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Freies Blatt · 1895-08-25 · 177 (25.8.1895) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
IV (1895)
Issue
177 (25.8.1895)
Date
1895-08-25
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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:rr. 17 freies Blatt. L-ettf i. gesprochen. Jntereffaut ist in dieser Hinsicht ein Gutachten Über die Dhätigkcit der jüdischen Acrztinncn, welches daS Gcmciiidramt von . ilttschnenowgorod al'gcgcden hat. Dieses Gntachtcn besagt, „daß die jüdischen Aelztiniic» während der Cholcrazcit Dpscrwittigtcit und Hninaniläl, Mulh und Todcovcrachtung in so hohciil Maße bekundet liaben, daß die Einwohner des Eholcragebiclc» noch jeztt die Jt'amcn dieser Jüdinnen mit Tank und Ehrsnrä,! erwähnen." Und '.'nschnc- Nowgorod ist ausschließlich von Drlhodopen bewohnt!, Der Judenhaß des Herrn .Turnowo geht aber so weit, daß er sich nicht scheut der Wahrheit Gewalt an;»kh»li, uni eine neue „Judeiibeschranknng" dnich znfllhrcn. (Tic IildciltiilSwcisiiilst ans Wladiwostok.) .Ziir b.-reiis er ■ wähnten Meldung von der bevorstehenden Ausweisung der Inden anS ' 'Wladiwostok wird u»S nun aus Petersburg geschrieben: Las . ^Ministerin,» des Innern hat iin Einverncluncn init beb obersten! SiriegSvcrwaltiing die Ausweisung der Inden aus Wladiwostok bc . schloffen, und .cö handelt sich seht nur nn> die genaue Festsetzung des . „Zeitpunktes, an dein die Ausweisung ihren Ansang nehmen soll. Emc! Petition, welche die Handelstainnicr von Wladiwostok »in Pelassnng der Juden in dieser Dladl an das Ministcriuin des Jnne>n gcrichicl hatte, wurde vom <''chei»irath Durnowo an die Siaiumer zliriict! geschickt; die Silagen der orthodoren HandelSwclt über die Dchädcn,; welche ihr anS der Ausweisung der Jude» erwachsen würden, sgiidcii l keine Beachtung.! Ebenso wurde der Bericht der Haseneouiiliiision vott! Wladiwostok über den Ausschwung, welchen der Handel der Ttadl seil; der 'kciederlaffnng »der Inden gcnoniincu hat, von Durnowo völlig ignorirt. Die Wladiwostoter HaiidclSkamiiicr hat jedoch b.ichlüisc», eine ' Bittschrift an den Ezar um Belastung der Inden in der Hafenstadt; ■,n richten, und inan ist hiev ans. den AnSgang dieser Angelegenheit! sehr gespannt.! t i 2lus Antisemitismen Vereinen nnd sannnlung-nt. i^ic gestörte Bcaiiiiciisäiigcrci.i.-Tie Ehrisilich Teeiale». tfiiit.e »na, dee! Beröffeittlichung des Miiiisiceialerlanes an die Tlaai.'beainlen gme chttene zun, kö-e» Tpiel ntachlen, dabcn iil ibtcit levien Beiiammllingen sich nicht nicbr! beherrschen köiiiten, und y ei»;ci»e Redner ergingen siä, in den lieiilgsien Ans iassungcn gegen den «traten .Uielmaüsegg. Mn j iieni stuinsinus, der ,yt . den Eigenihüinlichkeileli der Aiiliieiiine» g'Körl. >vl» de-ganz imiu'thöhten den, Vetter der piovi>or»chen Regierung znin Borwurie gemachl, dag er dasEeiveibe der Beaiiilcnsängerei bei d.n devot stehenden Wahlen,;» siöien -nchl tind ans tieie Weise den „Jndcnlibeialen" Borschilb lcislei. .-Ungleich geberdetcii sich die EKiisllich-Tociale» in wideewauigsier W.iie nis di> älissitlließiich priviiegin-ii bachlcr aller i'umiüiät, wobei sie es an Teunm.'i..lio»e» gegen Inden und „Jndeiiknechle" nichl fehlen liegen. Tie sich;>> liitinnidcii Tedaiiteiien rüsiendeu „Teniich'.iialionalen" iviiiden i-koch — vardoiiniri. Weiden Tic uinT.toneeet auch für tieie Rnäsichi sich nicht eikeunilich zeigen? — iT>c tvrturrheqiicllcii Der JiiScu.i Heer» «a>>egoeig, der vor einigen Tagen in einem Gasibanse nt Breireusce firt> pledueirie, beliebte es nsiedet ciiinial so;u thun, als ob Inden nur anl untechiinilßige Weile;n Woblstand loiniiic» würde». Er speculiilc ans dcn^'Reid und die Albernlieii jener Müßiggänger lind Truiitenbo.de, die selbsi an Wocheiiiagen ihre „Zehner nnd e i'ii ffi-ii" in diverieil Wirlhshansern haben, ihre hsts-häsle aber vernachlässigen. „Betrachten Tic," sagie Herr Ätegorig, „die in Teide dahcrranschcnden Weiber dieier Inden in alaelsbad, -Marienbad, Ischl oder ilden Seebädern, beliachien Tic die Brillanten, mit welchen diese behängen pioven, eiwa» näher, t.nd Tie iverden in dein derielben das Elitzein de Thtänc» aus den Augen der aiinen Gciveibelre>be»den ivieder cilcnnen." Tas müßte eine sehr nahe B ltachiniig lein, denn unseres Wissens et kennen di- .stnndeu des Pi'äidlers Eregorig auch nicht, das; die von ihm seilgeboiene» Waarcn osl genug jüdtschein Eeiverbesiriß tkte Enlsi.hnng verdanken. Tie Wtene- Anliienlilenhänpilinge erscheinen gegen lede Widerrede assrcnrirl, indcin handsefte „Hcdncr" Jede», der ihnen zu oppomren ivagt, an die Vni't setzen. Tonst haue sich viclleichi auch in Brcilenjce Jemand gefunden. der Folgendes zur« Belehrung .»nb Anskläeuiig iniigclheitl hätte: Eelegenllich der am lll. v. M sialigehabien seierlichcn Jnsiaüallon des Herrn vadislaus Tn »dar de Esik Tzeni-ToniokoS als Hbergci'pan des iKroß stüküller EoiniiateS inachle bei ihm auch die Tegesvnrer Jndenschafl unter Führung dcS Monorer Rabbiners ihre Ansivarinug. ' Tie D>P»ial>0il wurde vom ne»er>:an»tcn Eamitals-Sberhanplc überaus freundlich ausgenammen, und auf die Ansprache des Rabbiners sagie er u. A.: „Auch jevt finde ich meinc schon »n Jahre 1B4B geinachle Erfahrung bekräftigt, daß d:e Juden zu den besten Pairiolen des vandeS gehören. Mein graues Haupl und ineine reiche Etfahrung bewahrieil mich davor, die Ursache der günstigen Bcrinögensverhültnlffe der Juden in niilautcren T-uellen zu suchen; ich weis; e/ wohl, daß dess»» Uriache in ihrer Mäßigkeit, Sparsamkeit und uner- »lüdli>k!e» Thäligleii zu tuchen ist. Es-wäre zu n-imfili.-it, daß die gan;.- 'Ralion die den Wobl>ja»d 'eidernden 'piineiricn von den Juden erletuen möge." ' iWititkr Aiilisciiiiic» in »krcnis.i. Am Ha:mi>csiiage nennh»nte-.l jährigen Jnbiiäuttis der ilabt >lr ftiiv lanien den au.l einige lüiiideri Wiener Anii'emilcn Nitt>r F-iilirniig tb>e! >?äiirnlii>,i. an. Tic b :-al»nen nch telaiiv an ^länd-g: nur beim Bcz-be:»:ar'chiren am iua l.ii'.h i, Teiiiöei loi-.men sich einzelne Jndividiieii iiichl eiilhaü-.it T.tmiä'rii',- Nil --ziiä.-sz». 'Herrn Bergani,- r . "ec: nbel ergangen. Ais er der den Aassliig r.aäi sdrems atrangiii l->u-., - zum Eoinniere der el-einaligen eie-.ip'-r T rudeiiint .. ni ihm die veniaiili.be Miiibeiiniig zrilbei! iverden. : ü -enn j Eriegiiiig bervon-n'eii irürd.e,. und daß er im Ji-i,-..-: : gni «Haie, .fi.i: ',-rne;-> b.ilie,!. Wäbtend des > biindilie von 'iicine» lreisiiüiden T.heiben a-. i irngen. duiäi irelche rei.A»!-ang Tchvner.i-! Bergaiii's g-enörl-batte Ettnlgen Trost iiiobr-. a,--.i das; Vueger Abends, als die -Antiieniiieu sich b'iiii ha.-i- ' einen Tnnt-vi»ch ansb.aäie. 'Tch.neider, de-., a n i diesinal zr.r AbiveäiSlNiig den Wun>ei> Nils. ra> Mao/ loanirie näinirch an' die ichöne llingebnng voil .»creiiis dniä'alieri }• I. „den man yi >ebr vtatit-.t>en aiider,.! I,! Tin-r edle Wnn'ch.oiii'ei' ile. wie .Pas.Be gau; Blatt > der iSeiinnnngs iind Zebgenofie» Rur >'o ion! Tchußg - Eriränleii -- dem Eriminal wird Tchneidrr '-ctui,kliä. neu Ai.-.i ist i'IN 'ä-og so oft entronnen, aber man bat iii.melnu.r »i >>e,e»i Jiisie bennre rolrle, Ueg man '-ei!>en nnüeb'ame Ticher.eii '-.'.-i.'Niit v'.öi'.ich - Teilen TNie. L'.-'-eiiiage li .nstand g/n nbre», a li! .".et!, an' i!m.^ - na.!, 'viach .. 'iiranle. Er . nui Tlrrine ' ii ioiinie". i H. i:e. teil rdl sich iner st.-rr «Zu Sc» tücüciiliagcil des dcuiich-»rauzösijclicil »iiiegrs. B erll v.e r Anl>iemilenver>aii»»l»„g htelt t'r Heid der „Ebrnv i.- vleberniann v.' T o linenbe rg, ans Anlag der ngni W. de.ch-!-. der Tchiachliage von 1-7" eine Brandrede ge.,er» die Fud--!-. a: „»m-'ten Feind" und iand nichl genüg Tnve,laiiv>. „nt den Bai-.:v:t-.-iitris : er Anir. 'einnen zu loben. Wie sich ]■ ne »treffe im.Jah r 1 ST<» beur'iiill'.ei.!:a>. e». i-eve« I>vl viebennann dienstbar i,ch gu.g ans dem damaligen Beri-:rr'.ei-. \ r.:a»es. den „T r esdener Seaä.richien", demiich. bei vor Tad-ain'iidl' - „Tre-- . in. Joiirrgl" ichrieb ln seiner Riiiiliner vom I-. Juli I.-7". „T.le .Tr sden . -.'e.iäii'.etn.'ir wissen zu verwelde». daß das vo!ii>',che tc«»!■■ nun anch in Tr.sdeir leb haftet geworden' fei ünd die Tag»ser>->g»i>l'e aUeiiibab.-n . i>'-dg,-i!it„nt der .lägtichen räche bilden .Ti> Einen u-aueu' len Tieg Ir.niro'eii. die Andereii den Tenlstchen zu niid doch >oi>ien sie Alle, dr.st da.' ieedg'.rch nur deii' Elasi'-rvis ni.d. Znitdnadeln ul>ertane.it n-eede» mns: -', gZe,!r.n,-.--n t.trd das Bur 'v>ei>n die Hanpirolle, n.^d led'er einireien.e T-I.a: n-itd als;:i Iniltlig>r Heid und Tleger begi-üßl. Freilich 'iairch.-n-.auch >!l. i.nireb! IN der Mehrzahl eriv'le »»eravle» an»' F-.eilich gel .i! sie .-Iller -!. ioUeii. JnIilMl enige,.eilst wi'istn nichl. cb n.- »>ier.-.k>h-..:t ade. an' d. , ide d-.r Ebee b.eiben aber das ist nur die alle Wiede,:-.-! r der Ti,., Jalnbunderien sich grsialieie i!) Am schliiniiisten löinineir dr.Siii,. : i; "i daran: ot-irn : ''st . n rrnd Wi-.ihe i» der Tä,chN'>cheu Teinvei der »iainpsirisi Boden ge'chnlenerl,' .Wie-ee in:: ivi.'e i!!!i ih!t, Ivnnen wie ireilidi »ich! ivi''en: la i.r i eiastcheiden.' .Es bleibi uns mchis übrig, a.-e in >- z was leint».'» n»U: votlänsig tonnen a> ir au s,r st' . si".n: denn ehe das »iiiegSge>ii»iinel bis nb -. di.- .,u I:...-: Man von der' Brühl-'chen Te'.rr.ne die erst.'.r iai;; . n >:. einige Zeit ballern, die norddemiche Ai in r 'ist . ir. >i r h ä Türch- »nd Abbruch ichon eine berinii-.l - Air.-! . .V ' Ta: eine» drnl>chrn Btanes bein, B ginu,-ii.- -dii. ee. de. Jninnil nnierer Ration eni-sttieiden »oll: e.re ist g-.>.ist>-.inas:>'n ar!it>'i«ces>elbeü >n einec I ii, .wie em y.\ a;,\ Vi.:;!el t; >'. iit; >,it eieli.is id mit tu ifita:, lü, ehe S lU'.il . zo deren d : T r r a ch e er '.el-e» und T ii.-.nnons- >a,ii .'eil Rnmiirer be'agl, es gil>, zu zeigen, das; ivie der gl. rr, iä'.-n Jei' dee män.ii'.ä'-.ii ErbJ'.rng von I-Ill mchl rinireeih sind', »achden; ivi.-destiim, nnmitt, ihar. verbe. von geslöiien .ünnstansilellnrigen und Ba.de>even '-.e stdede gerreie» ist. .>d.ennien iich die .Tresdener a.ti r > äi le»- vie. g.., >l>l lige i a:l s; e r n . wenn' hinlcn in der Tülle, die Beiter an'einatider ichlügeiii- Tc» Ehassepvts 'und Jnnduadein sollen nur Alles nberiai'en »nd nül eu.i..e .Reu-. gier' znjehen, wer „»»-eigenliich stegen. wird. Tag kie und' da ernste 'tvedank.n .ausianchen', ivitd von de» .Tiesdener 'ssachrlchien' eoitstaiietst das; cs gcgenivärlig in ganz Teniichland mir Emea 'ä.-danten geben taii, die Eltre des Balerlaiides und die lliiverievibeil ie.nee horenzeu nitt ■ Eilt Niid Blnl;» schüye», davon scheint ihnen lelbsi der' "st'daule noch «tci'i gelomincii zir sei».. To lange die Franzoien nicht äuf der Tresdeuce Eibdrülle liehen, ist cs nur die Torge nm die HoiclwlrtKc der Tächsi'chen Tchwci; und die Tresdner Bogeiwie!r, welche sie belünimert. Bis dahin lvnnen wif tnbig, ganz ruhig V.) sein. Js, das die Tprache von Männern oder taS^Eetlaiich vo» Weibern!- Man wende uns nicht ei»: die .TreSdencr Rachrichicn' sind lem paliliiches Blatt und ivollcn es nichl fein. Tie .Tresdener Rachrich'.en sind, tSoll sei cs gekiagl, Ipe einzig geistige Rahrnng für Taascnde in Tachicn auch in poliriicher Beziehling; sic wisse» dies und haben in Zeiten, wie.die gegemvärligen, danach zu halldekn. Gibt ihnc» aber ihre Batcriandslicde nichiS Anderer ein, als ihren Vesctu au-

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