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Freies Blatt · 1895-08-11 · 175 (11.8.1895) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
IV (1895)
Issue
175 (11.8.1895)
Date
1895-08-11
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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.'äaitaelibem jrineibrr habe, aber abgewik'eii worbe» iei. Ter Zeuge SJolfert btaitieie, fa-i Tr. Heutig alterbiiigs abgelebnl worbe» iei, aber ans Gründe», bi» mit ius •«»* ivet.ben Zweifeln an seiner Gbrenbailigkeit nichts;» tbim halte». .Ja:.:.ti. rat ' I»a» von der ang-blichen jSuchergkt'chichle »och gar nichts gell.'... .>» .iliiilidietit Ginn«» außer le sich der iolgende Zeuge Xaniinan» Wils. 2" beS Tr. Hr'inig sei »irr ersoigl. weil derielbe auf ishr sichleehlei» m;: bei» Cber'omer von Branchilich ftanb und man T>siere»;en i>» i:-.eine v'imeiben . »'dlte. Zn Beiren eines weiieren PniilteS der Anklage ,i:e :.I eilaaer 'otgeube Lebilbeunig des Läeboeibalis i Zn einer Reslauraiion l-ale :»>: ibm betamue Inhaber ib» auf e>» Ge.bge'iick, in der Zeitung ansine:l'.iin geniackit n»b raiauf dingewieie», bas; ber Liicbeube aller Wahr-, G'eiiili.lie.l i'.r.o ein. Gesinnungsgenosse sei. Gr sei bamals Lorsitzender des .en .". .an. u Viieaeiverelnes „M'oabil" gewe'e», »iib nianchei» Gesinniingsaeiibüen :.:.-»- e. g>b t'en. Ans Zureben bes Reftanralenrs babe er sich a»i die Luv'.' »e ntetbei. '/mer Beriviiiibsraiig iei ein Herr;» ihm gekommen. '»:• a.s Pada aller in ber'riowe'che» Gewebrfabrik, '.'»ameiiS Aeiiillanii, vo. >»,.!' i rre di..11 'habe er, Tr. Heulig, jo’ort erkannt, baß er keiiibn Ge siiinili..;:. re. sich babe. es iei ibm io'ori llar gewe'e», daß ans bei»?"»ti.r:e Nicht? tvereen könne. diiir ber Zarin wegen babe er nach ber Liedereit a " :ii:b bas »«e-vrach' >ei re'iiliailos retlau’e», ohne baß von ibm ber iv.ß ...'nt tvorben ■:•. T agegen et Harte ber Zeuge .1» e II ii, a II II Gr aee >:.» b:::eh einen Haubei INII Gigarren einen ikiebenverbiensi erwerben r.°;>! n b;n b:> ei» Zwecke ein Tarleben von .'-vi> Mark ge'nchi. Glwa o'ber baipi: sich gemeldet, die aber olle 40 bis .» P.-icem Ziii'en ge- :;• .• ::fn Gr gab• 'amt den Tr Heniig an' dessen Angebot besiichi, nr.b; . -! i’ '.we ( tr an: bentltch l’> chereent Ziii'en geioiben.-Tr. Heutig Ge i a'i abg-.e.-nt wil bte ib.n gebotene Licherhe.il nicht genüge H i 'tritt ,in chieben. baß er überhaupt Ziii'en g'-oibeil babe Ta er i 2.1-,: t fen;u gebe n, ’o balle ti ia aucki iiar ::nan :i hielt ’Piue A-baiivliing ebniio bef’.ni'it r'nr»'l ■' mit CCT . ivnirib' eilitrü 1 bei A„- < 2,i .. i i- Xa <«eri, a-lsb.'- ' dei -. ii i;c.: ia:'; :» "er e eilt Xläe.er . '. '»■: :\ui I re »tivi: u;cn, fi nt W lieber '..lbü eiten F jUe v -'. auf : .Hii’f.auiHi, iil.i k . :tvi: Ir 11 >'. .v-euti »; l'Cl IT» icem fleipri rt:; •;«: .fjnca.i : ar; uül’fit; irnd i n litt fruü üir C ■: V. k.a.yen viUe INS Gew (bt. taß e l-'q.ii Wiickia 2 tiin'jC.MU.ie ll '-?! ui: , ulvv reu tig'v C' ’-lbge 'dfä'te und über dt!-5 .’ä :t Ui!h:tl b ilden I' /vncDrirtl b'llilflo. Am ■"> b. :1V verschieb in Vonbon ber. ' ' ..»l :. veti gii'che Fübrer »iib Lchri'lsleUer Friebrid, V b.::e .ria - Um die Abivehrbcivegliiig bat sich Engels " '.ii ..aroten Platte“ ansiiihrltch beiiuodinic geil'l 2.1t'.-! . . :. I i: livi :i ,i'o U nt nur 1: ii ii q ber W i s s e II .1 ' : . ' feil Weit!' bei' .. iii'tcui'di.it'eitfcn " ö’cbanfnt 2.:...'.' : ,;t't”'.:nidiartl:<tieit" Änkit'emtte'rei dar legte. in bolieui e,I' :■aetu. '■iviticil ill >{ illDCniCItillt. Gvv d.ii Vi-iifoner 'Jlifii’cit hat Euerer -i 'lg:'.. 'U lfe,,, bie ielbsi in f l Erimilialsiaiiilit ui . '..'tip'iiirfeii aü-:r ',’lrt ü reichen Theniie ^abelf- . : um': Z.v 'i Ai naben cca frei^ebu itttb;t»5lf Zalneit, GU ::!. ha!' n. mit <'or!efachl und gevadetlt - : -Ihr »iarne ±K nrei .'-..ntor bel, und;t»ar ans '" *"■ ■■■■'-' ii'! well ii» 'il'-'m dieser iungen (s'eiilleiiieii - .’ iit l' Ul'. 2;; r uiiut der verbrecherischen : ■ in ...i:- indtt«*' T-.itlioni'ckes etnnden ' ' wivki-chen bens 2le 2inu ges.chal» ■ ' rti'f.’itcV biiisieiivi l:I. f.'i'en g> rill'er aber die ' '! : n tii'f.an ::: "'.aiidi.ril Euer aiiqrcn;eu. Zu i ' ' '-si'r ei.'», lebt-' -'ine '.yiiditdie «vantilie: . '.'.'r;w»i n. 2er Mann, droben Eoouibes, :-.i i-i 2 ■:;■■■* traneattaittitchen l-rrrtetlooleö, enurnb! 11' ui" /vaimüe, gab viel aus kür die Erziehung ' 2 " e:;ai! - 'iihrte >n der oft, langen Ahweteirhbil C"n.:-' fie Nachbarn batte« ihr nichts vor- T '.:::ay von '.'iadifidtt gegenüber den Löhnen. .ü die ..l Eosiitbes London, »in tidt in Viretcool 'i I! ' u: ich:n '.'lb'dii.'d versprach Arm, Eooiubes ihrer >r' i .'Hielt für den «. Zuli. Ais fit an diesem Tage d' -t. ::. Lchwa.;er;n, Aiiruleiu Coombcs. in die Eavc fu, n: Cört nur den Uetncii droben, den alleren 2ohn ihres -u' U'S. i i utf ihre Arageil erklärte, die Mama iei, ' durch eine; : a'r a'en, na I) Vioaroot gcrcin ^Lv-ir hatten dorl unten," i sagte der Knabe, „einen Onkel, der jetzt gestorben ist und uns sein ganzes Vermögen hinterläßt. Maina ist hingefahren, die Erbschaft beheben. Wir sind jetzt reich." Fräulein Cooinbes war sehr erstaunt. 2ie hatte nie von der Existenz jenes Onkels gehört und begriff nicht, j warum ihre Schwägerin sic von der Abreise nicht verständigt. Tod, i sie entfernte sich ochne irgend welchen Verdacht. Ten Kindern fehlte! es an nichts; der jüngere Nathaniel ging regelmäßig in die Schule; | Robert hatte auch einiges Geld sehen lassen, das er angeblich von i der Mutter bekoininen. Schließlich war and, Fox im Hause, ein Joiot,! den die Familie aus Mitleid aufgeuonlnien und dessen Anwesenheit i das Mädchen beruhigte. Am folgenden Tage ließ Robert sich von j einem Rachbar ein Goldstück wechseln und gab ans die Frage nach ' seiner Müller dem Manne dieselbe Auskunft wie seiner Tante.! Fräulein Eooiubes kam am 10. Juli wieder. Sie fand die Kinder! dioberl und Ralhaniel beim Kartenspiel mit dem schwacksiniiigeil Fox. ' Aus dem Tische stand ein Teller mit Backwerk und eine Flasche; Whisky. Tie Knaben versidierlen, daß sie ohne Rad,richt von der; Mutter seien TieSmal wurde das Mädchen von großer Unruhe ersaßt: am Abend verschaffte sie sick, die Ucberzeugung, daß Frau i Eooiubes keinen O nkel in.Liverpool besaß Treimal nacheinander kam, ■ sie in die Wohnung der Familie, nie war auS de» Kindern etwa« , heranSzubringen. Am 17. Juli endlich erklärte sie den Knaben, daß , sie das Haus durä,suchen wolle-: und als sie .das Schlafziinmer der > Schwägerin versperrt fand und den Schlüssel verlangte, riefen die i minder, daß sie ihn nicht hätten. Fräulein Eooiubes erklärte nun, sie werde die Thüre durch die Polizej erbrechen lassen. Tiefe Trohmig erschreckle den f(einen Rathanicl dergestalt, daß er Mud, das Küchen sonst er in den Garten sprang und daselbst mit auffalleirder Eile vev i sdiwand. Fräulein EoombeS sperrte den älteren Knaben dkobert' ein und ging,' die Polizei;rt verständigen. Als endlich das Sd,lafziinmer ' geösinel ward, fand man in -verpesteter, von zahllosen Fliegen erfüllter Viift aus dein Bett die Veiche -- der unglücklid,en Mutter. Sie war l durd, einen: Mesierstid, getbMet worden, der das Herz Mirchbohrte und - bis zur Wirbelsäule drang. Tie Waffe fand man beim Bett. Ter kleine drobert wurde nun sestgehallen und legte and, ohne Unischweise ei» vsieues l^ettändiiiß ab. Es ist geradezu nnfaßlid,, ivie dieser drei- -;ehlijäbrige Mörder, ohne eine. Thräne zu vergießen, mit ruhiger Ltiinme eine ganz anschrnilidie Sdsilderung der grausigen Thal gab. „Id, li.ibZe gemadit, Taiue," sagte er, „und zwar kam es so: Am Abend, als wir von London kameii, uad,dem wir den Vater zur Bahn b.-gleilei. Hai Biama den Ralhaniel .ausgeiiladil': er halte etwas auS dem 2r,'iielasieii gestohlen Und da er der 'Mama geantwortet hat, h'k ihm die Mama einen Backenstreid, gegeben. Eine Stunde spater iei,(a. aiii 'Ralhaniel vor, die Mama zu lödlen. Einmal, »m sid, iür dir 2h'i ige z» räche», dann, um ihr Geld und ihre» Sdimud weg- .zniieliill»,!. Mein kleiner Bruder halle es selbst geihan, aber er sü d>lere, datz er bas Mesier nidit iiark genug hineinstoßeii tonne. Ta er im Zimmer der Mutter idilief. mndyten wir aus, daß er. wie sie nur eiii'chläkk, '»weimal Hnsten soll, um mid, zu verständigen. . Tann sollte id, mir dem Messer lommeil und sie lödlen Er Hat dis zn:n Morgen- . grauen gewarlei. u»l ~1 Uhr gab er das S gnal, und id, trat, nur mir de» Socke» an de» Füße», in das Zimmer. Gan; leise sind wir miss Beil gestiegen, er rcchls, id, links von Mama. Ich habe daS Hemd w ggeidiobeii. »in die Sielle »ii wählen. Tann habe id, das Mesier angc'eyl ii»d mit meinem ganzen <^ewid,r darauf gedrückt. Sie hat fiel, .fm'i nicht gerührt: id, glaube, daß sie gleid, tobt war. 2amt haben wir das Geld gcnoniine», die dringe, die Uhr vour Pap'a, endlichalleir 2ä,muck, den wir linden konnten. 2as Alle« habe id, Mud, Fox heim I’;t\\'ii-l>!'<'kiT i Pfandoerleilier'l verletzen lasse». Und wir haben uns gul mikerhalten. Wir siird a'ils i.'and ipauereu gegangen. Wir Ijabcir* gegesieir und gelriinken, was wir wollten. Und Fox and,. Iei, habe.mir ein Flauelleostüm gelaust, um mit meinen Freunden Eric,»et zn spielen Wir wußten ganz gut, daß das nidit lange dauern wird. Besonders wegen der 2a>tte, die fortwährend gefoiitmeit ift und »ns belästig! hat. Wir haben aber gerechnet, daß ivir die Rückkehr von-Papa abivarten. Er halle die £eid,e im Hause gesunden, aber wir waren weggegangen. 2mm halle er geglaubt, daß ivir msaillmeil mit Mama gelobtet wurden . . . Jetzt könnt ihr mich ins (isisäiigniß führe», wenn ihr wollt. Id, weiß, daß id, zu jung hi» sürS Hangen. . . . ' Man wird also gezwungen sein, mich »hä, gewisser Zeit sreizulosien . .." Als einer der Anwesenden die Aeußeruiig hinwars, eS sei wenigstens gut, daß die arme Frau nicht gesehen., wer sie ermordete, erwiderte Robert mit widerlicher Kaltblütigkeit: „Jawohl, sie hat' es gesehen, sie erwadste bei meinem Eintritt halb, und als id, das Messer ansetzte, sd,lug sie die Augen aus. Id, habe mid, drum auch beeilt." Robert Coombes wurde der Polizei übergeben. Am folgenden Tage verhaftete man seinen kleinen

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