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Freies Blatt · 1895-11-10 · 188 (10.11.1895) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
IV (1895)
Issue
188 (10.11.1895)
Date
1895-11-10
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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£eite 'v Freie (VCfir ,;:M nid» die miigifdic Wirkung der Tüulchcn, die Anninth der Eari:ä.-. e^n vliantasiisckieu Anblick der Bogen, »och weniger den ^u'ulül'iim fev X'liiU’c-Jfai niid die elegante Tnmuictrie dcr Nasetten aut'.;, die sich von einein Fachgrunde abhcbcn, dcr eher eincin Tpitzcugewede gleic! t, als einer Tuickarbeit. -i"tc östliche i'iaucr würde ein cEont.:.s Tindinm. verdiene». Tie beiden Waiidslächcir icchlS und i:tts, geirebnlich mit Teppichen masksit. tragen jede ebenfalls eine .ließe .'ii'chrs't, dir ein srlachenniuster von hewundernswerlher Bildnaueraröeii ningii'i Eure der Enschri'lc,,. welche zu Ehre» des ''Zinders des Tcnipelö angebracht wurde, lautet: „Ta cd keinen Krmg mehr gab in Israel, der unS auS der Gesaiigenschafk Kälte betreten können, Kaden wir uns zerstreut: die liiticn sind in dieses Vaud geloniinen, die Änderen nach andere» Thcilcn der Erde, und Ä.>. beweinen mir unser Baierland. lind wir, die wir Kicr wohnen, baden dtc'en Tempel erbaut mit kräftig starkem Arm und starkem Helzen, Ter Tag, wo er vollendet wnirde, war ein hoher Freudentag nir aiie Enden, viele, welche von. dein Werke Kunde erhielten, sind ano d 'i! entferntesten (legenden der Erde hcrbeigeeilt und srngen, ob denn :::i '.Wann ansgesranden fei, der im (leiste groß genug sei, unsi.c ^'emeiMckask nr leiten. Taniuci war unsere Tchutzmaucr: Gott mit ihm und mu uns gcwe'en : 'er bat Gnade und Erbarmen für UNS e'.iangr Er war ein Mann dev Arbeit und des Friedens, maMi-a unter Ai.-en undein großer Wohllhärcr. Tiefer Tempel ist erbaut werden ainler dcr Negierung des Ton Pedro. .Gott sei sein Tä>::p ::::k Be-.skand, daß. er sich erhebe über alle Fürsten. Er sei :dni unk ::-:t All.'!, ans 'eilten: Haufe, daß sich jeder lebende M : r.r :b:u Lemütl".e>, " Euil -Viorrara/vrtft ill Nllßlailv.» Mail ichrcibr UNS ans Beters . ' B : sinrrem begnl sich die Frau dcS in Taratow ,e ud-'ch.'ü Soldaten «iterfchka Aronowilich, Elke Arono- :rr::ch. ::nr rhrem rw.sishrigeu Tod» Nouch nach dem Torfe Po ' r r t. ' : - a zum Eahrmarkke. Tie ließ 'das Kind am Ufer der Ae. .: : Augenblicke rurück, da sie sich entfernen mußte. AlS sie rn.v.tl.brte. '.rnd ne ihren Tohn nicht mehr. Tie durchsuchte die doch ohne Erfolg. Tie eilte nach Taratow, um mit - : ::.i '.V..:: nach P.'k: d-wskaja zurückzukchren und dich Necherchen nach i 'C:;:': v;r::!» Gericht.: Äroncwnch erstattete der dortigen d:e r' uv,ge von dem in Berlust gcralkenen Kinde und hat um r zur Ä,.>'i!.du»g d.sselben Ta stellte es sich heraus, d.'.si d in P,>tro:r-,-!.ij.r .ehende» Ebeieule Moro'oiv das Kind.am tr-^'ch Tore a-'nnd.:, und;u sich gniöminen Hanen. Tas Ehepaar Ärdvdw.:'..' l.-'.. sich Msrosow, erlannle dorr ihren Tabu Nouch und zurück Moroiow verweigerte jedoch den südlichen orl:-•:: ’■ v'^sfr.s.n::a tr: es KmkeS unter' Hinweis daraus, daß dcr >l: .. ,.:i ihm .'.tk.'deren «Glauben bereits getauft fei, und daß •:.it e.s i.-lüen Tekn belrackre. Ta wendete sich das Ehepaar A.-v.ee. .7>ch e..s Var,dg..ich: m:t der Bitte, Moro'ow zur Ausl- S V.. . t’.'.ü.l! a:: legiiiunn Ellern;u veranlassen. T ■ Bv. evd.,:v; b.c- Tarat. wer Landgerichtes über.diese Ängelegenlieil, - ,: ", T.l.b.. siatigcfunden hat, kann als purer Hohn aus n..d- Ge'.ü-'.ichkeit bez.vchntt weiden, Tie Pro- : "v - . :.! i. der' K.singe T/nodieil Eabren betreibt, bat in : E : t s r'auee i' iiles r:i Taratow ihren lräsiigsien Ausdrml 'dvd Ans d. n si ne.-rari esckcu Berichlc über Liefe Berhaudlnng, ■' siche . Tararowstt! Tnewnitv' publicirr, gebt hervor, : "*;• v ' y, :■ttes lei Bioresi'w gefunkenen dinaben . , T.Kue Ä'.aueip-nm l.sig.si.il' haben: anßerteni ha: der ' kereurrr, Haß der Xnabc nach jüdischem ''f 'Ts si> - " '. e . n sisi Ter Be:: eter des Ehepaares Arono- . ' ' , ' . T •' t rj;. & •: -e - ::>r .. as» sie (ffefeyc hu», welche die 7^ ' , v .v r ,: , t?; r rr.ui 'keil II s olilie .^nsiimilttlng e: . ,:ic!>7 rnll.si7.li,' während anderer- ' ."''t'chG > e des rlsechr der Ettern' auf «hr Niud erst ' T t .' r durch e!! N.chlsverlnst bei Perurlheilung wegen . T US '.'...iegv.icht von Taratorb verwarf ' sib ' : Ti.vi'.'anwatl's Baron T elw i g dak t^e'nch ' ... vewirich- und besiäligie dem Bane'. Msrosow das \ ’ > ' . s iüdi'cheii Nindks. En der Unhcils- ..T->v eu'sisc!,. -li'.iel.- enthält bemmmtc Berte- chrisiricheii >dintern unter Puden, Lo tt ,ven pich! gesiairck, eift'.silichc Siiuder als ■ e.ußeid.m b. sie heil geheime Eirculäre,' iv ' t .-..res chi'-.'ttiLen .'tiud.'.z an Enden strenge . -' H ' .ich : 7 Traatskirche isi, fo liegt cs Lc.r Neckkglänbigeu rn vermehren, »Blatt. .Nr. 188.! (AckcrbiUllllillisttr Ztrmolow.) Aus Pelersbürg schreibt uns unser Eorrespondens: Der russische Ackerbailministcr, Gchcimralh I c r-> inolow, hat dieser Tage eine Kundgebung;ii Gunsten der Inden i erlasie», die für jene jüdischen Toldaten, welche nach ihrer Dienstrcil um ärarischcn Grund und Boden bchnfS Gründung von Ackerbau coloniei, ansnchcn, von wohlthncndciu Einflnsse sein dürfte. Anlaß;u dieser Kundgebung gab folgender Kall: Tie im Gouverneinent L'itcbSk lebenden jüdischen Toldaten auS der 'Nikolaitischcn NegicruiigSzcit, denen das Gefey die Anweisung von ärarischem Grund und Boden für Ackerbau tusichcrtc, richletcn an die Domäneiivcrwallullg von Nowogorod ei» Gesuch, in welchem sic um die Zuweisung von Areal Halen. Die Tomäucnvcrwaltnng wicS dieses Gesuch mik dcr Motivirung zurück, daß cs laut Gesetz vom 3. Mai den Inden nicht gestattet sei, t^rund und Boden zu besitzen. Die zurückgcwiescncil Enden überreichten hierauf dein Ackerbanuiinistcrium eine Beschwerde, worin sie um Erfüllung des ihnen vom Gesetze gara» tirlcn NcchtcS baten. Dcr Ackerbanminister hat nun mitkelst Erlasses vom l. Tclobcr, Z. Ill'EO, den Tomäncnverwallungcn eingeschSrft, „daß die Herkunft jener Personen, welche im Heere diente» und sür das Balcrland blulelew, nicht als Anlaß bctrachlek werden dürfe, um ihnen die vom Gesetze zugcsichcrlc Zuweisung von ürarischei» Grund und Boden zu verweigern Als Toldaten' besitzen sie dieses Nccht, und die berufenen Behörden müsscil sich bei Erledigung solcher Bitten^nur von den bestehenden Gesetzen leiten lassen." Diese Kundgebung vcr fehlte nichl ihre Wirkung, denn schon sind zwanzig Eamilien jüdischer Toldal?» aus dem Gonvernement Grodno mit ärarischcm Areale versehen worden. Tic Moskauer landwirthschaftlichc Gcicllschast n»d die Zndcu. - Aus Eharkow wird uns geschrieben: E» No stow am Don fand türzlich die Erössnung einer Pilialc der kaiserliche» ÄlkoSkaucr landwirlhschafllichcu Gesellschaft statt, der auch zahlreiche Mitglieder ans dem äiaukasns beiwohnicu. Wie dcr „Priasowskij Kraj" meldet, Hai die Gesellschaft einhellig den Beschluß gefaßt, die coiuvctenlcn Behörden auszufordcrn, den Enden den Änscirthalk im Kaukasus und im Dongebiete wieder zu gestatte» Molivirt wurde dieser Beschluß mit folgender Erklärung: „Die Auswcifuiig dcr Enden anS dem Kaukasus und auS andere» Gebieten hak auf die Vage der Vandwirlhschaft und dcr Tchaszucku einen schädliche» Einfluß geübt. En besonders empfindlichcr Weife leiden darunter die kleinen Grundbesitzer, die jetzt zu rücksichtslosen Tpeculaliten Zuflucht nchmen müssen, welche, einer heilfameii jüdischen Eoncnrrenz ledig, die armen Vandwirlhc schmählich auSbenkc». Nur die Nückbcrusung der Enden aus Eougrcßpolcn und aus dem Tüdwestgcbiclc könnlc aus den ^ang. des Handels und der Tchafzucht einen wohlkhätigcn Einfluß üben. Die Gesellschaft muß deshalb Alles anwenden, um diese Nückberufnng durchzuseyen." <^e< Äatten Tic mir' ein-Viebliugswort der Wiener Antifcmitcnpresie anrumenden: Das spricht Bünde! Gras ZsiUUljcw.) AuS Kiew wird uns geschrieben: Die tranken Enden anS dem Nordimsigebicle, welche in den berühmten Waffcrheilai'siallen zn Sticw, die ihnen, am nächsten liegen, Heilung suchen wollen, 'muffen leider unvc^richlcler Dinge Kiew in vierundzwanzig Tlunden verlassen, da in Folge Berordnung des l^raicn Egnaljcw, des Geucrai-GonvcrlicnrS von Kiew, heilungfuchendeii Enden dcr Auf enthalt in dieser Ttadl untersagt ist. Abgesehen von dem anti hiimancil Eharallcr dieser Berordnung, wirkt dieselbe ans die Wasserheilanstallcii in Kiew auch in materieller Hinsicht sehr schädlich Die Besitzer dcr genannten Hcrlanstallcii mir dem bekannten Kicwer Hydrop.rlben Maner an der Tpil?e richteten an den Grasen Egnaljcw ein Eolleeiivgeiuch, in welchem sic aus den durch die Ausweisung jüdischer Kranker ilaien zilgcsüg'tcn materiellen Schaden Hinweisen nnd um die Aushebung des AnfciilhallSverbolcö baten. Grat Egnatjcw forderte m dieser Angelegenheit das Gnlachlcn des Kiewcr GemcinderatheS ab, der^dic viel'agcude Antwort crthcilte, daß er niemals die Initiative dazu ergreifen werde, um kranken Bkenschcii die Möglichkeit zu nehme», Heilung zu suchen und zu finde», wo immer sie wollen. Gras Egnaljcw begriff offenbar die ihm vom Kicwer tsiemcinderalhe crtheilte Vecrion, denn er versprach den Besitzern der Wasserheilanstalten, ihrem (Gesuche in kürzester Zeit Folge zn geb^n. Wird dcr „Barer der Vüge". diesmal Wort'haltend 2iu5 antisekkkitischen Vereinen und Derfammhmgen. «Tie Vucgcr-Fcilc »nd Adlwardt.) Tem Generalftab der Wiener Ami- 'seinircn lau: ker Besiick, Ählwarkts in dieicm Momente sehr uiigelegen, Blau baue ibn zu einer Vueger-Feier als ideüredner berufen: dies gc'ckrah aber n.

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