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Freies Blatt · 1895-09-29 · 182 (29.9.1895) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
IV (1895)
Issue
182 (29.9.1895)
Date
1895-09-29
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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freies Blatt. , Nr. 182. reite >. bauret. e:e oiiPeit 'c.l'ft Pie (?e'tne#Ira>t Pe-5 iatimiö zugesteheu? Taß Per ,:;::i';'!iii:t'Jio OroPiier .erflävte, die heutige ainiiemiti'die Bewegung sei dieselbe r. ::: 'tuberen Laki Hunderten, beweist, das; er, um uns gelinde aiiszildrücken, ':c G,•.'.:>,.pte nutit lichlig erfaßt bat. Tenn Herr v. Liebeiinauii ist PochRacenai:trennt, i.i.P die Ludenheyen de« Mittelalters waren doch tHeligion^S; rci'claungen. Teranige Pileinigkeiten geuiren aber einen Äntiiemitenbäupiling ::iw:. i'Oie >agtc Pedi eine Per beuchte» des 1*5ienev jlmi>ruüii*nm3 V „Unseren reiilen L'uncit nur Alles.bieten." ( Cluf amifonitttfdik'ii Blattern. rdmciDiißf '.Mbatbr.i Olm 17. September 'and in o fl I a " die Angelobung des iciiecn älii'cn Biirgeruieisters und Laid agsabgeorPueteii Herrn Tr. Friv P durch den Sialihaltereirath Herrn N a; o w S k II aus 4*uhnt statt. Vew.er wies daran' hin, Paß es Pie dritte Olintsperrode fei, für welche Per i:::P:ei:,';ti'üe ästigernieister iv:rPrra,fii’äblt wurde. Tr. 15 o y e l a f dankte, ge 'tute der in den abgetau'enen Perioden bewältigien gioßen coilliiiiinalen Ait eiten i';ir? wd.rnn in Ktneitififr ©ei'e bic flinyifie Pes christlich-socialen .i n c i 1: a 1 f e b 1 a 11 e s" zurück. Pas nnter der Patronanz des Graten : : 2 i- e; e; T i e »e tt b c r et tmP des T omherrii P. Berger fleht. T/. i-n .nmeister ' 'ag:c umer großem Bei'all: ..Einer > a ch l'i ch e n >i ■ ■ ■ : w e'i ch e i ch n i ch t a u s. aber Pen gein ei lt^e n u n P u u- ■ a >. l -. u in P n n e n n n P B erPachtig it n gen, in i t in e, n e 1; e r o n c;r i e Pie Mitglieder des G? : ■ : ' e; .t : p ,l u p.; e e B : a in I e II > ch a ' t a >rgegri 's e II w II I d e II, g : i .r n >i i B e r ch t u n g entgegen" Tie -tinzvfe»lver>e der ’ltf :ü i re: ..U :i ■ ..ie.. Ja? HiucitjiiDeittlmm im urttrtt @fmciiiDctntlic.* Tie ,.T stpeu tiche : . ni 24. P t'.'i. a.n n* alle Müde, über P'u Aus'aU Per Osienei i <'"• ■: ■::: e.rtr':i .i.'.e:: ' .stauben zu machen, als baue licht der Clll- >. n II. ciiP.iu Per ihrige zit dein ailti'ewitt'cheuNe'iillate P'I' Wahlen r,,>n fie'ev U.l er'ch.ipui:g Per sogenannten „Racenideegönnte , sti. r:; Biatichen Pen Ta.), .„Pas OiaeenitiPeiubniit »ei im neuen Gemeinde- . e :::;c 'tn.'dr durch rer veil Geburt .aus .FretnnniAe vertreten". Tas I aber nicht. Herr Wett! Ta» Naceuiudentdum ist auch in Pen Neiden! Per t neu M.n.-ri!:t, aii'P;:rar uoteri'ch durch Tr. Porzer und, einem sehr j -i: i: i:r tiiteiae auch durch Baut v. Bacher veitrete». Tie „palä-! ':ti'>. ü rle Ott: chauimgsirci'e" irl; Ttniie Tciuing's wi:P aiißerdem durch die neu- I . it.t .!ii! stiakl'iuer!'. Wiesiuger und ratichka reprii'eii'irt. Nicht im 1 •'•eiiutr.pevatbe und nicht vertieteu an Pein Liege de» -Olnti'emitiSmitS II >: i.. r > ch r ne rer. P r allerp'1-es auch in.i richisacteiiwäßig'estgestellten ch v; u:..-:i: :..in .iiiiP.iitiiinn" steht. Olttch etil „tHmiflliliorD'. 0-ei eiuizeui trittPe neu einem ungari'chen nute. b.a::e gemeldet, Paß Pa» etwa 'echstabrige Töchterchen 0 u 11 { PeS ra: . iiiai’ii.-» Batars nt Garant tti»;«aUo im Heiner Comiiat in Pas Gewiitb-;c..i. . s du'.na; Ol Pier uni Biannliveiii geich'cht worPen war und seither ver-! .ir.u r.i.b. bis man '.in' Tage water Pie reiche des XinPeS taub, welche . ein"ir.i.ttet war. Mehrere et’ricate IIIIP ovvosttionellc Blatter, in». ie.i.'.ie „Ma.tiiar Orliain", beniil.'tewPen Bor'all, uni ihn als „Oi i t u a l- III. : t; vi'utien IIIIP gegen Pie .uiPen ausiii'pielen. Tle'e meniefceii'veimPIicbcii i Pli' .1: ii tu ' .iber, gen ist 511m i'eiPire'en Per agiiatiousiiichligeii Aiiisteilinge, : in .1 'ili.ia ui! i.i.ie g-wciden, kenn der Mörder des .lindes ist b ei r > i 1? g » a i g e n n u d rat e 1 n u in ' a m’ e 11 P e 3 t?> e ft 4 ndn 1 ß ab .; e l > s r it:-- nämlich ..i-evaron st.ive!" aus I v 0 l n >' a g telegraxbi'ch ge- :re:P-': ii iiP.. ist P.r Tbatet Pes MarPeS in isararii etis-TaUo in Per Berion i'.'iaiit.t'.i i-.'tii 0 ' e nt u rrerbafte: werden Ter Mörder hat seine Tdat I ui!.ni-stir >ir B urke'wrLt in B.iuics Mjkala auch bereiis eingestaukeii ,7 . - i :y :: v P e an.:: Per eigene Bater des e r tu 0 r P e t e it; K I : e ■: : :• H : t g e II 0 IN III e II. d a d e r ' e i b e n I ch I IIII r X e II II t II i ß e tu Bi erde g-'habt. ' 0 u d e r u auch au Ser Ol u Srührn n g - . . b. •: it ■ .1:! t t b e : . i it t Hab e ti f o . l. j Ostrr ist Drr .alte llittiirmit".: l'i an cnmieit stch noch uii'erer Mitt ' ~ : . . :..e Bro'chure ..Ter Untergang der antik e NI i t i s ch e II l- ■ u" :: einem ..alten imi-emiteii". Tie-er „alte Oliiti’emit" ist, > . .t i nt, rem OlnPerer, als Per ehemals berüchtigte Antisemiten '...itirtnrt — T mit B.a uer.' Begrei'licherweike ist Pie antisemitische Bresse w.rtb iip über t : .Ir.Pt-rctettat des Mannes, dem die b'eivziger Polizei die i ,>nl-e.:ng des T.rwi Tit'ls uiiter'agen mußte und Per die Pinnst verstanden, I Tdriuen ur.P Tu Pen III gleicher L5ei>e aiizuvumven. Ter „Tentkche General»! Olmei zer" v.in". P. M. lüi Pigte einen Oliisiehen erregenden Olrtikel „Berratber 1 ttt'.P T eiiiiutiani 1 die wiiitaivnng Erwin Bauers 1" mit ui.anstaiidiger Reclame | im. Ol in l > Lvtember ericht.n auch Pie-er Ärtikel. Er entivrach aber in keiner Itpei’f P.m tsteciamcge'chiei. 'onbecn ni'dite mit b.laniite Tinge aii'. Oien I fzr.p'.e mir Cer;er; ans. eprochene Bert acht sein, in den Oldern Batiei's rolle! „stch». ai ch ein gm Tbeir rnistich liiPi'chen Blutes". Otbo auf einmal wird eie > „jüdische" Abstammung Bauer'» herausgestellt. Ter Witz i^Lvar alt, dafür aber uniko geschmackloser. (Olu» dein juüritrciiicit Lachst».) Wenn man den säckDMi Antisemiten glauben wollte, so müßte ihr Land das glücklichste in Teutschlaitd-sein. Ist es doch fast „jiiPenrein". Leider entsprechen die Thatsachen nicht dein Bilde, das der sächsischlocalpatriotische AntiseinitiSninS entwirft. Selbst die tndenfeiitd'liche „Bolkrr u n d ch a u" gibt es tu, indem sie am 22. August schreibt: „Tie Verhältnisse baden sich trotz aller scheinbaren Beweise für die Besierung der Lage der unteren Bolksschickuen ,n G n n st e n des GroßcapitalS verschoben. 1877 betrug die Lumme der Einkünfte in Sachsen 1 032,.%0.70!j Mark, wovon auf die Personen mit einem Einkommen bis zu 22llO Mark (diese machten damals 1*4 23 Perceiu aller Eiugeschäyteii auS) 33 60 Percent entfielen. Heute inacheu die Pet'oneit mit einem Einkommen bis zu 22^0 Mark 0333 Percent Per Gesainnilbevölkerung auS, haben jedoch von dem Gesaiiiniteinkoinmen der sächsischen Bevölkerung von l.l,l>6.520.4.'>l Mark nur -">1 82 Perceul zu bean spriichen. Man ersieht hieraus, daß in den letzten 18 Jahren die niederen Einkoiiinienclaffeii sich bloß uni 0!R) Percent vermindert haben, während die Ein - wohneizabl Sachsens etwa um 33', Perceul gestiegen ist. 03 33 Percent der sächsischen Bevölkerung befinden sich mithin nicht nur in einer dürftigen Lage, während unr 6 67 Percent Wohlstand und Ueberfluß b>fitzen, sondern das Eist kommen der unteren Bolksschrchten hat sich trotz ihrer bedeutenden Bermehrung gegen 1 «77 noch um 12 7d! Perceul verschlechtert. Wo bUibt d a der ö k 0 n 0 in i s ch c Ol 11 f sch w u » g der niederen B 0 l k s c l a s s e n '? Po» einem erböhten Wohlstand der unteren Bolksschjchten und, deS 'MiltklstaildeS zu sprechen, verbietet auch die EoncurSftatistil. da dieselbe iinisangreicher wird. ,reiner sind die Schiildzinseii, welche aus Grundstückeu rnben, seit 1877 von P<i.2I2>40 'Mark aus 13!*,!«7>3:>3l* Mail angewach-en. 'Nimmt inan an, daß der 3t!i*fufi im Durchschnitt 4' , Perceul beträgt, so miirPe sich die Eapitalbelastuiig läiiniitticher Grundstücke aus 3> 4 Milliarden Mark belaufen." Die nolliwendige ssolgeruiig, Paß die „Jubenreii.heil" eine» Landes dieses nicht glück ncher macht, werden Pie sächsi'ch-antiseiiiitischen Tour,,allsten daraus natürlich nicht ycben. j l Latiflililllschc Hossilllligc».)/Es ist gar ineilivnldig, wer alles durch den antiseniitischin Ausfall Per Wiener. Geiueinderathswahlen zu profitiren hofit. Es gibt kein antisemitisches, anlideutschcs nnd amiliberales Element ini In- und Anslande. das nicht an den Umschwung der Tinge. nnd an das stiegi'ine der Olmi'cmitrn sanguinische .Hossnuiigen kuüpsle. Eliaratteristisch hiesür ist e« daß jüngst die Pariser antifeiiiiliiche „sv taue e" Pie Erwartung anssprach, die „clericale ssuhrung des österreichischen Bottes", die einen io rclatamen Wahlsieg •errungen habe, werde and) d i s ä u ß e r e P 0 l i k i k be e i n f l u s s e 11. Bei dem Bündnisse mit dem prot>stanlischeir Teutsd)land wurde der Natholicisnius au die Wand gedrückt. Nur die Luden hätten'ein Lnteresie, daß^ diese Allianz aiuredit erkalten bleibe. Ein anderes Pariser Antiseiiiiteublatt, die „I.ibre ).:iroIe" feiert den antisemitischen Wahlsieg mit nicht iviederzngebenden Oleußeruiigen gegen den Monarchen und mit nnsläthigen Beleidigungen de» Andenkens des .'iroiivrinzeii Rudolf. Fcnillkton. J n Acht und W u n n. ttoman aus Polens Uorjeit von Carl (ßriot. (»i. dortfetuiig.) Bpochcn waren feit jenem nächtlichen Ueberfalle vergangen^ der Tag der :-teichSversaii»nlung war angebrochen, und in der Skadt wiinnielte es von freinden Rittern, allerlei Kriegsvolk und fahrenden Leuten, die aus die Kunde der Reichsversauiiulung hin nach Krakau geeilt waren, denn da gab eS intnter viel zu sehen, und die fahrenden Lpielleute konnten da ein gutes Stück Geld verdiene»; und so ging's wieder hoch her in der alten Stadt. Es war am Morgen des TageS, an dem die Reichsverfammlung statlsinden sollte. Ter König war zu Lea inS Gemach getreten und hatte auf ihre weiße Stirne einen innigen Kuß gedrückt. Sie hatte sich beim Eintritte BoleSlaws leicht von ihrem Lager erhoben und stützte jetzt daS Haupt auf die Hand. Tie war zarter geworden, und ihre Wangen zeigten nicht mehr jene blühende Farbe von ehedem. Nur ihr Auge

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