Freies Blatt
- Journal
- Freies Blatt
- Volume
- IV (1895)
- Issue
- 162 (12.5.1895)
- Date
- 1895-05-12
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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üritf ji. .freies öaecl«;e»-tu't uif einen „tfetriiger" nennt. Zn der 24}$ tgiaus abgeballene»;:re::.u aiili'einiliickieii B>r>ainmlu»g, „t£onfcren;rete" genannt, lieh sich Piarrer Tezett auch die gottlose» Protestanten ans, um' sie säst auf tieielbe Stufe mit feu .»ufru;n itcUen. Ter gelehrte Herr zählte vier Seele» von Jude» auf tdeilte aber mit, daß er in seinem Viedtingsiverke, dem Talmud, zweit,nddreißig U'fi'.iie Serien entdeckt bade. Tie Zahl ist stark, jedoch verschwindend klein ... , i.iibet der Zalil der prolestantiiche» Seelen, denn Teckert hat genau ausgerechnet, fas; ,e derzeit dreibunderldreiundfreißig.prolestanliiche Seelen gibt, f'e Protestanten sind daher noch ulieiniger als dieZuden! Tieie selbst, io meint: Tr. Testen, sind nur in >-»»>-tn der Rare einig, nicht aber im Glaube»; >»:r in li.neni 'eien and] die Piolestanien gleich den Juden einig: ii» Haste gegen Rem »I,f. gegen die I Nlioli'.che diirste! Mil gelehrter Miene berichlele Tr. Teckert «.der ..historische Thauachen", die sich abiolnt nie zngetrage» haben. Er erzählte r.-n dem •.,liiv;pi:id)e ein.--? ehemaligen jüdische» Polizeipräsidenten zu Paiz-s , pan einem jüdsichen Railie z» Jvraiiffurt a. Pi aus dem.Jahre 1848 und per. »bet:.-, fast fei infi'd;e Hobe :l>ai!i z» Pari? seiiier;eil Rapoleo» l. alS Meisia-I b. '.nsu und pior.amjii bat. Bei .einer „rulturhistori'chen" Sdiilderung der indi'che» Seele» Iwn er au' Tinge zu preche», die man ii> anständiger Gesell- '.last nie berührt. Tann sichilderke er eine halbe Slundr hindurch die „Reformiiid.i-". ,fnr fic'.lbeu sei der Messias bereits gekoinmeii und heiße — Börse». -Ir.-.ig, ihr Tempe. *'ei die Bor'e, ihre Rabbiner seien die Börieiii'enllile Sie t.'.nz-u wie die Zstaeluen i» der Wüste ums goldene .Haid, >i»d viele/ viele Und. stmitiene larzeu mit. Tas ieie» Zammerznstände unter den Jude», kein fna; be, lein Zdeal nufer. jiidtie als das Strebe» nach wucherischer Aiisbci.t.mg Ein Pendant zu'd a n in Zämme, bilde böten nur »och die Prol. stanlei! — darin» n.ge i'der .H-wbolt kniefällig G»il da'iir danke», das; er ebne 'ein Hinziiihn». aie- 'i.r'aoiit g.'.’O’.n 'ei Zum Schinne tam der'Refraiii. . .Tie Nefornijudeit 1 sti-.s leine wahren .«haeinen! ’ Zn der dr ilen „Eonierenziede" »abm Piarrer Test-.: die ..Talmud Zuden" arg der. welche eben'oweiiig wie die ..Reiorin .'>i.dei!' grab re Zude» 'eien Ai» Sckln"e ''einer?li,e'iihrn>ige,i ries aber der mit vor ivelimt:!- zilier, der Si>»»»e für die Berblenduiig des armen, i . ,'\Uutin in.: di»ch 'eine Rabbiner teibbtt.-n jüdischen Polles das innigste -Mi" - :f der vib.i’Vnii au. Tunau ie Predsizl galt diesi-n 'chrecklichen Rabbi :..i>. ueiche d.-m Po.ke die ual'ie Bidil i-orentba'.teti und sich iiisbeionkere mit -- Ruck': ch: au' Pke-ki:r L>.-et»'agn».ze» Z r.schlingen erlaubten, fo daß das ..arme öaeinvr'.t"; i'-r nur'eine g,'.il>ck:e fee.tige Sstwjft beiice. Teckert crim.cnc au Schilderut'g.'N des talitliidi'cheu Messias, die man gedruckt! könne, und erz.iblie alle;lei allnine i'iiird'en über die Porstellungen, i- .ck. - die Zude»; ein M.-si.s batten, womit er große Helterkeii-ersolge erzielte. -ü::i Tchinne Km er imurlich wieder zu der Erkenntilis;. das; auch die Znden, die Me'sias -zi.z: be», Iwckil eie wah.en Zp.de» seien. Dir sind leider vert. - brr. i! d:--'<r. B.'.'ck-c miizuti-eikeii, wen denn Teckert eigentlich iiir eine» •a a: : Zad. 11, ball. Tadi m.r Nicht zu dem Schlüsse kommt, daß nur d -. >' z'l ii 11 ' m i : e n d . t ip a b r e II Znde II s I II! Was Schitkidcr in x\cDlcfct zu ctziihkcil wußte.' Zn einer Anti '.'w'.'.'.-.e-.-'a» 111 Z-T1 '- -'igblte am!» d. M. der Mechaniker Schneider, das: -, fei »einem Tinii 11.- UI d: Anzeordnetenvaiis fest e'sten Eonstioi mit de.» .'lanzie-dir.dlor, d-.-m ..indi-chen Hö'raih", hatte, weil ihm dieser — ein.n ln; .um i-i’ra ircüie c» Ministerbant enideckie er damals zwei Znde», dl! Tr. S : e : n l■ dl und den — Ritter v. Za fe s l i. Zm Polencliib fand -..siede» : 'ai'.i [eu -^Tr:.» auch einen gelauste» 1 offenbar meint er ' : Pi erst bau et. Ais ■nüäimniiuge ciHarte er ferner die juiig ' :-> bi'stie» Abgeordneten Tr. Engel und Ei m „Tie getau'teu Znden," .'-fl' Tchii.'ifer, „sind!UI Allgemeinen die gefährlichsten, die wisse» Iiiimer es -r -ipziiiichten, das; dl.' Ve.'ie in.geüibrt werden, und es ist ganz und .'isi-Uos. .aß sich die Ziid.p r.:-:’,! lifUtdi nur deelalb tau'.'» lassen, i nt . Znieres'en des Zf.denihmns desto int Hinter 'nnf uugeftihter vertreten zu!.--- Es g-b: ab'ouii tein.'ii g-".nlfteu Znde», der ein aui'richiiger Christ ' -.a d,'II ist, und wenn r. Ebri'i geworden ist sicher 'ein Pater lein Znde d i, . -m" Rach d'.'l-isianittto, weiche dem Herausgeber und Pcrleger der ,R>d!chsrost" wenig ge-'auc» dürfte, rheilte Sstu eider .der Znbö--erscha't von Z ee .it.- r' -- mit - „Mir sind per.chied.'ne tn.-aisib-talin»bische Bacher in -.'diiiip.n, iiiuer-Anderem an.!> da? .Moiaisich lalmndi'che Eberestn' f t: .1 t . ' ----''ein Blick--- ist fi l.di't inleienaue Steile z„ I ".v.: ‘ st : dae i steck» rat, das Ebegelöbniß zu - ' . Vir i"!'.-n . Ebri".'iich zu begeben. Rach - " : ■ ■ i '.ch: ist -i st d .i'-n ,-ine Frau eine Elle- -p. :”b. r - iii.:g.,n, : r ie-:, :.ng-ack>:ei. laß ii'-r - - n: i. tdiii.iß! ii Ma"'-e vndot.'u wnid.," Tas muß ' ... ' ' u-f -ret' Vitu::.:,: :in,e sind,, n >n» es an's - i .1, in R -, - ->• 1>e - : ji-in .i.i- Si'iinver, «i->i,.-r lügt -.- ni. .1 - a; - . -m- ' ,vi:t öcnfitori« Thema, f.- #«t -1 " ■ . ew.gting schreibt- »ns -.—.'s Tiejiia" ne-, .-s'-iilüst.:,- Zbr geichatztes ' -i"-'- i-si it i P-.st.-ze» sli.'is Zs i est> i e ii st. in Blatt. Nr. 1<)'J. (■ einige einem Egerer Socialistenblatte entiioinmeiie Angabe» über „capitalistiiche Ausbeutung" von gut christlicher Seile. Soweit diese Angaben die Lohiiveihä» . niste auf den Besibiiiigeu des Fürsten Schwarzenberg betreffen, bin ich j„ , meiner Eigenschaft als Schwarzenberg'scher WirlhschastSbeamler in der bagr. j deren Zirigkeit feftjuftellen. A»f den großen Herrfchaflen deS Fürsten werden Arbeiter verschiedener Kategorie» beschäsligi. Bei besondere» Anlässe», Getreide-, Hopfen- oder Riibeiierntezeit findet stets ein starker Zuzug srenide-, Arbeiter statt, welche meist im Accarde arbeite» und deren Wachenverdienst j. nach dem persönlichen Fleiße sehr verschieden ist, osk aber auch 15—20 fi. und auch mehr, wenn Mann und Weib vereint arbeite», beträgt. Was die Kiugen Arbeiter, welche in einem fipe» Berhältnifie stehen, betrifft, io ist den-.: Taglohn allerdings ein scheinbar geringer; dir i’cutc beziehen de» Loh» aber das ganze Zahr hindurch, auch in den Winlermonale», wo oft tagelind wochenlan. fast nichts z» thmi ist, sie genießen freie Wohnung, haben eine kleine Paroell. .'iartostelacker, freies- Futter für Schweine oder Ziege tt. I. w. und am End der Tienst,zeit eine stets ausreichende, oft ve'.hältuißmäßig glänzende Alters Versorgung, indem der Füist Schwaizenbeig fast auf allen seinen Tomänei: Pfrüiidneripitälcr besisti, in welche» aibeiiriinfähige Arbeiter und Arbeiterinneivortrefilich versorgt sind. Zch.ersuche Sie, geehiter Herr Redacteur, im Siniider Gereckniglkit von diese» Angaben 'Roiiz zu nehme», weil ich als trenn '.Vier Zhrr» Blattes dasselbe stets in den Bahnen der Gereckstigkeit zu sehen gewohnt bin und die tlebei;e»gm:g,bege, daß dein Aiiliiemilismiis auch nur in dieiem Zeichen erlolgreiche S.-blachten zu schlagen ieien. Tagege,, hin ich ii, de, Vage, Zbnen z» bestätig«», daß die Vohnvorbäsliiiste bei andere», besonders bei de» geistliche» Großgrimdbesiperi, des Böhmerwaldes osl.berzlich schlechle find Tas Stift Schlägl, welches in der beirefjenben 'Roli; erwähnt wird, ko»»»' wo!» »ach dieier stkichtnng wenig iu Bcliachl, nachdem e§ in Böhmen nur einer sehr geringen Befip bau Tagegen könnte ich Ihnen das reickie Eistercieiiscrslisi Hohen'urt als eine» der nieisthegnlerien Grundherre» des BöhmerwaldeS nennen, b.i wtlckiein die Holzhauer, Wnrzelroder und Felda, beiter wahre Hnngertöl'iio.enieß.n; dieses Stift hält so treu an teil Perhälriiisie» des Mittelalters — wö die «sfeiell'chafl noch nach christlich sociale» Grnndiäben organisirt war — >est, daß es deute nock, einem Forsiadjul-eien einen Z7,hresgehalt von 80 sl. sage ackstzig Gulden zabll; ähnliche „Gehälier" beziehen auch die l’anbn'iiih 'ckia'lsbeaniien; wie da die Arbeitcrlöhne anssehe», kann man sicki denke». Tas n-äie fjeilid) fiir die -Herren Viert: teufte in und Vueger ein äußerst danl bares Tbema. aber an' jtatholikentagen wiilden sie damit „idit viel Beifall finden Mit dem Ausdruck vorzüglichster -Hochachlnug iiolgl die 'Unlerfchri'l). .Bon dt» Brcslanct „Socialrcformtr»".) Bo, dem Sckiöfiengerichle zn Breslau mußte sich neulich eine Schuhmachersfran veranlworle», weil sie einem isaslnirlhe drei Würste gestohlen Halle. Sie wurde zu einei» Tage Gefängnis:. der iiiedrigsten Slraie, die zulässig war, verurlheilt. Wenn wir von der Sach.- überhaupr Roli; nehmen, >o geichiehl es, weil die Beraniwariniig der Au gesagten einen Einblick in das Treiben de-? Breslauer „Bince»z Bereines gewädrt. Tie Schndmachersfrati drzäblte: „Zch arheilele manchmal bei Herri- Gastivirlb Ril'chke, und immer, wenn Schweinefchladiien war, hatte ich viel zu i.üeuen, und zu wa'cheu, An Weihnad.leii ging's uns so schledil, daß idi. mii vor Berzweillung kaum Rath mehr wußte. Mein Mämi hatte keine» Sdiln. Arbeit, und meine fünf kleine» .'linder schrien vor 'Hnnger. Schildern läßt ec fick, nicht, was ich gelitten und ertragen habe, und wenn idj'8 erzählen wo»:-, würde es mir kein Mensch glaubei'. Zit der fdirecklidst'le» Roth lief idi zu reickie» Veuien und bat um eine tleine Hilfe. Sie tagten, ich solle in den .Pilieenz-Perei»- gehen, dorl bekämen arme Familien zu Weih»ad>le» ein Ilnlerstülrnng. Zch folgie und ging lü» »»d b-w inständig, daß die Herren nti. ,-lwas geben inöckwe». Sie sagte», das; sie tid) nach mir erkundige» wolliei-,' und als ick, wiederlai», wiesi-,, sie t»id) ab, weil mein Mann und mein »linder evangeliscki sind. So iehr ick, auch bat und weiiile u»d ihnen iagi, wie'-? mit uns fleht — es half Alles »ichis. Ich bin eine gute .'talbolilin aber ich kann doch nick>l dafür, daß nieiii Man» die .stinder auf feinen Glauben, laufen ließ: ich woUie ja mir eine .'lleinigkeit haben, -doch nichls — '»idii: gaben sie mir. Zmmer, liebe .Herr,», habe ich auf Ehrlichkeit gehalle», mr »ocki nie habe ich io viel gestohlen, als auf meinem tleinen Finger Plast hau iv.it ich's äbti nidit mehr anfefcen tonnte, wie meine -Hinter hungerten m," scknie», ist mir halt das Malheur pafsirt." Ter ohgenaniile Breslauer Bere» hat di-- Ausgabe, die mit -„christlicher" Eiiailelle versehene „Soeialresorm";i pflegen, und wie wir sehen, sind die dortige» „Reformer" gerade so toleraumid barmherzig wie ihre Wiener Genvife». istluch ci» Hausfritdriisbrudi.- Am 2->. September lst!»J hielt Veits;, s-. '-iil.-i die Zall der ,,'Tvier des nöinischeii Rechtes" vermehrt bat, . in Z uo w> r a z I a m eifu Aiitiiei»iieiiver'ai»i»liing ab. Zm „.'lnjavifchen Boten" >va.- vorher belamit gemacht worden, daß nur „christliche» Riitbürger»" gegen cir Eii'gell von üu P-'.-miigen der Eintritt in den Periaiiinillingsiaal gestaltet >ei Tvst diesis Berboti» waren mechrere Znden im Saale erschienen, und es eni standen da'elbst grosio UnrnhsZi. Veuß steengle im» eine» Procoß woge» Haue lriedeiisbruches an. der nft -die>'er Tage z»„i Ahschlnsi-' kam.' Unler I.'> A»- gekia'gien h.-ianden sich'auch 4 christliche Maurer, die nach Angabe des -Hlägers