ZliSciihasi liuD Musikktillk. > Tas Crgan der anlisemiiischeu Agrarier im Reiche der Gottesfurcht und froniuien Tille, die „Ternsche T agesze i lnng", iorgt nicht nur für die Laitdwirlh'chaft, sie. schützt auch die uolhleidende .stunsl. uainrlich nur vor-den Zudeu und solcheu, die es sein kolle.ii. Tabei blamin sich das Blatt ein über da» audereiual linkere Berliner Abwehreollegzzt erzählt: Als die R u b i tt ft e i n limmeruttgeteier stalliaud, brachte der damatige Musilrekereitl der „Tageszeitung". Herl W e r l e u t h i n, pstichtgemäß ein Referat zum Abdruck in die Redaelion. Tiefe lehnte aber die Berösienttichnng mit der Motivirung ab, sie wolle für Inden keine Rerlame mach.'ii. Rubtnstein war allerdings Christ, aberdas tbut nichts, »sterr Weilentliin ichied iiatif-ltch au? keiner TieUuug. und Herr -Paul Erle-l wurde Musilrefereul des agrarischen Blattes Ä:S der Tlrrn'iche Gesangverein uitler Professor Geensheim's Leitting M e u d e l s k o h u's „Paulus" aufftthrle, brachle Herr Crlel ebensalls. wie es ihm zukam. einen Beritijt. Tte Redaction, couseatteiti bis ins Mark, wies ihn zurück, mit der Begründtutg, daß sie sür- Zttden keine Reelatne mache. Mendels- >odn war allerdings Christ, aber das thnt nicht». Herr Cctel. ging itatürltch wie 'ein Borgäiiger ttnd^ ivard iticht mebr geiehen. To rettet die „Tage»;eintng" die ..'iitnst i die »ltutst vor der „Tageszeitttiig ' zn retten, lohnt nicht der Mülie. i (Sine neue Boltsausgabc der Werke Berldold Auertzach'ö. i Cin arni- 'emittiche;-Blatt, Heinrich Tohnreti» „Land", in ehrlich genug, die kürzlich erichtenene neue Bolksausgabe der Werke Berlhöld A n e r b q ch'S in solgender Wette zu empi'ehleiii „Tie voesievolle». lieizersrisehende» Tchwarzwälder Torsgeichichten und die große», bedeuliamen Zeilromaiie ,Ta» Landbai,» ani Rhei»- nnd .Aiii der Höhesind nun in einer Gesanimlansgabe zu haben, die um ihrer Ansiiattunk; willen, jeder Bihlioikel;»t Zierde gereiche» länu, /und die- »in ihres ZuhälterwtUcit i» feiner guten dent'chen Hansbtblioihck seliten tollte. Heitere Änmutb.' kra'toolle L,-ben»fch!ld»-!Nng und volksthiunlicher Humor vcrleihen den Tckutarzwalder Torfgeichtchten Auerbach'» ihren unzerstürdaten elassi'chen Werth. Tie gleichen Borzüge sind atlä, in den beide» großen Romane» zur Cttksaltung gelangt. Tie sind nnzweiseliiatt die besten Aneibach's und mit den Toikgestchichten vereint wohl geeignet, der Rkit- und 'Rachivett ein voll ständige» Bild roni dichteri'chen Tchanen und "Wollen d-s Ttchter? zn geben. Fu; nit-'ere teti-t e Zugeud kann majt nur wenig .gesammelte Au»gäben inode'rner Tichier io rütfbal-lr» zu tisescheule» -ittpfelileii wie Boll»au»gabe' von Berthold Auerbach s Tchrtsten." > Alltiscmimchc/PrkßfrcchhctlZ Gegen den Herausgeber des „Amt k e in t t i > ch e ir-iAi tiche n G e u c r a t a n; e^i g e r s" Carl T e c l a tz e l, den Btuker des jüngst wegen Masieuwuchers verhaflelett .'.ultsetiitttscheit » FutbatkerS gleichen 'Rauieus, ist, der „Post" zufolge, ein Ttrafverfabren wegen Maiestätsbeleidignug etngelettet worden. C? handelt sich tun einen Artikel in der vom 2t>. C-ctobcr datirten 'Rnnitner des antiieiiiiti-'chen Blatte» unter der Ueberkchtift: „Ta» 5G>lährtge Hohenzollerii-Zubiläuiit". In-dein Artikel wird bebauptei, daß die „gebeitnen Cberendes jüdischen Wellb.indes" nneriiiüdlich ibaiig seien, die Fürsteir-ntid Tlaaistnänner Europas in ih-e Retze zu ziehest. Tas sind dte Stätnvser zur „Titte und Crdnunz"! — Tas Leibblatt de» baden sischeu Atiti>eiittte»sührer» und Tchuhntachers T ch »t t 6 t, „T i e B o l ksw ach t", hatte sich deu -Tpaß getuachl, au.der Tpitze seiner Tpalteu solgeudk> Warnung zu verösseullicheni „Berttauei euer Recht keine,u jüdischen Advocaten, veriranei euren Leib keinem jüdischen Arzte, und »erlrauet eure Rinder keinem lüdiichen Lehrer an. Damit sie ' nicht Tchaden leiben a» Leib und Seele!" Tarattf stellten 14 Äerzle. Rechlsanwälle n. i..w. Strasanlrag wegen Ehrenkränkung gegen den verantwortlichen Redacleur F a a ß, der übrigens inzwischen ans der Redaclion bereits wieder atisgetchiedeit war,- und erzielten in der Nerhandlnng, welche ror dein Schöffengericht in Rarlsbuhe .siaiifand, feine Berti i i h e i I tt tt g j tt vierzehn T a gen HaftiindPublicationSb e f u g n i 6 i n zwei Z e i t n n g r n.