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Freies Blatt · 1895-08-25 · 177 (25.8.1895) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
IV (1895)
Issue
177 (25.8.1895)
Date
1895-08-25
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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.freies Blatt. Nr. 177. n :: -rer in n-!jr verlevender •■h.-eitc autlrat. Feichkingcr ist j,!> i'1':;;,: o\lii.'inN-.atld:r ,Wvttführer d.r atiliiemili'chen Gewerbep.;n-'i ,i m iiii'.niiji auch Herausgeber Iii'd verantwortlicher Rcdact.-n-. >..* ..t^:>'.;er Ertrablattes", isnlclses er seinen VS irischen Zwecke» :.:aäM 2.v.u -4 '.'ioueml’cu 1 cifclejlc Wahl in .Mi i'1 Mi <"-mein-erarl! aus kein dritten Wahlkörpcr wurde ans Vt .:'. i res R.clits'eelioi, siil isiclnig etlläri, da sesigesiilli svorden .n a>-, r..ß d.-i der Wahl Fälsch,Ingen von Uittei'chnstcii, Erschleichungen r/d 'MN ge v.nreeliiiiiagige Envrrbnngeii von WaKllegiiiinLiionen vor un::-:. '-'ei der neuerlichen 'Wahl wurde Feichiingcr den^ ::eet>. i:i <ve!.;e der lebba'ten Agitation 'einer t^eüittiniigsgenossen, de ' iegd d.e i^enieinde-ar!>: 2 »1s«?n ei»a n n -und Tr. -2 tarkcl. , .z-seat-!!- /re:ch:.:rger. der allgemein der „Grazer MechanicuS Schneider" g.'näw'rd. lalle gegen die von der Staatsanwaltschaft wivrr 11'-s eil '.'litt lag: erdoden, derselbe wurde jedoch vom lMd:el *T.!!.:::dedger:.chre adgeiviesen. Tie <>nrichisverbaiidluiig, welcher war: i'5u; in-k Tvannnng cnkgegensiehl, dürfte im Vau'e des : .ichn.il M-."! ne-' siail'iüden:;n derselben und mehr als dreißig Zeug-, nin.'-att "Nacht ws't'den. Tie Cliverbs lind irrlitdtnftvcnoficnfdmftcu gcsitil Den Ältliieminsmus. .Ans. k r Tmi.-sosdnung des am I undV_\ 2<v :e.iit’ : i .;v':i; siattlindeiid-'n B-.cinskag s der 'deutschen >ch s re: l S -.ich r!v'! üictns’i.ii T.stes'reichs bcffttdcr «ich auch "-n 7'!:':: >. r ' r r'lniva.k'cda':. iv lcher 'en:e Tvipe gegen die an« 4' .v:et Ter Anna; lauter: . T>e ini Ällgemdinen ^77l nche . i e :i deuknchen Ersr.'tl'S und Wirthscha'isgenosse»- ''chgsie:' •**:!■. :v; rt!..'ü das T:akn' des B-'tbandcs de'agk, die Aus -d ld«!.',-, -i-.ch -7e d.tt d--r> «^enossett'ch.c'kswesens ''oivie der einz.tttieii B.-.. . .-n reu -.emeiskeu B.'rcznsiag.ni ioisNe aus den Per i^nerr' r ande liaden da der lekiglich genossenschaslliche F-.*.:. > ' .r:ch!:;:'gsll:e:i!t;it ln!d n. und sind eonsessionelle und;; v: - nndedirgr an-Nu'chli-'ßen, soeia! Ivisld'chaskliche /fragen . - ". -e il .genossensch.ikliichen Ltan-vun'le 'zu behandeln. -Ter - . . rl- .. il-nag st-art eine A.lßcrackltaffiiug dieses siil dem r!' üe. e B.rbandes ausgestellten Prii'cives als eine e :!-e!'iüs'.-chc o.. kr.v.Iiche '>»edadrilngsivei'e. wegen welcher im Tk.e.ir des Beilaiidssiatnies erenln.U der Ausschluß e'iies B .. a. ■ r.::: -:.' :Ud .iusge'v! scheu werden kann." \*lml) ein l^'tiilid gegen lwc> lillgemciiir Wltlilrecht.' Ä»s - n* l -: ,j ud : NS i’/’Y. r.l-eii: Ter Blee;r^liren: des rkibgeordneien-' Tit! r -'i.it.i v -l b r a l> o o w i c t. es klärte in einer Ber '''sciK*,:i:uvl«en?iV des i’emi- -ger r!r.-.i>üreises, er sei NV..N * r in t'*iirrrf-- ein "*.gn r des oll.^!> 2>.-al>lrcchttö, weil :. I 'mv'ui■ :*_ T'.-.chre, -.t denen das lüdische Element vor* '!!" ''V ir: Si-,r llt gnade ansl: s<!» wolle. Tabei v/r-- - - v H . . v Ärr abainowle; ta> egen, ein Äntikemit rn 'ein. ..eg .-.; :v:ai.',.iri.* dic'es rslniiche» Bolksrerrrerors baue es i l..i- >t' I* n rr-nn.'er noch lnnrngeiiig! liätte: „Ach liebe .. r r. - nur 'ürchte, de-ß das all ein.'ine Tliininrech: dadurch, ' - ü-e.i ■; ->,.* stak'ische Mandate sichern würde.;ur Berbreitunq * S ' e n U-* :.I ^alttien l»!'ia,,en tonnte" Eine Tankadresse -ii-i '-.ch n ... Mi ri-en <'’oi:üvi wäre dann sicherlich nicht and E'ilir 2ccnc beim Bcsirtögerichlc.' -Ans B r esko in lchr- : i :• : 'o,.'-endes schreiben: T r cserl'grc.Provinatrons-- . 'ch:.i .. 'T-: .-lg es nicht um B-eress.ittlichnng ,nachstede!iden »ralles: Me-u?:!!-> :-g svat-er A M. Eelln-l und .ich batten beim k. k. ^e- 'ch'.". n s" l -. n 4 o l o w o! s k eine Tagt'avnng abzuhaltcn : " bs . " *:rti lim . 'iimmari'che >dlage wegen 7-lN rl kür TpiriliiS, k u" ov f'-'-on* racb'er ans der Umgebung bei uns gekauft balte.- e-; ■ . r E'; r ti ah;. iagt-' der genannte rliichrer :n Eelknike „Tie * r " '7-. Nag sch nlen," woraus dciseibe erwidert-'; „ilsenui V! R'chr-r, .?> IN,indem 1<k fl ich.-nlen würden, so gebe ich '-!»'» " T.t!-u' rerl': 4 :e Herr Tobronwlski im. Beisein von vielen! i'.ll* ri! g .gsslznua-e» rorgelatenen Vantleuten: „Ach schenke nur;; k! Elt.'su.'in Anden. 'Jlitf di.»e aningliche Äeußernng : s-1s :- bin nicht tiefer" i>i.iiiuiifl, heute eben habe ich .'. 'euittigei. Ebriüen mit einem größeren Betrage beschenkt alö . -s - M- 7 n 'agke Herr Tobrowolski: ..'.Ich. wie niildihStig Abr ' ' kv an .ins ksi.-r nicht wäret, >'o würde Br;esko viel besser nei .:! " E*,ä!>»k Aabee, bat ans ehrliche Lrtise sich mühevoll e>» Be-, ur-eqen ei worben. - und schon seine U.a-tjuciv wohnten hier im b wabr-end ich. -si lavp!e o ,seit IAaKre» daS Aml eines Bs<el n:;..ilneisieis und Enliüsvorsiebcrs ohne jeden persönlichen Nutzen und ü; i iui Ank-re"'e iämmtticher Einwohner von Brzesko bekleide. Aeder i chtkenkende Mensch kann daraus den -schdnß ziehen, ob wir e'- rerdi-iien. r.i-an in einem k. t. Ämie und von einem rechlsprechenden dliichter össcnllich behandelt;u werden, und wie ein solches Borgehen;u"qiialisiciren sei. Hochachtungsvoll H. Ä lapp hol;. l.(5ill Mortara.Fall.) Ein in Rzeszow zur Wahrung der Rechtsgleichheit erscheinendes Blatt, das .,I-’ostnpI“ („Fortschritt") heißt, erzählt einen neuen Mortara-Fall. Ein jüdischer (Äeschästsmann, Namens Nathan (ssa n S, im Zamoscer Bezirke in Rnsfisch-Polen vermißte seil sechs Monaten seine neunjährige Tochter, die plötzlich spurlos . verschwnudtn war. Endlich erfuhr er, das; sie Bauern über die E'ienze ngch E'alizien gebracht haben, wo ihrer Unbekannte harrten, die sich mit ihr nach Vczajst verfügten. Dorthin begaö sich nun <slans, nachdem er alle seine Habseligkeiten verkauft hatte, am 1. d. M., und bald nach seiner Ankunft erhielt er .steniitniß davon, daß seine Tochter beim äLirchendieuer (stednta erzogen werde. Zwei junge teilte gingen aus Ersuchen des Herrn Gans in die Wohnung Gedula'S und wollten das äiind abholen. Frau Wcbula lief aber, als sie ihrer ansichtig wurde, mit dem .Üinde davon. ES'wurde nun die Anzeige. an die Gendarmerie erstattet, worauf der stirchendiener folgendes Gesiandniß ablcgte: Er wisie wohl, daß daö äiind in.Rußland geboren und jüdischer Abstammniig sei. Ter Domherr habe es ihm zur Erziehung anvertranl, und ohne dessen Erlanbniß hätte er es Niemandem übergeben können, da er sonst seines Postens verlustig geworden wäre. Am liebtigen sei das Aiiiib bereits getauft. Aus Besorgniß, er könnte zur Auslieferung des Mädchens gezwungen werden, schickte eS ss'ednla dem 'Tomherri, znri'vk, bei welchem eS sich bis nun befindet. Alle Bemühungen, de» geistlichen Herrn zu bewege», er möchte die fi leine ihrem Pater wieder übergehen, waren fruchtlos: auch die Antervcnliöii des Beziiksrichlers in l'ezajsk half nichts. DaS Rzeszower Blau weist ans die (besetze hin, deren Berletzung iin vorliegenden Falle keinem Zweifel »nterliegi, und drückt sein Erstaunen darüber auS, daß die Ticherheitsbehörde» dem Tomhcl'rn gegenüber bisher.machtlos waren. 4>calhan O'ans, der durch ei» Halbes ZaHr kein Geschäft betrieben und nur seine Tochter gesucht hat, ist in Folge dessen auch gänzlich verarmt, und in Rzeszow, wo er sich derzeit aushält, wird zu icinei: l^nnste» eine Eolleele veranstaltet. Ttls Bllltmärcht». Es ist schwer, Boruriheile auSzurotten, und trotz aller Bemühungen erleuchteter TlaatSmänner treibt in ungarische» Trlschaslen noch inanchmal das unheilvolle Blutmärchen sein Unwesen. An A b a ii j - T z a n t o spielte sich nnläiigst, wie der „Magyar Hirlap" erzählt, folgender Boifall ab: Tas fünfjährige Töhnche» des donigen Tcimsiers Aoief roß verschwand spurlos. Ter verzweifelte Baker suchte es überall, jedoch vergebens, der Siiiabe wurde nicht ans gesunde». Hieraus lies der Tchnsterumher und schrie: „Anden! Ahr habt .mein >ii»d umgebracht oder eingesperrl, um sei» Blut abzuzapfe», l^ebl es mir heraus, sonst btingen wir euch Alle nm." Ein großer Tbc I der'Bevölkerung hesiärlke de» Uiiglncklichcn in seinem 'Wahne. Um «'< Uhr Abends, als die Tache schon einen sehr gefährlichen Ebaralier annahm und Vcutc, die mit Scnfeit und Tchaufeln bewaffnet waren, die Jubeii dedrohleri, erschien der Baker plötzlich wieder — mit seinem verlorenen Sohne ans dem Arme. Ter sknabc war bei einer armen Bäuerin in dem eine Stunde enpernten Slüdlchen Tnllya gewesen Ta man ihn allein ohne Aussicht zu Hanse gelaffen hatte, ging er vor langweile oder durch Hunger veranlaßt auss Feld hinaus, um seine Mutter zu .suchen; er verirrte sich aber ans den Weg nach Tnllya, wo er ermüdet ror dem Slädrchcii auf einen Steinhaufen sich nicbcvsctzte und bitterlich zu wein.'» au.sing Eine arme Frau erbarmte sich feiner, nahm ihn zu sich und gab ihm zu essen. Dort verbrachte er auch die äsachk. Die Freude des Bakers war natürlich groß, die Menge war beschämt und zerstreute sich schnell yach allen Seite». (Halllllltrstcill's Tulcillka.) Tie Angabe, daß Flora Gaß, ZN der Herr v. Haininerslein in intimen Beziehungen stand, Jüdin sei, erweist sich unrichtig. Sie ist weder Aiidi»', noch, soweit ermittelt werdeil koiiule. jüdischer Abstainmung. Tie bezügliche Behauplung scheint wohl mir deshalb in Umlauf gebracht worden zu sein, um von dem unliebsamen Aussehen, welches der Fall Hammerstein erregt hat, ein Sdium auf die Anden fallen zu lasten.;(Die 1IC1IC Acra.) Aus Pclcrsbtl r g schreibt man UNS: Bor nngcfähr sechs Wochen waren wir in der Lage, dem „Freien Blatte" »lilzuiheilc», daß der russische Niinister des Innern, Herr Durnowo, den Üicichsralh zu bewegen suchte, Jüdinnen den Zutritt zu der neue» medicinischen Facultät für Frauen in Petersburg zu verbieten. Das vor wenige» Tagen im „RegicrungSboten" erschienene Reglement über die »icdicinische Universität für Fraiicn enthält denn auch die Clausel, „daß nur Frauen christlichen Bekenntniffes Aufnahme an der Universitäl finden." Somit ist den Jüdinnen der Eintritt in das Institut unmöglich gemacht worden. Und doch hat sich die Commission, welche die 'Errichtung der medicinischen Facultät für Frauen befürwortete, für die Znlasiung von Jüdinnen znm Studium der Medicin aus-

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