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Freies Blatt · 1895-07-14 · 171 (14.7.1895) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
IV (1895)
Issue
171 (14.7.1895)
Date
1895-07-14
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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rette »> .freies Blatt. Nr. L71. fth;luii stattgctliiivciikii Berhandfung wurde aber die Anfechtung der leytivilligen Bestimmung der Rowzan zurückgewiesen und das Testament vaUinbaliüch bestätigt. Dem Vorstände des jüdischen SpitalS, Buniin p un tief), wurde auch die Hinterlassenschaft der Xowzan bereits ausgest'lgt. Auamisemllischen Vereinen und Oer sainmlungen. l TilS treue ScillsÜic Her; 1 Am 4. D. M ab'pli'irten, wie bereite belichtet. rtechte II st e III mtb rneger adwechslungSweiie in der Innern Lladl im 'ogeiiattiiten „raniier Saal" ihr ö'afi'ptel, bei welcher Gelegenheit es zu euietn Arie echt anriiemiti’etter Brutalität tarn, isedbrenö nämlich Vneger teilte Zuhörer tu Per bekannten Weite barangiileie, bemübteti sich diese, Pie Worte Pee greisen Führet s munittelbar in Thal utnzuietzen. Einer per aiiweteitdeu Wähler, der bewiiders allfmerk'aiit Pen Worten des Redners lauichie, zog fa- Put» Pen verpacht aut sich, p.tß er Berichterstatter eines liberalen Blattes sei, UNP n’inT;i eoato Peffen IN Per >ä»iineriichtte» Weite gebaut. Man 'pte ihm ins isesichi. veneyie tbin Pnne unP 'chriet „Schlagl's den Juden todi!" Endl,ch war' man tbn btnans. Raiürltch baden die von Lueger ausgebetzlen Aitti- ' tetnilen einen Utt'cknlPtgeu etwtscht. Es war kein >oge»a,iiiler lüot'cher Be- : richlerna.iee. Per aut Pu"e Wene von der CrPnutu) und Rübe, die in Pen , «iiU'emtteitpei ’attttf.lmtseii berrcten ieU, sich übel zeugte, wildern ein Manu, | eetn vue.tev >e.bn getagt baue, er möchte nur zu Pieser Wäblerver a m:n:ung t ein men, es werde ihm nichts geicheben. Als er inißbanPel! wt:rPe, Pa kuniinerie sich nainillch rneger nicht um den Aliaquirien und nberlteg lbn rubig per Btuialtiat seiner Gesiitiiniigsge,losten. Lueger, per-'1 tu .etner Zen. um den Teitt'ch-Raiionaleu Pie Augen auszuwiichen, mit groß; arttget In'e ..Wir ü e u t1 eben" zu tagen pflegt und sich aus Pe» Vater Per I Peutede» TugenPeu aii'-ptelt, bat Peilt geebneu und durchgebaunieii Herrn j Wab.er gewiss auch nur erneu Beweis tetnes treuer, deut'che» Herzens liefern , wolle,,. * erti Betre-'enPeu Ptit’te tu.Perbin Ptefrift zu in Betuche auilieniiiitcher j Ber'anttn.rrugeti ertirgennaßeu rrigeb n. — Rack Schluß Per Bertammlung . reratitte.rrere etu größeres Hau'Ietu Aniilemiieit eine lainiende Kunpgebung aut,; Per. Straße. Stcketheilswackte 'chri't etu unP ermahnte anr Rübe. Tie Temon ' nranieit rr.nen 'ckan soigwin gi.P zersire.rlien sich hieran': nur ein Schuh' i machet-.;«'. tl'e w. tr te es u *tmm Boltzethertckie beißt, „wegen Richtkolgeleisi-ttt,;' ar rette! uete -it ,Wic Sic Tcnisch'Ratioilalcn Lucgcr das Leben vcriüßru.) I» einer Berwintirlnug eines AniitemitenvereiNlS in Margarethen sevien neulich, wie die „T üeerii cke RunP'ckan" benchiet, Pie Teutich Rarionaleii rneger bar: z.i. Tr ,'t « v ’t t r 'agier Wenn fiat auch Tr. rneger in Pie Reiben Per Peut'chrattpiutei; bartet Prange, w wirP tltnr Pas ErnPnirgen Poch nicht gelingen. Lollre un ere Bart-.i nicht Pte titaß.ebeiiPe Berrrclsickiigung firrPtn, Paiui werden tru '.'ll'ü'MirPt.j rr..,ibe:;, rrtrP »et es auch aut die Ofetahr bin, Paß Tr. rneger nickr Brrr.rernteisier Per 2:aP: Wt.n wutpe. Tie EanPidaten rtnterer Bartet nt»"''n r.che Berrtcksickrtg'.tng flnPen. Penn itnuingekebrlen Aalte rü nur etil liberale'., oantifat noch rinnrer lieber als ein divtiilieb-iocialer oder elertcaler, nett Per entere sich rtei leichter mrepet be'ettigeu taßi at» ein dentaler, wenn ■ er sich eiitma. »esi zc'etzi tut. l Beifall. rebba'ler Wider prNch ieitenS der.Ebnsilich- ’ Lretalen Redner loutuii an' Tr rneger s Anttreien aur Xarbolilentage und ' ’e.tt ./''•.'„Pt 'er Fents Ebrrsias" rn 'brechen und tchlr.ßt nach eitt'chiedeirer Berwabrrrrtg gegen Pie Bereler.palisirrrttg des Änltsemilismns mit Pe» Worten: Wl. iirrrneit auuns telbti rerrrane.t und nicht aut lene Bewegung, die mit dein Teni chib.nt» nichts zu tbttit bat. , Beitall einerieits, Erregring anderer ietis t — btt Cbtnann des Tent'ck natienalen ArbeiierbnnPes T l e > » wenPel sich in energt .cher Wei'e gegen Pie christlich-.’oetate Bartet und.gegen de» Herausgeber des ..Teui'chen Bolisblanes- Eritsi Bergaiu, von dem, weil er sich ais Buraertneisicr ron BrüblPor' der Untertchlagung von Gemerndegeldern 'chulPr,t g-in.rcht bat, Pte Ebri'sien erckaren tollten, Paß er sie nichls angebt.. Tann nerden auch Pie Teut'ch-Raitotral'n mit den Ebrifllich Locialeir bei Wallen r t'.lintnengeben lonnen. Aber immer und immer wieder diese Bcrtrp'tnttg.'n bot Pen Wablen in ritte man einig >ein: dretfrBcrtröstungeu taugen iitchrs mebr Fm naasien Fahre sitiP^dte Reichsratbswablen, dattu kommen d>e ranPia'sirablett, rann wieder die GeniRuderatbswablen, und to möchte es 'arrgeben, rm: die T enl'ch-Ralioitalen iolleii Pas immer berücksichtigen. Es muß tiret't die'-r T . abqetban werPen! Tenn er bat in seiner Eorruptio» Alle rrp.'rs Tbr .-.ebant, gleich bei Per Giiindiiiig des , Boiksblaties" um . 2tit«tu — imd pte Bartet. Pie mit ibtn zuiammenbülk, ist nicht« Anderes als eine Eerrrwnoi'spane.! ,>8roße An'reg'nng ,,n> r'arin bei den Ebrisilich- Soc'.aleir. - pzntn teiiier Anrsüdrungen rdtb der Redner an, sich bei Pen . ro'iitncii'.'i! Wablen der L'.nnmenabgabe zu lnibalten. Herr TchneiPer enl-! geanrt dag s B'.lckt eines I den Wählers ist, zur Urne zu schreiten, aber auch; B>s>'b i >ed s r ent'ch-natranalen Wählers, keinem rschechi'chen Ebrisilich-Locialen ' Pi- 2: tiwttc tu geben , BeitaU.) —Heftig erregt, besteigt Per Ebristiich-Loctale! 2 ch ,ii o i e t Pie :Kt: iteurtbiine imP bemertt, Paß er ohnedies geschwankt habe, j ob er zu Per Bersaminlung kommen soll ober nicht. (Ruse: Ta bätteii's ball zipfeln sollen.) Der Redner polemisirl gegen die auslauchende Uneinigkeit im antisemitischen kager imP weist daraus bin, baß der Sieg aus der Wiebe» ge! legenllich der letzten LanblagSwabl ohne die Christlich-Socialen nicht erfochten worden wäre. (Ruse: Lho! Wo blieb denn damals das „Bolksblali"?) Dieses t Beispiel beweist zur Genüge, daß nur die Einigkeit stark macht. (Ruse: Tao ist wieder die Bergani-Manier l) Ich bin nicht, so sühn der Redner weiter aus. der Emistär von Bergani. aber das weiß ich, daß sammniche Bürgermeister; feines Wahlbezirkes ein Schriftstück niikerzeichnel bade», worin die Borwürte! alle widerrufen werden. (Sturm. Ter Redner verlaßt die Tribüne.) — Ter Tb - inann Engerk meint, wa» Dr. Lueger gesagt Haben würde. Hätte er dem Bürgermeister von Wien Nachweisen können, daß er auch nur fünf Kreuzer ’ gestohlen. Und der Bergani Hat alS Bürgermeister 562 st. 75 kr. unterschlagen (Rufe t Gestohlen!), und die Partei duldet ihn noch immer unter sich. Tr. Lueger sagt, das geht ihn nichts an. Wo liegt denn da die Corruplionl Tie Teulich-Ralionalen bekämpfen die Corruption nach jeder Richtung hm mag sie mm hüben ober drüben herrschen. Tie Untersuchung gegen den Bürget meit'ter von Mühldorf ist »och immer nicht eingestellt, und wenn sie auch.en: gestellt würde, so ist so ein Mann, der sich in einer Zeitung hat alle« Mögliche tagen lassen, ohne zu klagen, aus einer anständige» Partei 'auSznicheide». — Herr A r n o s ch t ergreift das Wort. ES sind keine Beschiinpsungen, so rührt er auS, sondern reine Thatiacheil. die ich vorbringe. Zch habe dem Bergani fünfmal ösjenllich Unterschlagung vorgeworsen, und er hat mich gerichtlich nicht belangt. WaS nun. die Bertrauensknndgebung andelangt, die im „Teutichen Bolksdlatt" unter „Zur Tarnachachtung" erschien, io kann ich nur Folgendes iagen: Bergani vertritt eine» großen Wahlbezirk (Ruse: Aber bossentlich nickt lange!), zu dein sieben GerichiSdezirke gehören. Er bemühte sich vergeblich, die Bertrauenskundgebung zusaminenzubriiige». Sechs Bezirke versagien sie ibm, mir un Pöggsialler Bezirk bat er siebe» Genieindevorsteber angeblich aus. gebracht Fi, dieser Notiz „Zur Tarnachachtung" steht, daß mich zwar die Unterzeichneten nicht kennen, aber an meiner Glaubwürdigkeit zweileln. Zch überreichte beim Kremier Schwurgerichte die Klage, über welche im September verbaiidell wird. Unterdessen erklärten die sieben Bürgermeister, daß sie von den Uiiienchriste» überhaupt nichlS wisse». (Heiteikeii.) — Herr Stein ergreift ncchinal« das Wort, um den Christlich-Socialen ihre Geineinichast mit einem Individuum von der Sorte Bergani'S vorziibalten. Ein Christlich- Soeialer ruft: „Ich kann doch nichts dafür, daß ' er gestohlen Hai!" — Tr Förster ipringt auf die Tribüne und beantragt, diese dezeichnenPe Aeußerung zu protokolliten. (Berbiüfsung der Chrlstlich-Sociale», stürmischer Bci'all und Heiterkeit der Tentich-'Raiionalen.) t'Bkrmlklbct nicht an Jubcn!) Tie Antisemiten in Graz schlagen Alan». Es geschah nämlich etwas Schreckliches; im Gebäude der Steiermärkischen Spalcasse wurde ein Geichäslslocal a» die jüdische Firma Zivie back an» Wien verniielbet. Auf Anregung der Genieinderälhe Starke! und Feichliuger wurde nun am 8. Juli ans diesem Anlässe eine „Protest versaminiung" adgebalteu. Tieielbe faßte nach erregter T, balle eine Reiolnlion, ,» weicher gegen die Sparcasse nnd.gegeii jene Kauileuie, die sich der vo» den genaunle» Agilalore» eingeleileten Bewegung nicht angeichlossrn haben, die „icharisie Mißbilligung" ausgesprochen wird. lTlihriaii und AdlwarSl.i Tas osneielle Otgan Tübting'S „Ter Moderne Bölkergeist" pracisirt im piuli-Hesle feine Stellung zu der Böckel- Abiwardlache» ,,A » t iienii tisch en BolkSpartei" und;>i deren neulich i» Berlin abgehaltenem erste» Parteilag in einer Weise, welche zeigt, daß Ahlwardl und Bocket den Anlisemilismus noch immer nicht freiheitlich genug anisasseil, d. b. noch immer nicht genug energisch gegen Staat und Cbristenlbuin;u Felde ziehen. „Ein hesliger Streit," so schreibt der „Bölkergeist", „embramite um die Worte Kaiierihuin und Ebristeiilhnm, weiche gewisie Leute gern in das Prograniin anigetiommen haben wollic». Es versteht sich^doch von selbst, daß polinsche Freiheitlichkeit und positives Eintreten für Kaifertbnm und Ebristentbu ni sich gegenseitig ausschließen. Tie Mebrzabl in der Bersannnlung war aber schließlich doch so vernüiisiio, dicie nltrareaclionäsen Vorschläge abjulehneii. Bezeichnenderweise ober gehöre,, die Haupibesürworler dieser' anlisreibeilliche» Bestrebungen zu de» külinige» Hauplinacher» der neue» Partei. Recht unglücklich war der Co»>- prouiißvorschlag A b w a r d l's an Stelle vo» ,ans dein Bode» des Koi'crtbumszu ittzen: .aus dein Boden der heutige» SlaalSordnuiig", während cs doch allermiudestens heiße» müßte .von dein Boden — aus', denn..." (Es folgt nun eine io scharfe Auslassnng gegen die Monarchie und das Chrifteuibuin, daß wir bei der b>erzi>la»de üblichen Preßsreibeil eine Wiedergabe derselben nicht riskiren wolle». Bon Bein wirtbichastlichen Theil des Programmes sind die „wmzelbasten" Dübringianer noch weniger erbaut, und trägt »ach ihrer Meinung A b 1 iu a r 0 t allein die Schuld a» dessen Widersprüche», weil er nicht genug Tühring'« Bücher studirt hat und die wirthschaslliche Bedeutung des Staates zu sehr überschätzt. „Ablwardt's Dpecialvorschläge," sagt das Blanche,>, „sind völlig »topisch und iinaussührbar; den» statt destimniler Borschläge und- Gesichispunkie, etwa für RormalarbeilSzeit, Mindestloh» »ud Ardeilsorduung, verlangen sie Organisationen vom — Staat. DaS ist doch

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