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Freies Blatt · 1895-05-19 · 163 (19.5.1895) · p. [Seite]

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Journal
Freies Blatt
Volume
IV (1895)
Issue
163 (19.5.1895)
Date
1895-05-19
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Nr. m Freies Blatt. jt^H btiicyfji. Taß alle Jude» diese» Rimanerkenne», behauptet Teckerl ,'u.tik. „Ich ivill ja nicht glauben, daß die Resormjnde» CKristenkinder schlachte»," , :f er, fugte aber gleich Hinz», „daß cS aber jüdische Sexte» gibt, die taS ,! - nnd die Christcnblnt brauchen, davon bin' ich volltoiumen über g i, ben» erüenS — behauptet es Rabbi Moldawan im\i ziveilenS stimuik es - „ -c„ Acten über die jüdischen Mörder dk-S Simon von Orient volltominen in. die ich selbst gelesen habe." Wieder schloß er mit dein ■ ..•et'-ntm coüsco " :if Anhänger dcS Blutrituals keine wahren Inden seien und daß cS nur unter den wahre» Christen, d. h. also, wie vorhej'gesagt, unter den?'.i zu finden feiert. TagS darauf ging er daun ans den Gedanken des . ciiaiilisemiriSiiiuS" naher ein; der jüdische Glaube sei nur eine „Racen .. . en". ES sei ja richtig, daß die jetzige» Juden Jesun, nic^l gekreuzigt haben, ..die ttarpcleS und Tanuenbanin und FleckeleS" seien die Löhne der e.i. tuge» Inden. Er warf dann die Frage aufi ols denn slir dicieS von Gott ,:!ic Volk gar keine Hoffnung sei; daS wolle'er nicht iganz aus'chließen! ■ tonnen si ch taufen lassen und trotz dev Race e igenichasie » ud nach gute Christen werden, doch müsse man bei der Taufe iehr vor ß-n ein und sich die Täuflinge genau beschaue», denn Biele seien erst »ach dee .inse recht gefährlich. Für die Gesammlhcil der Juden hat Tectert nur den ’i’» Trost, daß sie jedeusallS aui Ende der 4i?c(t ENösnng und Gnade sin' iverde», früher allerdings nicht. Bielleicht damit nia» gn diese WeiSiägnng ehe, aube, gab er auch an dieseni Tage einige Proben deS ElfiudnngSreich. lbniu dessen sich Jndenhasscr seines Schlager ersrenen. -Rachdcin Tectert neu .h für die Wahrheit deS Bl»t»>ärchen» mit" seiner Autorität cingelreien, e,z.i er solgcude höchst glaubwürdige Geschichte: ES gebe einen lolofial per. b,c, "n Berei» von Hostienschänbcrn, die Mitglieder seien weit verzweigt, und all; Linnen und Trachte» sei nur darauf gerichtet, um jeden Preis cm irei!.. Hcsticn zu erlangen und auszuspeicheru . . . J Stück Hallen sie schon ein., :gert! Um noch mehr zu erlangen, engagiren sie sogar organisirte Truppen von voiberii, die ihnen entweihte Hostien, fünf Francs per Stück, znbrächlen. Ter itz dieser Gesellschaft sei Paris, das eigentliche Haupt, der Obeepräsidcni, wob» aber in Rom »ud sei selbstverständlich ein Jude. Pater Deckert kennt ihn mit Rainen und kennt sogar sein PalaiS in Rom, er war jedoch discrer genug, Rainen und Adresse nicht zu nennen; ost'cnbar wollte er den verlaininelten Pöbel in '.m»ve» und Seidenkleider» nicht anfreizen, denn Pfarrer Teckerl ist ein siicdNcbeuder Mann. Tie letzte seiner „Predigten" klang in die Worte aus, er bah, . .irchauS nicht gehetzt, nicht ausgereizt, sondern nur die Wahrheit ausgedecki, iraS ,h,n. erlaubt sein müsse, denn trotz aller Slaalsgrnndgeicve sei.„ nicht alle Religionen gleich. Er wolle die Juden dennoch r-.fcs ■ , "\ni, und wenn ein Calo ausgesprochen habe: ...IiiIuphs .-#«»• , so stimme er demselben nicht zu. Aber ein Jude-müsse verbrannl ttnreeir daS.sei. der Jude, de» die Christen noch im Herzen Koben. „Tie I.:;-», die müßt ihr verbrennen zur Ehre GotleS, Amen!" riet er ZINN L Iltlffe, daß es i» den Wölbniigen g,ellte, unk verließ den — heiligen Crt. — : . ziignehmend aus die Borgänge in der Weinhanfer Psarrlirche lichteten nr. geordiictenhaiise am 14. d. M. die Abgeordnctcn. Tr. E r n e r und Ge- »o'>-i! 'olgende' Interpellation an d,u Minister des Innern und an den Juni;- in-ni: „Stach ilberciilslininieuden ZriluiigSuachrichtc» hat angeblich der Herr chian.rr Te. Teckerl in Weinhaus in der allerjinigstcn Zeit abermals Predigten a>. .'.n. durch welche strafrechtlich verbolene Handlungen begangen wurden. A,n' die gleiche Art der AinlSthätigkeit des Herin Pfarrers Teckerl wurde die. R, /ernng schon im Borjahre durch Jntcrpcllalionc» anfincrlsai» geniaclu. Rach Act der Beantwortung derselbe» müssen wir voranSseven. daß die Reg,■; ,,'g amtliche Kenntniß von den wi.klichc» Thatiache» besitze, demnach wissen tu -, ob die Zeitnngsnachrichte» jenen entspreche» oder nicht. Im lc-teren ,v . hätte die Regierung die Obliegenheit, gegen die Bcebreilnng falscher'und l i'.uhigendcr Rachrichten einznschreiten. Beruhe» aber die ZcilniigSnachrichten >»,' Wahrheit, so stellen wir die Frage: .Was gedenkt die Re gier ung . rersiigeir, n»i strafgerichtlich verbotene H a n dl unge u deS Herrn Pfarrers Teckert der gesetzliche» Sühne znzlisiihren und en Wiederho ltiiig zii verhindern?'" Wie die Abendbläiler von, 1" d. Bi. melden, wurden strafg.eri,Etliche Erhebungen wider den ' tzpsarrer.eingeleitet. 'Ein tschechisch aiitiscmitischkr Bereit! i» Mähkkil.s Tie in Brun» er utende tschechisch-antisemitische Zeitschrift „Raöe Pravo", sowie andere u.!,rische Tschechenblälter bringe» einen Anfrus zum Beitritt zu dem in : mdnng begrifsenkn antisemitischen 1'andeSvereiii der mährischen Tschechen, . 'einen Sitz in Brün» haben wird. Ter Berein bezweckt in erster Lime stramine Organisation der antisemitischcii Bewegnitg i'oivie eine intensive brciinng derselben. ' Siegetzfeske.) Man schreibt UNS: Tic Alilisemite» veranstalten letzt Tag Tag Licgesseste, bald in Meidling, bgld im Prater ro>; auch' arrangire» Hätipllinge AuSflitge n. dgl. TaS Bolk will iinmer pnnem >-t enroonsvs :>e„, und unsere Temagogeii verschaffen ihm min nnansgesctzt Spiele, während ' ihm Brot — versprechen . . . TaS Hauplsest fand am 16. d M. im Musik- -einSsaale statt. Da producirten sich mehrere antisemitische Rede-Artisten erster d zweiter Güte. Prinz Liechtenstein drohte ben Gegner» der Christlich. | Sociale» . ptii „Bernichlnng" Ta? .n ur.'» solche Bernichlungsgelnsie ge'ahrUM Anb H.->. Aeiißennigen gegen liberale und Jiircn den '1 Bezug ansi die Gennnnng, w-t.kie er'in den u*t seiner Wahl zu», Bicebiligerm,ist,'r sich i:c>1> »fit staunen, diese G finnnngsireue. l„Iildtn-Mrdaillcn."> Es, .behaupt,, denen .Fürst. B i s»ia rik die ihn zu seinem a.t c Re,,'!'. edb'r P.inz. :v r tzlieger 'iiäne dnr.lt gelt.iüigc . enn'is zu erbringen, daß er ,,, len Ja!.r<::'zur i .:''eii- .ze.utdeü hai. 5-, :».>.!>: :r:rkl!ch ' u-ft. r,'u. die Medaillen. INII' izigsten iS h irtSigge huldigenden - rliri't 1 1 als kl'her LIndenten belohnte und die stm durch ihre Slu bleibsel von der Feier seiner siebzigsten Geburl^l.lt-s vri-euttren, dem Fürsten selbst damals g-stbenli ivvtden sind. Wie •ty „B e >. i n e r zseilung" bürt',' balle die',' Medaillen Herr v. Blei.b e,'de, ptag. u tauen Fuu ei. Mligdteder .! der.amnemiti'dh'H Berenie deutscher Lindnien 'werde!! die»,' „Jndea-M.-daillen" eine liebe Erumernng -ein , anllsi.'Mltischcn TZlättOrn. «„Anisehcllcrrcgcudcr >ii»dcrrc»tt>."' TaS ..Teui-che Botlsbian" brachte am I I. d. g.R unter der Hebel'',luistt „Anssehenerregender dtindesranb" solgende'Roliz: „Man ichreibl itur-: In der 'R.rlie von Bohnii'ch Biod, »n Walde bei Tolanei, wurde am 1 <). d. Bi eine alle .>:idiiO>cst.ze»omi»e», ivelchc ein ' vierjähriges Elirislenniädche» de, st.t> baue, ras ne vor aln Tagen einem atdiiner Tischlcrincister geraubt. Tein .Bvbini'ch Bieder Poilzeiwachinänu Lineilal, welcher die Per'o» ans die Bahnstation >scortirte. machte d.d'e.be die Aiigabo,- sie bade das Stind nur deshalb »in ü,l< genoinnien, iveit es denen Ba:»r er irte ste tlvahiistnn und hebaupleie!. Tas arm, W'an ''ag:e >edoch > lv.lv ,cli»' Rä'chereien;» sich ritt-g ivo'.lie d e Jüdin lmichcii, . um'alt'älligc Ansschreitiingen zu schlagen wollie. Im weitere» B.erböre stmu hernach, daß das Mädchen, ein Gottesliiid' ie anS, die Babiel.i 'io »annie es die alte Jüdin geloNl »nd dann i»itgenoinin>n Tie Bevö.l und die Wachmanns,ba'i baue vellan' zn tlnin verhindern. Tee Jüdin w,!>dr nach .stolin lansporiiri und dort i» H.i'l be Hallen. Anz Bahnhoie in Bohnii-ch Brob in ichie sie Flii'tnvcrinche. T e Bevöltcrnng befindei sich in begrei'licher Ansreg'.uig. da dies 'N hiesiger »«egenli innerhalb einer knizen Zeit der dritte Fall i,' die xr 'Rotiz an angesehene GestnnniigSgenoss eine waiirheitSgetrene TarsteUniig des LN.In erbalieS nnd . erlnellen 'olgenden l Ausschluß: „R aä, ei lig, bolter Jn'oeni a und dein Bezirksgerichte in stolin! .T egt t > ch e n B o 11 s b l -chl l e s' e, » mt 6 e n. H i und hier ist.auch leine 'Jüdin. derhall! we>en" 'Rbbikirn. Tie „Tenn,1>e Zeitung"! rührige AnSlassnnge» gegen den Tiieclor deS Hanteisittittiskerinni, Tr. Jv'e^ v. Jelel: [ reichte gegen zwei „Lchriffleiier" des gena,listen, derzeit d " Wir wendete» nnS bezüglich en in .stolin in» der Bn.e um ion bei der Polizeibehörde st die ganze 'Rachiichk .des r ist lei n ec i n d r> e r i ch iv u » d e n, in Ha't vier inbaitirt ge biaäile zwei Artikel, uniche ebre» ia:isti''chen Bureaus tut ungari'chen lneiilhiellen. Tie'er über dienstbarcii Blaues die Ehrenbcleidignngstiae nach einem „Mgrinriui» des nttchlcriien » raihsain hielten, Abbitte zu lbun. Lic crllän.u. das; ste 111»» i» der Lage seien, die Ehrenhastigleit des .stlagers in Zwenel;i der gegen ihn gerichteieir Artikel lebba'k bedat der sillenstrenge Siei uivender sagen? — „Tcillicheu Zeitung", der .,'literili". een belcidignng geklagt hatte, leistete de. und iveb' <'Jlittifcniitcii unter 1111D ulirrciunitDcr. Bcrvna", Ividinel ,11 der letzten Lonntage R iiiinier des ..T entichen Bolks blaneS" den a»tiieinilj>chen Tioscnlcn' „Ebeen Wolfs '.' lind Ebreit ifienrg I." folgendes Peniöe: „Es inntliel dcii Beobacht! iialionate 'Radererlhnm sich gegenseitig einnvi r recht heite, an, wenn,das >bort el zii'ischeir die Bestie wirst. Tie' Jntetessc» Wolst's und .etöuig lAcvrgs' begiiinon bereits in >'el>'l bedenklicher Weife zu kivergnen. Mehrcseinale schon wnr gegangen ist, in verstechter ffiti'f ''eiienS d.s L.tnnntzblältcheiis de? vokitischen l Lclavenh^ilterS angereinvelk Wolfs, der 'eine! kann gegenwärtig nur die Faust in der T.tsch Griindnng, erst .aiiSgestallen will, ballen, da er sürchlen nniß, daß inan'ihm vorher einen Strich diirch die Rechnling macht. So windet und dreht zen Behandlung Ehren Georgs, der sich.int Grunde de? Herzens spinne sich nnn Ehien Wolü unter der licbeNSwnidi z ihn fest be, der Erav'alle halt. Beide sind sie -Und. In aUernencster Zeit hat Wolfs' >u>, der Auslegung der bernhmtesten Eoiiimciitatoren deS SpatzenblalteS ebeiisalls eine nicht üble Revanche ge- AnlUeinilismuS woran' di,' Beiden, weläie es ailiuens" nicht geliisteie, ' cs stir ziehen, und d-e Berössentlichnng 'ru. Was ii'ird zu dieser Abbitte Auch der „christliche"' Bruder'der ein Eassen'abrilanwegen Elnen nütbig Abbiue > Ebren Bergaili. der „Edle von Woli'. ','i: er unter die .c^riinder' noinincn, indem er dein .Führer' jenen T Sachsen an den .stop! wirft, worin dieser Parteien in Tent'chland sprichst, nnd in dcncn^sich EKre» Georg i'rbcranS wohlgerronen wiedererkeiincn kann. Jene Stellen, die den Führer nnd -'eine engere tsiäite beionders treffen, Kal Wolfs zur besjeicn Ueberfidit für 'einen Herrn und Bergann tf)ut so, ais ob er nichi wüßte, daß sein ehemaliger Gebilse und ichreibl. i>e>eS Richlwifsen soll jetziger Concnrrcnt sich bloß mit einem „s" offenbar die Geringschätzung auSdriicke». wejlche Bergam sjir den Herausgeber des „SpatzcnblaileS" hegt ieil der Rete BiSmarci'S an die von den Führern der poliliichcn

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